Diplomarbeit, 2009
80 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Grundlagen des Zusammenhangs zwischen investororientierter Rechnungslegung und Kapitalmarkt
2.1 Stand der Forschung
2.1.1 Konzepte und Theorien zum Zusammenhang zwischen investororientierter Rechnungslegung und Kapitalmarkt
2.1.2 Evidenz zum Zusammenhang zwischen investororientierter Rechnungslegung und Kapitalmarkt
2.1.3 Evidenz zum Einfluss der Darstellungsart der Abschlüsse auf Investoren
2.2 Konzeptionelle Anforderungen von Investoren an Abschlüsse
2.2.1 Überblick über wissenschaftliche Methoden zur Ableitung von Anforderungen an Abschlüsse
2.2.2 Auswahl der deduktiv-logischen Methode zur Ableitung der konzeptionellen Anforderungen von Investoren an Abschlüsse
3. Darstellung des IASB/FASB-Diskussionspapiers „Preliminary Views on Financial Statement Presentation“
3.1 Entstehungsgeschichte des Diskussionspapiers
3.2 Anwendungsbereich des Diskussionspapiers
3.3 Zweck und Ziele des Diskussionspapiers
3.4 Prinzipien der Darstellung von Abschlüssen
3.4.1 Prinzip der zusammenhängenden Darstellung der Abschlussbestandteile
3.4.2 Prinzip der Aufgliederung von Informationen in einzelne Kategorien und Unterkategorien
3.5 Geplante Änderungen der einzelnen Abschlussbestandteile
3.5.1 Bilanz
3.5.2 Gesamtergebnisrechnung
3.5.3 Kapitalflussrechnung
3.5.4 Anhang
4. Konzeptionelle Analyse des IASB/FASB-Diskussionspapiers „Preliminary Views on Financial Statement Presentation“ aus Investorensicht
4.1 Überprüfung der Grundsätze für investororientierte Abschlüsse
4.1.1 Prognoseeignung
4.1.2 Disaggregation
4.1.3 Glaubwürdigkeit
4.1.4 Stetigkeit und Vergleichbarkeit
4.1.5 Verständlichkeit
4.1.6 Wesentlichkeit
4.2 Überprüfung der konkreten inhaltlichen Anforderungen an bewertungsrelevante investororientierte Abschlüsse
4.3 Kritische Würdigung des Diskussionspapiers
5. Schlussbetrachtung
5.1 Thesenförmige Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, das IASB/FASB-Diskussionspapier „Preliminary Views on Financial Statement Presentation“ einer kritischen Analyse aus der Sicht von Investoren zu unterziehen. Dabei wird untersucht, ob die vorgeschlagenen Änderungen zur Darstellung der Abschlüsse die Anforderungen der Investoren an entscheidungsnützliche Informationen erfüllen und welche Konsequenzen dies für bilanzierende Unternehmen hat.
3.4.1 Prinzip der zusammenhängenden Darstellung der Abschlussbestandteile
Die drei Abschlussbestandteile Bilanz, Gesamtergebnisrechnung und Kapitalflussrechnung sollen nach den gleichen Kriterien strukturiert werden. Dazu werden einzelne Posten eines Abschlussbestandteils ausgehend von der Bilanz (vgl. DP 2.29) unterschiedlichen Kategorien (Sections) und Unterkategorien (Categories) zugeordnet (vgl. DP 2.22). Die einzelnen Kategorien werden eingeteilt in Geschäftstätigkeit (Business), Finanzierung (Financing), Ertragsteuern (Income Taxes), aufgegebene Geschäftsbereiche (Discontinued Operations) und Eigenkapital (Equity) (vgl. DP 2.19-2.22). Die Kategorie Business wird zusätzlich in die Unterkategorien operative Tätigkeit (Operating) und Investitionstätigkeit (Investing) unterteilt (vgl. DP 2.19). Im Folgenden wird als Oberbegriff für die Begriffe Kategorien und Unterkategorien die Bezeichnung Rubrik verwendet. Vermögenswerte (Assets) und Schulden (Liabilities) werden zuerst in der Bilanz einer der Rubriken zugeordnet. Erträge, Aufwendungen und Cash-Flows, die im Zusammenhang mit Änderungen von Vermögenswerten und Schulden stehen, werden dann innerhalb der Gesamtergebnisrechnung und Kapitalflussrechnung in jener Rubrik erfasst, in der die zugrunde liegenden Vermögenswerte oder Schulden in die Bilanz eingeordnet wurden. Folglich ist die Einordnung der Posten in die Bilanz deterministisch für die Einordnung der Posten in die anderen beiden Abschlussbestandteilen (vgl. DP 2.29). Die folgende Übersicht zeigt, wie die drei Abschlussbestandteile zukünftig nach den Vorschlägen des IASB einheitlich und zusammenhängend gegliedert werden sollen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, die Entstehung des IASB/FASB-Diskussionspapiers und den Aufbau sowie die Forschungsfragen der Diplomarbeit.
