Diplomarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1. Definition der Borderline-Störung nach dem Fachlexikon der sozialen Arbeit
2.2. Geschichte des Begriffs
2.3. Die Diagnose der Borderline Persönlichkeitsstörung in der ICD-10
2.4. Häufigkeit der Störung in der Bevölkerung
3. Mögliche Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.1. Genetische Faktoren
3.2. Unsichere und ungesunde Bindungen an Bezugspersonen
3.3. Traumatische Erlebnisse
4. Verlaufs- und Äußerungsformen
4.1. Der Verlauf der Störung
4.2. Äußerungsformen
4.2.1. Vermeidung von Verlassenwerden
4.2.2. Instabile zwischenmenschliche Beziehungen und Schwarz-Weiß-Denken
4.2.3. Instabilität des Selbstbildes und der Selbstwahrnehmung
4.2.4. Selbstschädigende Aktivitäten und Süchte
4.2.5. Suizidales Verhalten und Selbstverletzungen
4.2.6. Affektive Instabilität
4.2.7. Chronische Leere
4.2.8. Wut
4.2.9. Paranoide Vorstellungen und Dissoziation
5. Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen
5.1. Verhaltenstherapie und Verhaltensanalyse
5.2. Übertragungsfokussierte psychodynamische Therapie
5.3. Traumatherapie
5.4. Kreative Elemente
5.5. Medikamentöse Behandlung
5.6. Heilungschancen
5.7. Die Recovery-Bewegung
6. Handlungsfelder der Sozialen Arbeit
6.1. Definition sozialer Arbeit
6.2. Die Versorgungseinrichtungen
6.2.1. Stationäre Versorgung
6.2.2. Tageskliniken
6.2.3. Wohn- und Rehabilitationseinrichtungen
6.2.4. Ambulante Versorgung
6.3. Tätigkeitsfelder der sozialen Arbeit
6.3.1. Krankenhaussozialarbeit
6.3.2. Vernetzung und Wiedereingliederung
6.3.3. Selbsthilfegruppen und Internetportale
6.3.4. Öffentlichkeitsarbeit
6.3.5. Angehörigenarbeit
6.4. Prävention
6.5. Grenzen der sozialen Arbeit
6.6. Sozialarbeiterische therapeutische Möglichkeiten
6.6.1. Die Wichtigkeit einer guten Therapeut-Patient-Beziehung
6.6.2. Systemische Gesprächsführung
6.6.3. Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)
7. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Entstehung, Verlaufsformen und Behandlungsmöglichkeiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) mit einem besonderen Fokus auf die Handlungsfelder und therapeutischen Potenziale der Sozialen Arbeit. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern Sozialarbeiter neben Psychologen einen Beitrag zur Genesung leisten können und wie Betroffene durch hoffnungsvolle, ressourcenorientierte Ansätze besser in ihrem Alltag unterstützt werden können.
4.2.1. Vermeidung von Verlassenwerden
„(1) Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind“ (DSM-IV).
Viele Borderline-Betroffene wollen das Bedürfnis nach Geborgenheit, Nähe und Versorgung, das ihnen als Kleinkind nicht genügend vermittelt wurde, ausgleichen. Gleichzeitig haben sie Angst, eine andere Person zu verlieren oder negative Eigenschaften an ihr zu entdecken (vgl. Reinert 2004, S. 195). Da sie zutiefst daran zweifeln, dass sie wirklich liebenswerte und beziehungsfähige Menschen sind, haben sie neben ihrer Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe große Angst vor Verletzungen und Enttäuschungen. Es fällt ihnen schwer, zu vertrauen, immer wieder drängen sich Misstrauen und Unsicherheit in ihre Gedanken.
Aus diesem Grund kommt es dazu, dass sie in Beziehungen ein Verhaltensmuster zeigen, das von Kontrolle, ständiger Rückversicherung, Klammern und Bestätigungssucht geprägt ist. Geringfügige Anlässe wie beispielsweise ein kritischer Unterton oder ein falscher Blick und sogar misstrauische Vorstellungen können ausreichen, um Verunsicherungen auszulösen. Partnerschaften von Borderline-Betroffenen sind somit häufig von Kontrolle gekennzeichnet. Bemüht sich der Partner um Eigenständigkeit, kann dies der Betroffenen abwerten, indem er eine Opferposition einnimmt oder dem Partner vorwirft, er sei egoistisch.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Borderline-Persönlichkeitsstörung als komplexe psychische Erkrankung und reflektiert die Motivation der Verfasserin, die Chancen auf Genesung und die Rolle der Sozialen Arbeit zu untersuchen.
2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die Störung anhand klinischer Kriterien, betrachtet ihre historische Entwicklung und beleuchtet die Prävalenz der BPS in der Bevölkerung.
3. Mögliche Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Es wird die Wechselwirkung zwischen genetischen Anlagen, frühen Bindungserfahrungen und traumatischen Erlebnissen als multifaktorielles Entstehungsmodell der Störung analysiert.
4. Verlaufs- und Äußerungsformen: Hier werden die spezifischen DSM-IV-Kriterien der Borderline-Störung, wie Instabilität, suizidales Verhalten und Wut, detailliert und anhand von Fallbeispielen erläutert.
5. Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen: Das Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Therapieverfahren sowie medikamentöse Ansätze und betont die Bedeutung der Hoffnung und der Recovery-Bewegung für die Heilung.
6. Handlungsfelder der Sozialen Arbeit: Hier wird das Spektrum der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Borderline-Patienten in Kliniken, Wohneinrichtungen und bei der Prävention praxisnah dargelegt.
7. Schlussbetrachtung: Die Autorin zieht ein Fazit über die vielfältigen Möglichkeiten sozialarbeiterischen Handelns und unterstreicht die Relevanz einer hoffnungsvollen Haltung in der therapeutischen und psychosozialen Begleitung.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, Sozialarbeit, Traumatherapie, Dialektisch-Behaviorale Therapie, Bindungserfahrung, Psychische Störung, Recovery-Bewegung, Suizidalität, Selbstverletzung, Angehörigenarbeit, Resilienz, Systemische Beratung, Persönlichkeitsentwicklung, Stigmatisierung, Lebensqualität
Die Arbeit befasst sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung und der Frage, wie die Soziale Arbeit zur Genesung und Lebensbewältigung der Betroffenen beitragen kann.
Die Themen umfassen die Entstehung der Störung (Genetik/Trauma), klinische Symptombilder, diverse Therapiemöglichkeiten sowie die Rolle der Sozialen Arbeit in verschiedenen Versorgungskontexten.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten der sozialen Unterstützung aufzuzeigen und der häufigen Annahme, BPS sei unheilbar, durch Studien und positive Therapieergebnisse entgegenzuwirken.
Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse bestehender klinischer Studien, Klassifikationssysteme (ICD-10, DSM-IV) und fachspezifischer Erkenntnisse aus der Sozialpädagogik.
Neben der Entstehung (Traumata, Bindungen) werden vor allem die Äußerungsformen (Selbstverletzung, Instabilität) und spezifische Ansätze wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie und systemische Gesprächsführung analysiert.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, Sozialarbeit, Recovery, Psychotherapie, Trauma und Resilienz sind die prägenden Begriffe.
Angehörige sind oft stark belastet und benötigen selbst Entlastung sowie Informationen, um den Betroffenen ohne Überforderung stützend zur Seite stehen zu können.
Das Konzept ist entscheidend, da es den Fokus weg vom reinen Defizitblick hin zur Hoffnung und zur persönlichen Genesung lenkt, was die Suizidrate positiv beeinflussen kann.
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