Diplomarbeit, 2009
129 Seiten, Note: 2,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Die Universität
2.1 Begriffsbestimmung der Universität
2.2 Die Universität als Non-Profit-Dienstleistungsorganisation
2.2.1 Die Universität als Non-Profit-Organisation
2.2.2 Die Universität als Dienstleistungsorganisation
3 Dienstleistung
3.1 Definitorische Abgrenzung von Dienstleistungen
3.2 Charakteristika von Dienstleistungen
3.2.1 Immaterialität von Dienstleistungen
3.2.2 Integration des externen Faktors
3.2.3 Individualität der Leistungserstellung
3.3 Dienstleistungsqualität
3.3.1 Begriff der Dienstleistungsqualität
3.3.2 Bestimmung der Dienstleistungsqualität
3.3.2.1 Anforderungen aus Kundensicht
3.3.2.2 Anforderungen aus Anbietersicht
3.3.2.3 Anforderungen aus Wettbewerbssicht
3.4 Dimensionen der Dienstleistungsqualität
3.4.1 Dimensionen nach Donabedian
3.4.2 Dimensionen nach Grönroos
3.4.3 Dimensionen nach Berry
3.4.4 Dimensionen nach Zeithaml
3.4.5 Dimensionen nach Parasuraman/ Zeithaml/ Berry
3.4.6 Kritische Würdigung der Dimensionierungsansätze
3.5 Wahrnehmung von Dienstleistungsqualität
3.5.1 Abgrenzung der wahrgenommenen Dienstleistungsqualität
3.5.2 Determinanten der Wahrnehmung
3.5.2.1 Einfluss durch käuferverhaltenstheoretische Aspekte
3.5.2.2 Einfluss durch die Komplexität einer Dienstleistung
4 Ansätze zur Messung von Dienstleistungsqualität
4.1 Gütekriterien der Messung
4.2 Kundenorientierte vs. Anbieterorientierte Messverfahren
4.3 Kundenorientierte Messverfahren
4.3.1 Objektive Verfahren vs. Subjektive Verfahren
4.3.2 Subjektive Verfahren
4.3.2.1 Merkmalsorientierte Messverfahren
4.3.2.2 Ereignisorientierte Messverfahren
4.3.2.3 Problemorientierte Messverfahren
4.4 Anbieterorientierte Messverfahren
5 Konzept zur Messung universitärer Dienstleistungsqualität
5.1 Tiefeninterviews zur Evaluation relevanter Dimensionen
5.1.1 Theoretische Grundlagen von Tiefeninterviews
5.1.2 Durchführung und Ergebnisse der Tiefeninterviews
5.1.2.1 Aufbau des Tiefeninterviews
5.1.2.2 Angaben zu den Befragten
5.1.2.3 Auswertung des Tiefeninterviews
5.2 Konzeptioneller Modellansatz
5.2.1 Allgemeiner Modellaufbau
5.2.2 Modellaufbau in Bezug auf Studiengebühren
5.2.3 Kritische Würdigung des TSQ-Ansatzes
5.2.4 Die Faktorenanalyse als multivariates Analyseverfahren
6 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Qualität universitärer Dienstleistungen messbar zu machen und zu untersuchen, inwiefern Universitäten als Dienstleister agieren. Angesichts der Einführung von Studiengebühren hat sich die Perspektive gewandelt, wodurch Studenten verstärkt als Kunden auftreten, die eine entsprechende Qualität für ihre Zahlungen erwarten.
3.2.1 Immaterialität von Dienstleistungen
Die Immaterialität bzw. Intangibilität (Nichtgreifbarkeit) von Dienstleistungen geht mit einem Fehlen materieller Eigenschaften wie beispielsweise fühlen, schmecken oder riechen einher. Das führt beim Kunden zu einer erhöhten Bewertungsunsicherheit der Leistung sowie damit verbunden, zu einem erhöhten (Kauf-) Risiko. Zudem entsteht aufgrund dessen beim Kunden oft eine falsche und übertriebene Erwartungshaltung gegenüber der zu erbringenden Dienstleistung. Neben der, aufgrund der Immaterialität schlecht einzuschätzenden Dienstleistung, entsteht u.a. ein Problem bei der Beurteilung der Qualität der Dienstleistung. Denn je höher der Grad der Immaterialität einer Dienstleistung ist, umso problematischer ist auch die Bewertung/ Messung dieser. Eine nähere Erläuterung der Dienstleistungsqualität (Kapitel 3.3) sowie der Messung dieser (Kapitel 4), erfolgt in den genannten Kapiteln.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in das Thema durch die Einführung von Studiengebühren und Darstellung des Zieles, die Dienstleistungsqualität in Universitäten messbar zu machen.
2 Die Universität: Definition der Universität als Non-Profit-Organisation und Analyse der Finanzierungsstrukturen sowie der Wettbewerbssituation.
3 Dienstleistung: Theoretische Abgrenzung und Definition von Dienstleistungen anhand spezifischer Charakteristika sowie Diskussion von Qualitätsbegriffen und Dimensionen.
4 Ansätze zur Messung von Dienstleistungsqualität: Darstellung und kritische Analyse verschiedener kundenorientierter und anbieterorientierter Messverfahren zur Qualitätsbestimmung.
5 Konzept zur Messung universitärer Dienstleistungsqualität: Vorstellung des eigenentwickelten TSQ-Ansatzes unter Einbeziehung von Tiefeninterviews und Faktorenanalyse.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Arbeit mit dem Fazit, dass Messverfahren nur hilfreich sind, wenn daraus nachhaltige Qualitätsverbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden.
Dienstleistungsqualität, Universität, Studiengebühren, Non-Profit-Organisation, Messkonzept, SERVQUAL, SERVPERF, Kundenorientierung, TSQ-Ansatz, Tiefeninterviews, Benchmarking, Qualitätssicherung, Leistungsdimensionen, Studenten, Dienstleistungsorganisation
Die Diplomarbeit untersucht, wie die Dienstleistungsqualität von Universitäten systematisch gemessen werden kann, nachdem durch die Einführung von Studiengebühren ein Perspektivwechsel stattgefunden hat, bei dem Studenten verstärkt als Kunden agieren.
Die zentralen Felder umfassen das Dienstleistungsmarketing für NPOs, die Charakteristika von universitären Lehr- und Serviceleistungen sowie Methoden zur Erfassung von Kundenzufriedenheit und Servicequalität.
Das Ziel ist die Entwicklung einer Konzeption (den sogenannten TSQ-Ansatz) zur Messung der universitären Dienstleistungsqualität, um diese transparent und vergleichbar zu machen.
Der Autor nutzt Literaturanalysen zur Theoriebildung, kombiniert mit qualitativen Tiefeninterviews bei Fachschaftsvertretern, um relevante Dimensionen zu identifizieren und modellhaft zu operationalisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung von Dienstleistungsmerkmalen, eine kritische Würdigung gängiger Messverfahren und die Herleitung eines eigenen Messmodells für den universitären Betrieb.
Schlüsselbegriffe sind Dienstleistungsqualität, Universität, Studiengebühren, TSQ-Ansatz, Kundenzufriedenheit, Servicemanagement und Qualitätsmessung.
Der TSQ-Ansatz („Teach-Serv-Quality“-Ansatz) definiert Dienstleistungsqualität als gewichtete Summe aus Lehrqualität und Servicequalität, um die spezifischen Anforderungen an eine Universität abzubilden.
Das externe Benchmarking soll Vergleiche zwischen verschiedenen Universitäten ermöglichen, um durch ein Ranking monetäre Anreize für eine verbesserte Dienstleistungsqualität zu schaffen.
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