Bachelorarbeit, 2022
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Tiergestützte Intervention
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Erklärungsansätze
2.3 Wirkungen
3. Jugendstrafvollzug
3.1 Grundlagen
3.2 Soziale Arbeit
3.3 Vollzugsziel Resozialisierung
4. Forschungsdesign
4.1 Methodisches Vorgehen
4.2 Erhebungsverfahren und Literaturauswahl
5. Aktueller Forschungsstand
6. Tiere im Strafvollzug
6.1 Rahmenbedingungen
6.2 Tierarten und deren Einsatzmöglichkeiten
6.3 Ziele und Wirkungen
6.4 Jugendstrafanstalten
7. Bedeutung tiergestützter Interventionen im Strafvollzug
7.1 Bedeutung für den Insassen
7.2 Bedeutung für die Institution
7.3 Beantwortung der Forschungsfrage
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit Fachkräfte der Sozialen Arbeit tiergestützte Interventionen nutzen können, um den Resozialisierungsprozess im Jugendstrafvollzug der Bundesrepublik Deutschland positiv zu beeinflussen. Dabei steht die systematische Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes sowie der Analyse von Einsatzmöglichkeiten und Wirkweisen im Fokus.
2. Tiergestützte Intervention
Die Bezeichnung tiergestützte Intervention und die dazugehörigen Termini sind sowohl in Deutschland als auch international nicht allgemeingültig und klar definiert. Für den deutschen Sprachraum deutet der Begriff tiergestützte Intervention zunächst darauf hin, dass es um den Einsatz von Tieren geht, unabhängig davon, ob dieser von einem Laien oder einer professionellen Fachkraft begleitet wird (Germann-Tillmann, Merklin, & Stamm Näf, 2019, S. 49). Für die professionelle Ausübung tiergestützter Interventionen benötigen beispielsweise Sozialarbeiter/Sozialpädagogen berufsbegleitende Ausbildungsmöglichkeiten, die in der Regel nach 1,5 bis 2,5 Jahren mit der Zusatzbezeichnung „Fachkraft für tiergestützte Interventionen“ abgeschlossen wird (Wesenberg, 2020, S. 104).
Die vorliegende Arbeit wird nachfolgend auf die Begriffsbestimmungen zweier großer Organisationen eingehen. Zum einen auf die Definition der International Association of Human-Animal Interaction Organizations (IAHAIO) und zum anderen auf die der European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der tiergestützten Arbeit im Freiheitsentzug ein und definiert die zentrale Forschungsleitfrage der Arbeit.
2. Tiergestützte Intervention: Das Kapitel bietet eine terminologische Klärung und differenziert verschiedene Erklärungsansätze für die Mensch-Tier-Beziehung.
3. Jugendstrafvollzug: Es werden die Grundlagen des Jugendstrafrechts, das Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit und das spezifische Ziel der Resozialisierung beleuchtet.
4. Forschungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen der systematischen Literaturübersicht transparent dargelegt.
5. Aktueller Forschungsstand: Das Kapitel reflektiert den Stand der wissenschaftlichen Forschung und identifiziert die aktuelle Datenlage.
6. Tiere im Strafvollzug: Es werden Rahmenbedingungen, Tierarten und Einsatzmethoden sowie konkrete Jugendstrafanstalten vorgestellt.
7. Bedeutung tiergestützter Interventionen im Strafvollzug: Dieses Kapitel interpretiert die Vorteile und Risiken für Inhaftierte sowie Institutionen und beantwortet die Forschungsfrage.
8. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung schließt die Arbeit ab und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Entwicklungen im Forschungsfeld.
Soziale Arbeit, Tiergestützte Intervention, Jugendstrafvollzug, Resozialisierung, Freiheitsentzug, Mensch-Tier-Beziehung, Jugendkriminalität, therapeutische Arbeit, Rückfallprävention, Pädagogik, Literaturanalyse, Haftanstalt, Sozialpädagogik, Wohlbefinden.
Die Arbeit analysiert das Potenzial tiergestützter Interventionen als Arbeitsmethode der Sozialen Arbeit innerhalb des Jugendstrafvollzugs in Deutschland.
Zentral sind die theoretische Fundierung tiergestützter Konzepte, die rechtlichen und pädagogischen Rahmenbedingungen des Jugendstrafvollzugs sowie der Prozess der Resozialisierung.
Die Arbeit zielt darauf ab, zu untersuchen, inwieweit tiergestützte Interventionen den Resozialisierungsprozess junger Straftäter positiv beeinflussen können.
Es handelt sich um eine systematische Literaturübersicht bzw. Literaturanalyse, die auf Basis einer gezielten Suche relevante Forschungsergebnisse bündelt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klärung der Intervention, die rechtliche Einordnung des Jugendstrafvollzugs, die Beschreibung der methodischen Durchführung und eine detaillierte Darstellung von Praxisbeispielen sowie Wirkungsweisen.
Soziale Arbeit, Tiergestützte Intervention, Jugendstrafvollzug und Resozialisierung sind die Kernbegriffe, die das gesamte theoretische und praktische Feld der Arbeit umspannen.
Das Beziehungsdreieck zwischen Tier, Klient (Inhaftiertem) und Fachkraft (Sozialarbeiter) ist die essenzielle Grundlage für einen wirksamen Einsatz, um soziale und therapeutische Veränderungen zu fördern.
Die Befragungen zeigen eine mehrheitlich positive Haltung der Anstalten, wobei jedoch organisatorische Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Hygiene und personeller Mehrbelastung bestehen, die durch gute Planung minimiert werden können.
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