Masterarbeit, 2024
88 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
1.1 Problembereich der Arbeit
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Trauerprozess
2.2 Coping-Strategien
2.3 Affektive Störungen
2.3.1 Depression
2.3.2 Posttraumatische Belastungsstörung
2.4 Spezifische Interventionen
2.4.1 Entspannungsverfahren
2.4.2 Achtsamkeitsverfahren
3 Das qualitative Forschungsprojekt
3.1 Methodische Verfahren der Studie
3.1.1 Der qualitative Forschungsansatz
3.1.2 Das qualitative Einzelinterview
3.1.3 Qualitative Auswertungsmethode
3.1.4 Der Grounded Theory Ansatz
3.2 Forschungsmethodisches Vorgehen und Begründung
3.2.1 Operationalisierung
3.2.2 Der Interviewleitfaden
3.2.3 Die Zielgruppe der Befragung
4 Vorstellung empirischer Ergebnisse
4.1 Kurzvorstellung des Konzepts zur Begleitung nach frühem Kindstod
4.2 Erkenntnisse vorab
4.3 Ergebnisse der Interviews
4.4 Erfolgsmessung
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion
5.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Trauerprozess verwaister Mütter nach einem frühen Kindstod und entwickelt aus den gewonnenen Erkenntnissen Handlungsmöglichkeiten für eine ganzheitliche psychologische Begleitung, die durch funktionelle körperliche Rückbildung ergänzt wird.
3.1.4 Der Grounded Theory Ansatz
Die Grounded Theory gehört den qualitativ sozialwissenschaftlichen Methoden an. Sie setzt sich typischerweise mit lebensweltlichen Phänomenen auseinander (Breuer et al., 2019, S. 2). Entwickelt wurde sie in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts von Barney Glaser und Anselm Strauss (1974) (Brüsemeister, 2008, S. 151). „Forschen als iterative Strategie“ kennzeichnet die Auswertungsmethode (Buber & Holzmüller, 2007, S. 33). Dies macht deutlich, dass man sich mit jenem Ansatz einem Prozess des ständigen Vergleichens annimmt (Glaser et al., 2008, S. 39, 109). „Die Methode zeichnet sich mehr durch Flexibilität der Vorgehensmöglichkeit aus als durch ein striktes Vorschriftenwesen“ (Breuer et al., 2019, S. 5).
Mit jedem Interview wird versucht, eine Art Mini-Muster in den Aussagen herauszukristallisieren. Anhand derer werden gewisse Kategorien gebildet, die in den darauffolgenden Interviews validiert werden. Sollte sich keine einheitliche Struktur herauskristallisieren, werden neue Kategorien formiert, die ebenfalls wieder geprüft werden. Am Ende sollten möglichst verschiedene Kategorien mit diversen Eigenschaften, d.h. Aspekten jener Kategorie, aus unterschiedlichen Perspektiven entwickelt und mit Aussagen der Interviews belegt werden.
1 Einleitung: Beschreibt die existenzielle Erschütterung durch einen frühen Kindstod und die Zielsetzung der Arbeit, ein Begleitkonzept für verwaiste Mütter zu entwickeln.
2 Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über Trauerprozesse, Coping-Strategien, affektive Störungen sowie Methoden der Entspannung und Achtsamkeit als Interventionsmöglichkeiten.
3 Das qualitative Forschungsprojekt: Erläutert die methodische Vorgehensweise anhand der Grounded Theory und die Durchführung von Experteninterviews mit betroffenen Frauen.
4 Vorstellung empirischer Ergebnisse: Präsentiert das entwickelte Kurskonzept und analysiert die Interviewergebnisse, wobei insbesondere die Rollen der Beziehungsorientierung und des Selbst hervorgehoben werden.
5 Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse im Kontext bestehender Studien und reflektiert kritisch die Möglichkeiten sowie Grenzen der qualitativen Forschung in diesem hochsensiblen Bereich.
Früher Kindstod, pränataler Verlust, peripherer Verlust, post-nataler Verlust, kritisches Lebensereignis, Bewältigungsstrategien, Trauerprozess, Trauerverarbeitung, individuelle Trauer der Mutter, Begleitung Betroffener, Grounded Theory, psychosoziale Unterstützung, Selbstfürsorge, Resilienz, Transformation.
Die Arbeit untersucht den Trauerprozess von Müttern nach einem frühen Kindstod und erarbeitet daraus Ansätze für eine unterstützende psychologische Begleitung.
Zentrale Aspekte sind der Umgang mit dem Verlust, der Bewältigungsprozess (Coping), die psychische Entlastung durch soziale Unterstützung sowie die Bedeutung einer ganzheitlichen Rückbildung.
Das Ziel ist es, durch qualitative Interviews Erkenntnisse über die Belastungen und Bedürfnisse verwaister Mütter zu gewinnen, um Orientierungshilfen für eine adäquate Begleitung zu schaffen.
Die Arbeit nutzt als qualitative Methode explorative, teilstrukturierte Einzelinterviews, die nach dem Ansatz der Grounded Theory ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt wissenschaftliche Trauermodelle, Strategien zur Stressbewältigung (Coping), affektive Störungen wie Depressionen und PTB sowie Interventionen wie Entspannungs- und Achtsamkeitsverfahren.
Die Arbeit ist geprägt durch Themen der psychologischen Resilienz, der Enttabuisierung des Kindstodes und der Suche nach Wegen zurück in einen gesunden Alltag.
Sie ist die Schlüsselkategorie der Studie: Die soziale Verbundenheit und der Austausch mit Gleichgesinnten erweisen sich als die bedeutendsten Faktoren für eine erfolgreiche Trauerbewältigung.
Betroffene Frauen benötigen einen geschützten Raum, in dem keine sozialen Barrieren herrschen und sie ihre Trauer ohne Tabuisierung oder Erwartungsdruck ausleben können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

