Bachelorarbeit, 2023
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Abgrenzung
1.4 Überblick
2. Nachhaltiges Lieferkettenmanagement
2.1 Definition der wichtigsten Begriffe
2.1.1 Lieferketten und Lieferkettenmanagement
2.1.2 Nachhaltigkeit
2.1.3 Nachhaltiges Lieferkettenmanagement
2.2 Bestandteile von Lieferketten
2.3 Strategien und Konzepte für nachhaltige Lieferketten
2.3.1 Circular Supply Chain
2.3.2 Substitution kritischer Rohstoffen
2.3.3 Strategische Frühaufklärung
2.3.4 Supplier Code of Conduct (SCoC)
2.3.5 Entwicklung einer Menschenrechtsstrategie
2.3.6 Ökologische Gewinn- und Verlustrechnung und Grüne Logistik
2.4 Standards, Initiativen und Gesetze
2.4.1 Standards
2.4.2 Initiativen
2.4.3 Gesetze
2.4.4 Sonstiges
2.4.5 Implementierung von Umwelt- und Sozialstandards
2.4.6 Implementierung des Lieferkettengesetzes (LkSG)
2.5 Istzustand in Unternehmen und den (globalen) Lieferketten
2.6 Zusammenfassende Darstellung
3. Aufbau einer nachhaltigen Lieferkette
3.1 Beschaffung und Einkauf
3.2 Transport und Lagerhaltung
3.2.1 Nachhaltiges Transportmanagement
3.2.2 Nachhaltiges Lagerhausmanagement
3.2.3 Nachhaltiges Verpackungsmanagement
3.3 Entsorgung und Abfallbeseitigung
3.4 Kreislaufwirtschaft
3.5 Supply Chain Finance
3.6 Integration digitaler Trends
3.6.1 Kognitive Supply Chain
3.6.2 Wirkungen und Folgen digitaler Trends auf die Nachhaltigkeit von Supply Chains
3.7 Vorteile und Auswirkungen nachhaltig gestalteter Lieferketten
3.8 15M-Architektur der Supply-Strategie
3.8.1 Grundlagen
3.8.2 Beispiele
3.9 Zusammenfassende Darstellung
4. Nachhaltigkeit in Lieferketten am Beispiel der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche
4.1 Charakteristika der Branche
4.2 Branchenstrukturanalyse anhand des Five-Forces-Modell
4.2.1 Grundlagen des Konzeptes
4.2.2 Branchenanalyse der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche
4.3 Ansätze für eine nachhaltigere Textillieferkette
5. Bewertung vorgestellter Maßnahmen und Ansätze anhand nachhaltiger Kriterien
5.1 Vorgehensweise bei der Bewertung
5.2 Identifikation und Gewichtung der Bewertungsindikatoren
5.3 Durchführung der Bewertung
5.3.1 Kognitive Supply Chain
5.3.2 Circular Supply Chain
5.3.3 Supplier Code of Conduct (SCoC)
5.3.4 15M-Architektur der Supply-Strategie
5.4 Darstellung der Ergebnisse
6. Planung und Aufbau einer nachhaltigen Lieferkette
6.1 Tools und Wissensplattformen
6.2 Konzeptentwurf eines Leitfadens
6.3 Wissensplattformen
7. Diskussion
7.1 Interpretation der Ergebnisse
7.2 Beantwortung der Leitfragen
7.3 Qualität der Datenbestände und kritische Reflexion des eigenen Vorgehens
8. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, fundiertes Wissen über nachhaltiges Lieferkettenmanagement bereitzustellen und einen praxisorientierten Leitfaden zu entwickeln, der insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beim Aufbau einer ökologisch und sozial vertretbaren Supply Chain als Hilfestellung dient.
2.3.4 Supplier Code of Conduct (SCoC)
Allgemein betrachtet stellt ein Supplier Code of Conduct ein präventives Mittel dar, um potenziell auftretende Risiken im Kontext der Lieferantenbeziehungen zu verhindern bzw. abzuschwächen. Lieferanten bekennen sich hierfür zu ausgewählten Grundsätzen und verpflichten sich zu daraus abgeleiteten Maßnahmen aus den Bereichen Compliance oder Nachhaltigkeit. Ein SCoC enthält demnach Compliance- und Nachhaltigkeitsziele, die die Lieferanten zu erfüllen haben. Zu beachten ist, dass ein solcher Code of Conduct für alle Lieferanten gleichermaßen verpflichtend ist, weshalb bei der Formulierung alle Lieferantenbeziehungen eines Unternehmens beachtet werden sollten. Ins Detail kann bei der Gestaltung der Bekenntnisse jedoch nicht gegangen werden, sodass spezifische Anforderungen an gewisse Lieferanten separat ausgewiesen werden müssen, was die Komplexität erhöht.
