Bachelorarbeit, 2024
33 Seiten, Note: 3,0
Einführung & Methodik
1. Theoretische Grundlagen
1.1. Foucaults „Andere Räume“
1.2. Strukturanalyse
2. Historisches: Das Motiv des Bergwerks in der Romantik
2.1. Warum Bergwerke?
2.2. Das Erhabene in Naturdarstellungen
3. Kontext zum Werk „Die Bergwerke zu Falun“
4. Analyse
4.1. Heterotopien
4.1.1. Die romantische Infektionsheterotopie
4.1.2. Feste
4.1.3. Schiffe & Spiegel
4.1.4. Bergwerke & das Reich der Bergkönigin
4.2. Raumanalyse auf Basis der Figuren
4.2.1. Torbern
4.2.2. Ulla Dahlsjö
4.2.3. Pehrson Dahlsjö
4.2.4. Die Bergkönigin
4.2.5. Elis Fröbom
5. Fazit
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die räumliche Struktur in E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Die Bergwerke zu Falun". Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse der Ober- und Unterwelt, ihre Trennung sowie die Art und Weise, wie sie durch Figuren und Gegenstände miteinander verknüpft oder voneinander isoliert werden.
4.1.1. Die romantische Infektionsheterotopie
Im Gegensatz zu den von Foucault genannten Beispielen für Heterotopien ist die Infektionsheterotopie nicht greifbar und nicht in der Welt außerhalb der Literatur zu finden. Das macht sie zu einem eher abstrakten Konzept. Dennoch ist ihr Wirken im Verlauf der Handlung, nicht zu leugnen. Es ist Torbern, der den Protagonisten mit Erzählungen über die Schätze der Minen „infiziert“. Obwohl Elis zunächst abweisend reagiert und Vorurteile nach dem Vorbild Senecas in sich trägt, sprechen ihn die Worte des Bergmanns so sehr an, dass er bald davon überzeugt ist, dass er von Kindheit an für ein Leben im Bergwerk bestimmt ist.
Es folgt ein Hin und Her zwischen den beiden Polen, wobei Elis die Idee, als Bergmann zu arbeiten, zunächst ablehnt, dann aber mit Freude aufnimmt. Dieser Wechsel wird im Text mehr als nur einmal vollzogen.
Die Infektionsheterotopie wird in dieser Arbeit als Konstrukt mehrerer anderer Heterotopien gesehen, die in den folgenden Kapiteln näher beleuchtet werden. Klar ist, dass die „Infektion“ durch mehrere Visionen und das wiederholte Auftauchen Torberns vorangetrieben wird, bis Elis schließlich vollständig in den „anderen“ Raum abgleitet. Elis selbst bezeichnet seine Traurigkeit als infektiös.
Einführung & Methodik: Definition des Forschungsziels und Vorstellung der methodischen Ansätze von Foucault, Tetzlaff und Barthes zur Analyse der Erzählung.
1. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Foucaultschen Konzepte und des strukturalistischen Ansatzes zur Analyse der Texte.
2. Historisches: Das Motiv des Bergwerks in der Romantik: Untersuchung der historischen Bedeutung des Bergbaus in der Literatur und des Konzepts des Erhabenen.
3. Kontext zum Werk „Die Bergwerke zu Falun“: Einbettung der Erzählung in den literarischen Kontext und Identifikation der Inspiration durch reale Leichenfunde.
4. Analyse: Detaillierte Untersuchung der Heterotopien und Raumanalyse der zentralen Figuren im Werk.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Erkenntnisgewinn über die Durchdringung der Räume.
6. Ausblick: Reflexion über die Anwendbarkeit der Heterotopie-Theorie auf literarische Texte und Identifikation von Forschungslücken.
E. T. A. Hoffmann, Die Bergwerke zu Falun, Heterotopie, Infektionsheterotopie, Michel Foucault, Raumtheorie, Romantik, Strukturanalyse, Elis Fröbom, Bergwerk, Bergbau, Erhabenes, Literaturwissenschaft, Literaturanalyse, Narration.
Die Bachelor-Arbeit analysiert die räumliche Organisation in E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Die Bergwerke zu Falun" und untersucht die Trennungen sowie Überschneidungen zwischen der Oberwelt und der Unterwelt des Bergwerks.
Zentrale Themen sind die Anwendung von Foucaults "Andere Räume", das romantische Motiv des Bergwerks, die Theorie des Erhabenen sowie die Analyse der Erzählstruktur mittels Strukturalismus.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Räume im Text konstruiert sind, welche Funktion sie für die Protagonisten haben und wie sie die Handlung sowie das Schicksal der Figuren beeinflussen.
Es wird eine Kombination aus der Heterotopie-Theorie von Michel Foucault, dem Konzept der Infektionsheterotopie von Stefan Tetzlaff und der Strukturanalyse nach Roland Barthes verwendet.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen als auch eine detaillierte Analyse der im Text vorhandenen Heterotopien (Feste, Schiffe, Bergwerke) und eine raumtheoretische Untersuchung der Hauptfiguren durchgeführt.
Wichtige Schlüsselwörter sind E.T.A. Hoffmann, Heterotopie, Infektionsheterotopie, Raumtheorie, Romantik, Strukturanalyse und Bergbau-Metaphorik.
Torbern fungiert als geheimnisvolle Leitfigur und Torwächter, der den Protagonisten Elis erst in seinem "Anderen" überzeugt und ihn quasi in das Reich der Bergkönigin "infiziert".
Ulla repräsentiert die irdische Welt, das menschliche Glück und die Hoffnung, während die stumme, bedrohliche Bergkönigin das Reich des Unbewussten, des Metalls und das Schicksal des Todes symbolisiert.
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