Masterarbeit, 2023
80 Seiten, Note: 1,7
A. Einleitung
B. Betriebe gewerblicher Art (BgA)
I. Begriffsdefinition
II. Tatbestandsvoraussetzungen
III. Abgrenzung der Tätigkeiten der jPöR
C. Steuerlicher Querverbund
I. Definition und Abgrenzung
1 Der kommunale Querverbund
2 Der steuerliche Querverbund
II. Rechtlicher Rahmen des steuerlichen Querverbunds
1 Gleichartigkeit
2 Technisch-wirtschaftliche Verflechtung
3 Verkehrs- und Versorgungsbetriebe
III. Weitere Zusammenfassungsmöglichkeiten
D. Ertragsteuerliche Herausforderungen
I. Ertragsteuerliche Behandlung von BgA
II. Kapitalertragsteuer
III. Gewerbesteuer
IV. Besonderheiten Eigengesellschaften
E. Kritik an den bestehenden Regelungen
F. Beihilferechtliche Aspekte des steuerlichen Querverbunds
I. Grundlagen Beihilferecht
II. Beihilfen und steuerlicher Querverbund
III. Altbeihilfe i.S.d. Art. 1 Buchst. b EG-VO 659/1999
IV. Rechtsfolgen bei der Beurteilung als Beihilfe
G. Fazit
Die Arbeit analysiert den steuerlichen Querverbund für Betriebe gewerblicher Art (BgA) der öffentlichen Hand mit dem Ziel, die damit einhergehenden steuerlichen und rechtspolitischen Herausforderungen unter Berücksichtigung des Beihilferechts kritisch zu bewerten.
I. Begriffsdefinition
Der § 4 Abs. 1 S. 1 KStG legt die Definition von BgA fest. Hierunter fallen demnach alle Einrichtungen, die eine nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen außerhalb der Land- und Forstwirtschaft betreiben und die sich innerhalb der Gesamttätigung der juristischen Person wirtschaftlich hervorheben. Seit dem Veranlagungszeitraum 2009 sind die Merkmale, Gewinnerzielungsabsicht und der Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr bei der Ermittlung des Einkommens eines BgA nicht mehr erforderlich, wie in § 8 Abs. 1 Satz 2 KStG ausdrücklich klargestellt wird.
Zu den BgA gehören gem. § 4 Abs. 3 KStG Betriebe, die der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Gas, Elektrizität oder Wärme, dem öffentlichen Verkehr oder dem Hafenbetrieb dienen. Die Verpachtung eines BgA gilt gemäß § 4 Abs. 4 KStG auch als BgA, obwohl die reine Vermögensverwaltung durch seine jPöR nicht steuert wird. Allerdings gehören Betriebe, die überwiegend der Ausübung öffentlicher Gewalt dienen (Hoheitsbetriebe), nicht zu den BgA wie in § 4 Abs. 5 KStG festgelegt. Ein BgA stellt keine spezifische Organisationsform eines Unternehmens dar, sondern vielmehr eine steuerrechtliche Konstruktion. Daher kann ein BgA nicht im eigentlichen Sinne gegründet werden.
A. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie und die steuerliche Einordnung kommunaler Unternehmen im Wettbewerb.
B. Betriebe gewerblicher Art (BgA): Dieses Kapitel definiert BgA, legt die Voraussetzungen fest und grenzt sie von hoheitlichen Tätigkeiten ab.
C. Steuerlicher Querverbund: Es wird die Definition des Querverbunds sowie dessen rechtlicher Rahmen, insbesondere hinsichtlich Gleichartigkeit und technischer Verflechtung, behandelt.
D. Ertragsteuerliche Herausforderungen: Dieses Kapitel diskutiert die ertragsteuerliche Behandlung von BgA, Kapitalertragsteuer und Gewerbesteuer sowie Besonderheiten bei Eigengesellschaften.
E. Kritik an den bestehenden Regelungen: Hier wird die ordnungspolitische Problematik der steuerlichen Zusammenfassung kommunaler Einheiten gegenüber privater Konkurrenz kritisiert.
F. Beihilferechtliche Aspekte des steuerlichen Querverbunds: Dieses Kapitel analysiert die beihilferechtliche Problematik der steuerlichen Begünstigung von dauerdefizitären Tätigkeiten im Unionsrecht.
G. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftssicherheit der Finanzierungsstrukturen unter Berücksichtigung vorliegender Verfahren.
BgA, Betriebe gewerblicher Art, kommunale Unternehmen, steuerlicher Querverbund, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Beihilferecht, dauerdefizitäre Tätigkeiten, Gewinnerzielungsabsicht, Verdeckte Gewinnausschüttung, Eigengesellschaften, Ertragsteuer, Daseinsvorsorge, Wettbewerbsverzerrung.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von kommunalen Betrieben gewerblicher Art (BgA) und der Möglichkeit, diese in einem sogenannten steuerlichen Querverbund zu verknüpfen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von BgA, die rechtlichen Voraussetzungen für den Querverbund sowie eine kritische Untersuchung der beihilferechtlichen Zulässigkeit dieser steuerlichen Gestaltung.
Das Ziel ist es, den Querverbund für BgA zu analysieren und die damit verbundenen steuerlichen und rechtspolitischen Herausforderungen vor dem Hintergrund des europäischen Beihilferechts zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Rechtsprechung, Gesetzen (insbesondere KStG, EStG) sowie der Literatur zum Gemeindewirtschaftsrecht und Steuerrecht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von BgA, die technischen Rahmenbedingungen des Querverbunds, eine Detailbetrachtung der Ertragsteuern und eine umfassende beihilferechtliche Einordnung.
Die wichtigsten Begriffe sind BgA, Querverbund, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Beihilferecht und Daseinsvorsorge.
Da der Querverbund defizitäre kommunale Tätigkeiten mit profitablen Tätigkeiten steuerlich verknüpft, wird debattiert, ob dies einen nicht gerechtfertigten, selektiven staatlichen Vorteil darstellt, der den Wettbewerb verzerrt.
Der EuGH wird herangezogen, um zu klären, ob nationale Regelungen zur Verrechnung von Verlusten innerhalb von kommunalen Konzernen gegen das europäische Beihilfeverbot verstoßen.
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