Aus Lieferantensicht hingegen ist ein Supplier Code of Conduct mit noch deutlich höheren Schwierigkeiten verbunden, da ein Lieferant in der Regel mehrere Unternehmen beliefert und jedes dieser einen anderen SCoC auslegt. Daher sieht sich ein Lieferant mitunter widersprüchlichen Anforderungen ausgesetzt. Als eine Art der Konsolidierung bietet es sich deshalb an, auf etablierte SCoC, die bspw. von Verbänden entwickelt wurden, Bezug zu nehmen. Die Compliance Initiative des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) stellt einen solchen Kodex zur Verfügung. Wird dieser bei der Code of Conduct Erstellung einbezogen, lässt sich nicht nur der Aufwand reduzieren, der mit der Prüfung unterschiedlicher Textierungen verbunden wäre. Zusätzlich trägt es zur Vereinfachung und Förderung der Anerkennung von Nachhaltigkeits- und Complianceprogrammen bei.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik globaler Lieferketten ein, erläutert die Relevanz des Lieferkettensorgfaltsgesetzes und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodische Abgrenzung.
2. Nachhaltiges Lieferkettenmanagement: Hier werden zentrale Begriffe definiert, das Konzept der drei Säulen der Nachhaltigkeit erläutert sowie verschiedene Strategien, Konzepte, Standards und Gesetze für ein nachhaltiges Management vorgestellt.
3. Aufbau einer nachhaltigen Lieferkette: In diesem Teil werden konkrete Bestandteile wie Beschaffung, Einkauf, Logistik, Entsorgung und digitale Trends analysiert und deren Beitrag zu einer nachhaltigen Supply Chain dargelegt.
4. Nachhaltigkeit in Lieferketten am Beispiel der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche: Es erfolgt eine spezifische Analyse der Textilbranche unter Anwendung des Five-Forces-Modells, um darauf aufbauend branchenspezifische Nachhaltigkeitsansätze zu diskutieren.
5. Bewertung vorgestellter Maßnahmen und Ansätze anhand nachhaltiger Kriterien: Dieses Kapitel widmet sich der methodischen Bewertung der zuvor vorgestellten Konzepte mittels gewichteter Indikatoren über die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.
6. Planung und Aufbau einer nachhaltigen Lieferkette: Hier wird ein konkretes Vorgehensmodell für Unternehmen entwickelt, das durch Tools wie z.B. die Nachhaltigkeitslandkarte und den KMU Kompass ergänzt wird.
7. Diskussion: Dieser Abschnitt interpretiert die erzielten Ergebnisse und reflektiert kritisch das gewählte methodische Vorgehen bei der Bewertung sowie die Qualität der genutzten Datenquellen.
8. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der Forschungsergebnisse sowie einer Einschätzung der zukünftigen Entwicklung nachhaltiger Lieferketten ab.
Nachhaltiges Lieferkettenmanagement, Sustainable Supply Chain, Green Supply Chain, Supplier Code of Conduct, Kreislaufwirtschaft, Circular Supply Chain, 15M-Architektur, Lieferkettensorgfaltsgesetz, EP&L, Nachhaltigkeitsrisiken, KMU, Compliance, Digitalisierung, Ressourcenmanagement, CSR.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Gestaltung nachhaltiger Lieferketten, wobei besonderer Wert auf die Herausforderungen und Lösungsansätze für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelegt wird.
Die Arbeit behandelt Themen wie das Lieferkettensorgfaltsgesetz, die Implementierung von Umwelt- und Sozialstandards, die Circular Supply Chain, digitale Trends in der Logistik sowie die strategische 15M-Architektur im Einkauf.
Das primäre Ziel ist die Bereitstellung von fundiertem Wissen über nachhaltiges Lieferkettenmanagement sowie die Entwicklung eines praktischen Leitfadens für den Aufbau solcher Strukturen in KMU.
Zur Bewertung der verschiedenen Maßnahmen und Konzepte wurde ein qualitatives Punktesystem angewendet, das auf spezifischen Bewertungsindikatoren in den Kategorien Ökonomie, Ökologie und Soziales basiert.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen, bewährte Strategien zur Nachhaltigkeit, eine Branchenanalyse am Beispiel der Textilindustrie sowie eine detaillierte Bewertung und ein Konzeptentwurf für den Aufbau einer nachhaltigen Lieferkette erläutert.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Nachhaltiges Lieferkettenmanagement, Circular Supply Chain, 15M-Architektur, Lieferkettensorgfaltsgesetz und KMU.
Die Landkarte unterstützt Unternehmen dabei, die verschiedenen Wertschöpfungsbereiche aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Perspektive zu betrachten und die Intensität der nachhaltigen Maßnahmen pro Bereich festzulegen.
Die 15M-Architektur bietet einen modularen Aufbau, der schrittweise in die Unternehmensprozesse integriert werden kann, was es KMU erleichtert, trotz begrenzter Ressourcen einen Einstieg in ein nachhaltiges Einkaufsmanagement zu finden.
Durch den Einsatz von KI und Internet of Things (IoT) lassen sich Prozesse wie Bestandsverwaltung und Produktion effizienter gestalten, was Ressourcen schont und Kosten senkt, die wiederum in weitere nachhaltige Maßnahmen investiert werden können.
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