Examensarbeit, 2009
40 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Situationsanalyse und Handlungsbedarf an der GGS
1.1. Ausgangssituation an der GGS.
1.2. Handlungsbedarf
1.3. Zielformulierung
Theoretischer Hintergrund und Begriffsklärung
1.4. Allgemeine Überlegungen zur SCHILF
1.5. Verschiedene Methoden zur SCHILF
1.6. Möglichkeiten und Chancen einer SCHILF
1.7. Der Begriff „Fachkompetenz“
1.8. Wesentliche Elemente des Inhaltsbereiches 5 „Bewegen an Geräten – Turnen“
Konzeption und Verlauf der SCHILF
1.9. Gestaltung der schulinternen Lehrerfortbildung
1.9.1. Organisatorische Rahmenbedingungen
1.9.2. Inhaltliches und methodisches Vorgehen
Durchführung der SCHILF
1.10. Einleitung
1.11. Hauptteil
1.12. Schlussteil
Evaluation der SCHILF
Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie eine schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) fachfremde Lehrkräfte dabei unterstützen kann, im Sportunterricht – speziell im Bereich „Bewegen an Geräten – Turnen“ – notwendige Fachkompetenz aufzubauen, Sicherheitsbedenken abzubauen und den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten.
Unfälle und Unfallursachen
Schülerinnen und Schüler verletzen sich im Turnen am meisten bei Stützsprüngen und beim Bodenturnen. Etwa 30 % der Turnunfälle ereignen sich beim Sprung über ein Gerät. Beim Turnen an den Großgeräten ist vor allem der Abgang unfallträchtig.
Die Landung nach einem Sprung über ein Gerät ist der Unfallschwerpunkt im Turnen. Die Schülerinnen knicken um oder stürzen. Prellungen und Fraktionen sind häufige Verletzungen bei diesen Unfällen. Die Ursachen sind ungeeignete Matten, z.B. Weichböden oder eine schlechte Mattenauslage (Stolperstellen). Oft liegt es aber auch an einem fehlerhaften Bewegungsablauf (fehlerhafte erste Flugphase, falsche Armhaltung in der Stützphase) oder einer fehlerhaften Landetechnik. Eine mögliche Ursache kann zudem eine schwache und untrainierte Fuß- und Beinmuskulatur sein.
Eine weitere stark unfallbelastete Phase bei den Stützsprüngen ist der Stütz. Verletzungen der Finger- und Handgelenke sowie der Unterarmknochen sind häufige Folgen. Als Ursache kann eine unzureichende Körperspannung und Armstützkraft genannt werden. Auch liegt es oft an einer fehlenden oder unzureichenden Hilfestellung.
Beim Abgang vom Gerät, vor allem vom Barren und Reck, verletzen sich Schülerinnen und Schüler in der Regel bei der Landung oder sie bleiben am Gerät hängen und stürzen. Die Ursachen sind meist mangelhaftes Beherrschen der Bewegungsfertigkeit und unzureichende Armkraft. Das zu späte Lösen des Griffs z.B. am Stufenbarren oder ungeeignete Matten (Weichboden statt Niedersprungmatte) sind mögliche Ursachen. Wie auch beim Stützsprung kann unzureichende oder falsche Hilfestellung zu Unfällen führen.
Obwohl es zu den primären Aufgaben des Helfen und Sicherns gehört, Unfälle zu vermeiden, verletzen sich häufig Schülerinnen und Schüler trotz oder bei der Hilfe- und Sicherheitsstellung. Mögliche Ursachen sind mangelhaftes Beherrschen der Helferfertigkeiten, fehlende Konzentration der Helfenden, fehlende Kenntnis der Helfenden über den Bewegungsablauf und die Gefahrenstellen einer turnerischen Bewegung, unerwartete und unkoordinierte Reaktion des Turnenden, fehlende konditionelle und koordinative Voraussetzung des Helfenden oder die Angst des Helfenden vor Verletzungen.
Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Mangel an qualifizierter Sportförderung an Grundschulen und leitet daraus die Notwendigkeit einer schulinternen Lehrerfortbildung ab.
Situationsanalyse und Handlungsbedarf an der GGS: Dieses Kapitel stellt die Ausgangslage im Kollegium dar, identifiziert durch eine Befragung spezifische Defizite und formuliert daraus die Teilziele der Fortbildung.
Theoretischer Hintergrund und Begriffsklärung: Hier werden didaktische Grundlagen der Lehrerfortbildung, der Begriff der Fachkompetenz sowie Anforderungen des Lehrplans für den Bereich Turnen erläutert.
Konzeption und Verlauf der SCHILF: Das Kapitel dokumentiert die Planung, inklusive organisatorischer Rahmenbedingungen, methodischer Entscheidungen und Sicherheitskonzepte.
Durchführung der SCHILF: Es folgt eine detaillierte Dokumentation des praktischen Ablaufs der Fortbildung, angefangen bei der Einführung bis hin zur Präsentation der erarbeiteten Ergebnisse.
Evaluation der SCHILF: Die Ergebnisse werden reflektiert und anhand der „Zielscheiben-Methode“ sowie der Rückmeldungen der Kolleginnen bewertet.
Resümee und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert den Erfolg der Fortbildungsmaßnahme und gibt einen Ausblick auf potenzielle zukünftige Themengebiete.
Schulinterne Lehrerfortbildung, SCHILF, Sportunterricht, Grundschule, Fachkompetenz, Geräteturnen, Sicherheitsförderung, Bewegungsförderung, Didaktik, Helfen und Sichern, Unterrichtsentwicklung, Großgeräte, Lehrerqualifikation, Handlungskompetenz, Gerätekombinationen.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, Durchführung und Evaluation einer schulinternen Lehrerfortbildung (SCHILF) für fachfremde Grundschullehrkräfte im Sportbereich „Bewegen an Geräten – Turnen“.
Im Zentrum stehen die Sicherheitsförderung, der sachgerechte Aufbau und Einsatz von Großgeräten sowie die Vermittlung von grundlegenden Hilfestellungen beim Turnen.
Das Hauptziel ist es, die Handlungskompetenz der Kolleginnen im Bereich Turnen zu erweitern, Ängste vor dem Geräteeinsatz abzubauen und somit den Schülern vielfältigere Bewegungserfahrungen zu ermöglichen.
Es wurde eine praxisorientierte Interventionsmethode gewählt, die auf Bedarfsanalysen (Fragebögen), theoretischem Input und aktiver Gruppenarbeit basiert.
Der Hauptteil deckt die theoretischen Sicherheitsgrundlagen ab, dokumentiert die methodische Planung und beschreibt die Durchführung der Fortbildung sowie die anschließende Evaluation.
Schlüsselaspekte sind Fachkompetenz, Sicherheit, Lehrerfortbildung, Turnen, Unterrichtsqualität und Handlungsorientierung.
Da Geräteturnen oft als gefährlich wahrgenommen wird, dient die Aufklärung über Unfallursachen und die Vermittlung von Sicherheitsstrategien dazu, die Hemmschwelle für einen aktiven Sportunterricht zu senken.
Der Erfolg wurde mittels der „Zielscheiben-Methode“ evaluiert, bei der die Teilnehmerinnen ihren persönlichen Kompetenzzuwachs visuell und verbal einschätzten.
Ein wichtiger Aspekt ist die frühzeitige Einbeziehung der Schüler in den Auf- und Abbau der Geräte, um deren eigene Sachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein zu fördern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

