Bachelorarbeit, 2020
50 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Theoretischer Rahmen
ER
Konzeptualisierung der intrapersonalen ER
Konzeptualisierung der interpersonalen ER
Methoden
Suchstrategie
Selektionskriterien
Ergebnisse
Überblick über die Studien
Effekte von ER
Effekte der intrapersonalen ER
Effekte der interpersonalen ER
Diskussion
Einfluss der Methoden
Einfluss der ER
Limitationen und Implikationen für zukünftige Forschung
Praktische Implikationen
Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, einen umfassenden Überblick über die Einflüsse von intra- und interpersonaler Emotionsregulation am Arbeitsplatz zu geben und die methodischen Ansätze zur Erhebung dieser Ebenen systematisch zu vergleichen und zu bewerten.
Konzeptualisierung der intrapersonalen ER
Prozessmodell der ER. Die elementare Behauptung dieses Input-Output-Modells (Gross, 1998a) lautet, dass sich ER-Strategien darin unterscheiden, wann der erste Kontakt im Emotionsgenerierungsprozess geschieht (Gross, 2002). Nach Gross (1998a) gibt es zwei Möglichkeiten Emotionen zu regulieren: „Antecedent- and Response-Focused Emotion Regulation“ (Gross, 1998a, S. 225) (Form der ER). Die Richtung der ER (amplify, suppress) und unterschiedliche Basisemotionen (z.B. Schuld, Scham, Ärger, Freude) spielen bei der ER laut Côté et al. (2008) zusätzlich eine wichtige Rolle.
Der Ansatz antecedent-focused (vorausgehend) beschreibt die Situation, dass die Emotionen bereits reguliert werden bevor diese ausgelöst werden (Gross, 1998a). Antecedent-focused ER-Strategien beziehen sich auf alle Reaktionen, die vor einer emotionalen Antwort stattfinden und unser Verhalten verändern (Gross, 2002). Es gibt mehrere Strategien, die zu diesem Ansatz zählen: „situation selection, situation modification, attention deployment and cognitive change“ (Gross, 1998b, S. 281) (Situationsselektion, Situationsmodifikation, Aufmerksamkeitsentwicklung und kognitive Veränderung). Tabelle 1 erklärt die einzelnen ER-Strategien und stellt ein Beispiel im Arbeitskontext dar. Eine potentiell emotionsauslösende Situation in eine nicht-emotionale Situation zu verwandeln, wird als reappraisal definiert (Gross, 1998a). Hier wird die eigene Meinung bezüglich einer vorliegenden Situation verändert, um deren emotionalen Einfluss zu verringern (Gross, 2002). Durch diese Strategie erleben Individuen laut Gross (1998a) mehr positive Emotionen. Zusammenfassend manipuliert eine antecedent-focused ER den aufgenommenen Input einer Person (Côté & Morgan, 2002). Die response-focused (reaktionsorientiert) ER beinhaltet die Unterdrückung einer emotionalen Antwort, obwohl sich bereits eine Emotion entwickelt hat (Gross, 1998a).
Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Forschungsfeld der Emotionsregulation am Arbeitsplatz ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die theoretische Relevanz der Untersuchung.
Theoretischer Rahmen: Hier werden das Prozessmodell der Emotionsregulation und die Theorie des Emotional Labor dargelegt, um das Konstrukt der intra- und interpersonalen Emotionsregulation wissenschaftlich zu fundieren.
Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Kriterien, nach denen 15 relevante Studien für den Review ausgewählt wurden.
Ergebnisse: Zusammenfassung der Studienergebnisse bezüglich der Effekte von Emotionsregulation auf Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung und weitere arbeitsbezogene Variablen.
Diskussion: Dieses Kapitel kritisiert die methodischen Vorgehensweisen der aktuellen Forschung und diskutiert die Limitationen sowie Implikationen für die zukünftige Wissenschaft und Praxis.
Fazit: Abschließende Zusammenfassung der zentralen Befunde und ein Ausblick auf den Bedarf an neuen, interpersonalspezifischen Messinstrumenten.
Emotion, Emotionsregulation, individuell, intrapersonal, interpersonal, Team, Arbeitsplatz, Reappraisal, Suppression, Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung, Emotional Labor, Prozessmodell.
Die Arbeit befasst sich mit dem systematischen Review von Forschungsergebnissen zur Emotionsregulation am Arbeitsplatz, wobei ein besonderer Vergleich zwischen der individuellen und der Teamebene gezogen wird.
Die Arbeit deckt die theoretische Konzeptualisierung der Emotionsregulation, deren Auswirkungen auf arbeitspsychologische Konstrukte sowie die Analyse und Kritik der bisher verwendeten Erhebungsmethoden ab.
Das Hauptziel ist die Darstellung der Einflüsse von intra- und interpersonaler Emotionsregulation am Arbeitsplatz sowie der Vergleich der Methoden zur Erhebung dieser beiden Ebenen.
Es wurde ein systematischer Review durchgeführt, bei dem 15 ausgewählte Studien aus Datenbanken wie Web of Science und PSYNDEX mittels einer strukturierten Literatursuche und Schneeballmethode analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Literatursuche, die Präsentation der Studienergebnisse anhand von Tabellen und die kritische Diskussion der Befunde.
Die zentralen Begriffe sind Emotionsregulation, intrapersonale und interpersonale Ebene, Arbeitszufriedenheit, emotionale Erschöpfung sowie die Strategien Reappraisal und Suppression.
Die Arbeit identifiziert, dass Strategien wie Reappraisal positiv mit der Arbeitszufriedenheit korrelieren, während die Unterdrückung von Emotionen häufig negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat.
Diese Unterscheidung ist notwendig, da die bisherige Forschung methodisch stark auf individuelle Prozesse fokussiert war, während dynamische zwischenmenschliche Interaktionen am Arbeitsplatz speziellerer Ansätze und Erhebungsinstrumente bedürfen.
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