Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Heranführung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Erläuterung der Literaturrecherche
1.4 Begriffsklärungen
2. Laborversuche
2.1 Kontext
2.2 Zeitpunkt einer Störung
2.3 Vorbereitung auf eine Unterbrechung
2.4 Selbstbestimmte Unterbrechungen
2.5 Weitere Studien
3. Feldversuche
3.1 Manipuliertes Erscheinen von Störquellen
3.2 Fragmentierung des Arbeitstages
3.3 E-Mail als Störfaktor
3.4 Ablauf einer Unterbrechung
3.5 Erreichbarkeit
4. Fazit
4.1 Zusammenfassung
4.2 Handlungsempfehlungen
5. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht durch eine umfassende Literaturübersicht die Auswirkungen von verschiedenen Arten der Ablenkung und Unterbrechung auf die Arbeitsleistung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Störungen auf Parameter wie Arbeitszeit, Fehleranfälligkeit und das Stresslevel von Arbeitnehmern auswirken und welche Strategien zu einem zukünftig besseren Umgang damit abgeleitet werden können.
1.1 Heranführung
Das Ausüben mehrerer Aktivitäten vermeintlich zur selben Zeit hat seinen festen Platz in der modernen Gegenwart. Sei es im Privaten oder im beruflichen Umfeld. In der schnelllebigen Welt scheint es fast, als gelte es als erstrebenswerte Tugend, möglichst viele Tätigkeiten zeitgleich ausführen zu können. Die Fähigkeit dies zu tun, wird gemeinhin als Multitasking bezeichnet (vgl. Greifeneder 2016, S. 2859). Es gibt zahlreiche Situationen, in denen dies für die meisten Menschen keine Probleme darstellt. Über das Radio im Hintergrund Musik während des Arbeitens zu hören, kann nicht nur die Stimmung anheben, sondern unter bestimmten Umständen sogar die Leistung verbessern (vgl. Bottiroli et al. 2014, S. 5).
Müssen mehrere Tätigkeiten jedoch bewusst ausgeführt werden, erfordern jeweils gewisse kognitive Ressourcen, so wird es zusehends schwieriger mit der Fertigkeit des Multitasking (vgl. Miyata und Norman 1986, S. 266 f.). Aus der gut gemeinten Hintergrundmusik einer primären Aufgabe wird, je nach Musikrichtung oder Lautstärke, eine Ablenkung. Im beruflichen Umfeld bietet das Büro, immerhin zumindest temporär Arbeitsplatz von rund 70% aller Arbeitnehmer:innen in Deutschland (vgl. IBA 2020, S. 4), zahlreiche Quellen möglicher Ablenkungen. Ob der stark frequentierte Multifunktionskopierer im gegenüberliegenden Zimmer, oder die Kolleg:innen, die ein Gespräch initiieren möchten.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Ablenkungen in der modernen Arbeitswelt sowie Definition der Zielsetzung der Arbeit anhand einer Literaturrecherche.
2. Laborversuche: Darstellung kontrollierter Studien zu Kontextähnlichkeit, Störungszeitpunkten und selbstbestimmten Aufgabenwechseln unter Laborbedingungen.
3. Feldversuche: Analyse von Fallstudien im realen Arbeitsumfeld mit Fokus auf E-Mail-Nutzung, Arbeitsfragmentierung und Prozessabläufen bei Unterbrechungen.
4. Fazit: Synthese der Forschungsergebnisse sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Reduktion negativer Auswirkungen auf die Arbeitsleistung.
Ablenkung, Unterbrechung, Arbeitsleistung, Multitasking, Produktivität, Stresslevel, E-Mail-Nutzung, Laborversuche, Feldstudien, Arbeitsfragmentierung, kognitive Ressourcen, Aufgabenwechsel, Zeitmanagement, Arbeitsplatzgestaltung, Aufmerksamkeit.
Die Bachelorarbeit analysiert wissenschaftlich, inwieweit unterschiedliche Formen von Ablenkungen und Unterbrechungen die Arbeitsleistung und das Wohlbefinden in Büroumgebungen beeinflussen.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Auswirkungen von Laborexperimenten sowie Feldversuchen, untersucht E-Mails als Störfaktoren und betrachtet die Fragmentierung des Arbeitstages.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Literaturübersicht bestehende Forschungsergebnisse zusammenzutragen, um daraus praktische Möglichkeiten für einen besseren Umgang mit Ablenkungen im betrieblichen Alltag abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturübersichtsarbeit, die sowohl quantitative Laborexperimente als auch Feldstudien aus verschiedenen wissenschaftlichen Quellen zusammenführt und analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Laborstudien, die unter isolierten Bedingungen Erkenntnisse zu Unterbrechungseffekten liefern, und Feldstudien, die den unstrukturierten Arbeitsalltag unter Berücksichtigung realer Kommunikationsquellen betrachten.
Die zentralen Schlagworte sind Ablenkung, Unterbrechung, Produktivität, Arbeitsfragmentierung und Stressmanagement am Arbeitsplatz.
Die Studien legen nahe, dass eine Ähnlichkeit zwischen einer primären Aufgabe und einer unterbrechenden Aufgabe keine positiven Effekte zeigt, sondern die Leistung und Konzentration tendenziell verschlechtert.
Durch häufige Wechsel zwischen "working spheres" muss sich das Gehirn ständig neu auf Aufgaben einstellen, was Zeit kostet, die Fehleranfälligkeit erhöht und das Stresslevel negativ beeinflusst.
Ja, in einigen Fällen kann die Erreichbarkeit durch Unterbrechungen indirekt positiv mit der Erledigung von Aufgaben korrelieren, sofern die Unterbrechung in direktem Zusammenhang mit einer zu verantwortenden Tätigkeit steht.
Empfohlen werden unter anderem das Schaffen von ungestörten Fokuszeiten ohne Meetings sowie eine bewusste, zeitliche Segmentierung der Kommunikation, um unerwartete Unterbrechungen zu minimieren.
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