Bachelorarbeit, 2023
28 Seiten
Einführung und Motivation für das Thema
1. Methode
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Sprachenporträt und qualitative Forschung
2.2. Kategorien nach Kuckartz und Rädiker
2.3. Programmiersprachen und deren Eigenschaften
2.3.1. Grundlegende Definitionen
3. Forschungsstand
3.1. Lewis, 2014, Chen, 2018
3.2. Chakraborty, 2021 & Reboucas, 2016
3.3. Meyerovich, 2013 & Oladipo, 2016
3.4. Favre, 2011
3.5. Naz, 2015
3.6. Brusilovsky, 1997, Feldgen, 2004 & Eckerdal, 2005
4. Probeinterview & Erkenntnisse
5. Die Gewährspersonen
6. Analyse der Sprachenporträts und Interviews
6.1. Die Sprachenporträts
6.2. Allgemeine Aussagen zu PS
6.2.1. Syntax, Semantik, Pragmatik
6.3. Wahrnehmung von PS als Sprache
6.3.1. Präferenzen von PS
6.4. Das Erlernen der PS & Motivationen zum Erlernen
6.4.1. PS und Mathematik & Prozedurales Denken
6.4.2. Frauen beim Erlernen von PS & Frauen in der Technik
6.5. Berufsfeld Informatiker:In
6.5.1. Dialekte bei PS
6.5.2. Arbeit mit PS und mit Kolleg:Innen
6.6. PS im privaten Sektor
6.7. Natürliche Sprachen
7. Reflexion
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das subjektive Sprachempfinden von Informatiker:Innen hinsichtlich ihrer Wahrnehmung von Programmiersprachen. Ziel ist es zu ergründen, ob diese als genuine Sprachen innerhalb des Repertoires wahrgenommen werden und welche Einflüsse Ausbildung, Berufsfeld und Vorerfahrungen auf diesen Prozess haben.
6.3. Wahrnehmung von PS als Sprache
GWP1 nimmt Programmiersprachen als Sprachen in ihrem Repertoire wahr und ordnet sie den Händen zu, weil „eine Programmiersprache sprichst du ja quasi nicht“ (Transkript GWP1, Zeile 77.). GWP2 hat Programmiersprachen nicht mit ins Sprachenrepertoire aufgenommen, während des Interviews erklärt sie, dass sie Kommunikation mit dem Computer ähnlich wie mit Menschen sieht.
„Aber ich hätte Programmieren da jetzt nie so wirklich gesehen, als wie: ich rede mit dem Computer, also ich rede schon auch manchmal mit dem Computer, weil ich ihn beschimpfe, weil er nicht macht was ich will oder sowas, oder mich wundere was er gerade macht. Aber ja, gerade das Programmieren habe ich jetzt nicht wirklich als Kommunikation gesehen. Also wenn ich mit dem Computer kommuniziere, mache ich es genauso mit, keine Ahnung, ich haue drauf, ich schrei ihn an (lacht).“ (Transkript GWP2, Zeile 22f)
Sprache und Kommunikation wird hier eher als tatsächliches Sprechen und Körperkontakt gesehen, selbst wenn es um die Maschine geht. Bei der Nachfrage, inwieweit Programmiersprachen nicht eigentlich Kommunikation mit dem Computer ermöglichen, erklärt GWP2, dass der Computer nur das ausführt, was GWP2 ihm in Form eines Programms gebaut hat, sollte etwas schief dabei gehen, benennt sie sich selbst als Fehlerquelle und nicht den Computer (Vgl. Transkript GWP2, Zeile 6771.). Die Maschine wird von GWP2 also nicht als kommunizierende Entität gesehen, von GWP1 jedoch schon.
Einführung und Motivation für das Thema: Darstellung der Forschungslücke im Bereich der soziolinguistischen Wahrnehmung von Programmiersprachen und Zielsetzung der Bachelorarbeit.
1. Methode: Beschreibung des qualitativen Vorgehens mittels Sprachenporträts nach Brigitta Busch und anschließender geführter Interviews mit drei Informatiker:Innen.
2. Theoretische Grundlagen: Definition soziolinguistischer Begriffe wie Sprachrepertoire und qualitative Forschung im Kontext von Programmiersprachen.
3. Forschungsstand: Überblick über existierende Studien zu Programmiersprachen, kognitiven Lernstilen und dem Einfluss von sozialen Faktoren in der Informatik.
4. Probeinterview & Erkenntnisse: Analyse des Testinterviews hinsichtlich der Verständlichkeit der Aufgabenstellung und Anpassung des Interview-Leitfadens.
5. Die Gewährspersonen: Kurze Vorstellung der zwei zentralen Informatiker:Innen und deren akademischen sowie beruflichen Hintergrunds.
6. Analyse der Sprachenporträts und Interviews: Ausführliche Auswertung der Daten zu Wahrnehmung, Lernprozessen, Geschlechterrollen und Berufsalltag.
7. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der gewählten Methodik und dem Verlauf der Datenerhebung.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich des prozeduralen Denkens und der Rolle von Software-Sprachen sowie Vorschläge für weitere Forschung.
Sprachenporträt, Informatiker:Innen, Programmiersprachen, qualitative Sozialforschung, Soziolinguistik, prozedurales Denken, Sprachwahrnehmung, Syntax, Pragmatik, Frauen in der Technik, Community-Support, Berufsfeld, Sprachenrepertoire, Kommunikation, Sprachaneignung.
Die Arbeit untersucht aus soziolinguistischer Sicht, wie Menschen, die im IT-Bereich tätig sind, Programmiersprachen kognitiv einordnen und ob sie diese als Sprachen im klassischen Sinne wahrnehmen.
Die zentralen Felder sind die Wahrnehmung von Programmiersprachen, die Bedeutung von prozeduralem Denken, die Rolle der Community (z.B. Stack Overflow) sowie der Einfluss des Geschlechts auf den Zugang zur Technik.
Die Hauptfrage lautet: Inwiefern nehmen Menschen aus dem IT-Bereich Computer-Code als Sprache wahr?
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf der Methode des "Sprachenporträts" nach Brigitta Busch basiert, ergänzt durch leitfadengestützte Interviews und eine anschließende qualitative Inhaltsanalyse.
Der Hauptteil befasst sich mit der Differenzierung von Syntax, Semantik und Pragmatik bei Code, der Bedeutung des "prozeduralen Denkens" als Lernvoraussetzung sowie den Unterschieden in der professionellen Kommunikation.
Wichtige Begriffe sind Sprachenporträt, Software-Linguistik, prozedurales Denken, IT-Berufsfeld und soziolinguistische Wahrnehmung.
Beide interviewten Personen identifizierten eine spezifische Art des logischen, schrittweisen Vorgehens als essenziell, um Programmiersprachen zu meistern, wobei dies als erlernbare kognitive Kompetenz des Informatik-Berufs beschrieben wird.
Während eine Person den Computer als direktes Gegenüber mit kommunikationsähnlichen Zügen beschreibt, sieht die zweite Person den Computer primär als Werkzeug, bei dem Fehler zu 100% beim Anwender liegen, nicht bei der Maschine.
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