2. Grundlagen des Zusammenhangs zwischen investororientierter Rechnungslegung und Kapitalmarkt: Hier werden theoretische und empirische Erkenntnisse zum Informationsgehalt der Rechnungslegung diskutiert und Anforderungen von Investoren deduktiv abgeleitet.
3. Darstellung des IASB/FASB-Diskussionspapiers „Preliminary Views on Financial Statement Presentation“: Dieses Kapitel beschreibt die Hintergründe, Zielsetzungen und die geplanten strukturellen Änderungen an Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang gemäß dem Diskussionspapier.
4. Konzeptionelle Analyse des IASB/FASB-Diskussionspapiers „Preliminary Views on Financial Statement Presentation“ aus Investorensicht: Es erfolgt eine kritische Prüfung, inwieweit die Vorschläge die Anforderungen an Prognoseeignung, Vergleichbarkeit und Transparenz aus Sicht des Investors erfüllen.
5. Schlussbetrachtung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse thesenförmig zusammengefasst und ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf sowie die praktische Umsetzung gegeben.
IASB, FASB, Preliminary Views on Financial Statement Presentation, Investororientierte Rechnungslegung, Kapitalmarkt, Entscheidungsnützlichkeit, Ergebnisspaltung, Management Approach, Disaggregation, Überleitungsrechnung, Prognoseeignung, Vergleichbarkeit, Finanzberichterstattung, Bilanzierung, Cash-Flow.
Die Arbeit analysiert kritisch das IASB/FASB-Diskussionspapier „Preliminary Views on Financial Statement Presentation“ hinsichtlich seiner Eignung, die Entscheidungsnützlichkeit von Abschlüssen für Investoren zu erhöhen.
Die Arbeit behandelt die konzeptionellen Grundlagen der Rechnungslegung, die Ableitung von Investorenanforderungen, die Analyse der vorgeschlagenen Gliederungsprinzipien und deren Auswirkungen auf die Abschlussqualität.
Das primäre Ziel ist eine kritische Würdigung der geplanten Änderungen am IFRS-Abschluss aus der Sicht eines Investors, um Schwachpunkte zu identifizieren und Standardsetzern Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt hauptsächlich eine deduktiv-logische Methode, um die Anforderungen von Investoren an die Rechnungslegung abzuleiten und die geplanten Standards normativ zu beurteilen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Präsentation der neuen Strukturvorschläge des IASB und eine anschließende konzeptionelle Analyse dieser Neuerungen anhand von Kriterien wie Prognoseeignung, Glaubwürdigkeit und Vergleichbarkeit.
Die Arbeit fokussiert sich auf Konzepte wie den Management Approach, Disaggregation, Prognoseeignung und die direkte Methode der Kapitalflussrechnung.
Die Arbeit kritisiert den Management Approach als potenziellen Schwachpunkt, da dieser den Unternehmen zu große Ermessensspielräume lässt, die zu einer verzerrten Darstellung und verringerten Vergleichbarkeit führen könnten.
Die Einführung einer Überleitungsrechnung zwischen der Kapitalflussrechnung und der Gesamtergebnisrechnung wird als ein wesentlicher, positiver Beitrag zur Transparenz und Prognoseeignung gewürdigt.
Die direkte Methode wird befürwortet, weil sie im Vergleich zur indirekten Methode verständlicher ist und weniger Spielraum für Ermessensentscheidungen bietet, die den Informationsgehalt mindern könnten.
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