Diplomarbeit, 2008
126 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
2 Human Capital
2.1 Historische Entwicklungen des Personalwesens
2.1.1 Der Bürokratieansatz
2.1.2 Taylorismus
2.1.3 Fordismus
2.1.4 Human-Relations-Ansatz
2.1.5 Kybernetik
2.1.6 Weitere Ansätze
2.2 Human Resources / Human Resources Management
2.3 Human Capital / Human Capital Management
2.4 Grundeinstellungen im ‚Human Capital Management‘
2.4.1 HC-Management Maxime
2.4.2 Realisierung eines HCM
2.5 Wissenskapital im Unternehmen
2.6 Erfolgsfaktor Human Capital
3 Weiche (Führungs-) Kompetenzen
3.1 Kompetenz(en)
3.2 Soziale Kompetenz
3.2.1 Kommunikative Fähigkeiten
3.2.2 Kooperationsfähigkeit / Teamfähigkeit
3.2.3 Personale Kompetenz
3.2.4 Zwischenmenschliche Kompetenz
3.2.5 Achtung vor dem Anderen
3.2.6 Vertrauen
3.2.7 Solidarität
3.2.8 Konfliktmanagement/Konfliktfähigkeit
3.3 Emotionale Intelligenz
3.4 Einflüsse der ‚emotionalen Intelligenz‘
4 Führung
4.1 Systemtheorie und Führung
4.2 Motivation durch ‚Sinn‘
4.3 Vertrauen
4.4 Lob und Anerkennung
4.5 Werteorientierte Führung
4.6 Kommunikation
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Führungsverhalten, Mitarbeitermotivation und Unternehmenserfolg. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie weiche Führungskompetenzen gezielt eingesetzt werden können, um das Humankapital zu fördern und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu steigern.
2.1.2 Taylorismus
Frederick Winslow Taylor (1856 – 1915), der Begründer des Scientific Management, trennte auf der Suche nach dem „one best way“, der optimalen Ausführung von Arbeit, die körperliche und geistige Arbeit strukturell voneinander. Die übergeordnete Zielsetzung ist dabei „die Steigerung der menschlichen Arbeitskraft“.
Dabei geht Taylor von einem zweigeteilten Menschenbild aus und nimmt an, „dass Arbeiter von Natur aus faul sind und nur durch finanzielle Anreize motiviert werden können“. Währenddessen gehört der von ihm bezeichnete ‚ideale Mensch‘ der leitenden Klasse an und weist, im Gegensatz zum Arbeiter, andere Eigenschaften auf. Seiner Vorstellung nach ist der ‚ideale Mensch‘ eher „nüchtern, sparsam und fleißig, gebildet, aufrichtig, höflich und strebsam.“
Taylor hatte die Vorstellung, dass sich Organisationen (die auch aus Menschen bestehen), wie Maschinen genau und optimal konstruieren lassen. Dieses Denken spiegelt sich darin, die menschliche Arbeitsleistung in PS zu messen.
Desweiteren strebt er eine Machtverteilung zugunsten des Managements an. Wobei sich das Management „das gesamte Wissen über Arbeits- und Produktionsprozeß[e] systematisch“ aneignen sollte, um bestimmen zu können, wann und wie Arbeiten auszuführen sind.
Durch die Zergliederung der einzelnen Arbeitsschritte und der neuen Zusammensetzung nach „technisch-ökonomischen Kriterien“ sollte eine Standardisierung bei gleichzeitiger Arbeitsteilung vorgenommen werden.
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Menschen als zentralen Erfolgsfaktor in Unternehmen dar und erläutert die Gliederung der Arbeit in drei Kernabschnitte.
2 Human Capital: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Personalwesens und definiert Human Capital sowie Human Capital Management als strategische Potenziale zur Wertsteigerung.
3 Weiche (Führungs-) Kompetenzen: Hier werden soziale Kompetenzen und emotionale Intelligenz als essenzielle Fähigkeiten für Führungskräfte definiert, um auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen.
4 Führung: Dieses Kapitel analysiert Führungsprozesse unter Anwendung der Systemtheorie und betont die Bedeutung von Sinnstiftung, Vertrauen und Kommunikation für ein erfolgreiches Beziehungsmanagement.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Mitarbeiter als Wissensträger ganzheitlich zu betrachten sind und Führung als zirkuläre Interaktion auf dem Fundament von Vertrauen und Sinnorientierung beruht.
Human Capital, Human Capital Management, Personalführung, weiche Kompetenzen, soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz, Wissenskapital, Mitarbeiterbindung, Führungstheorien, Systemtheorie, Motivation, Unternehmenserfolg, Sinnstiftung, Vertrauen, Kommunikation
Die Arbeit untersucht, wie das Humankapital eines Unternehmens durch weiche Führungskompetenzen gezielt gefördert werden kann, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.
Zu den Schwerpunkten gehören das Human Capital Management, die Entwicklung von Führungstheorien, soziale Kompetenzen und die Bedeutung emotionaler Intelligenz im Führungsalltag.
Die Arbeit analysiert, wie sich Führungsverhalten auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter auswirkt und welche Komponenten weicher Führungskompetenzen für den Unternehmenserfolg entscheidend sind.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert, um Zusammenhänge zwischen Führung, Motivation und organisatorischem Erfolg herzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Human-Capital-Ansätze, die Untersuchung weicher Kompetenzen wie sozialer Intelligenz und die Anwendung systemtheoretischer Modelle auf die moderne Mitarbeiterführung.
Zentrale Begriffe sind Human Capital, Wissenskapital, emotionale Intelligenz, Sinnstiftung und zirkuläre Führung.
Das Modell der trivialen Maschine dient als Kontrastfolie, um zu verdeutlichen, dass Menschen keine berechenbaren Automaten sind, sondern komplexe Systeme, die individuell motiviert und geführt werden müssen.
Obwohl die Formel versucht, Humankapital ökonomisch zu bewerten, wird festgestellt, dass ein Mensch nie vollständig in eine mathematische Kennzahl gepresst werden kann; Führung bleibt daher eine ganzheitliche Aufgabe.
Sinn wird als stärkster Motivator identifiziert; Führungskräfte haben die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Mitarbeiter ihren persönlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg erkennen können.
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