Diplomarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Schreibstil
2. Emotionen
2.1 Begriff
2.1.1 Emotion als intrapsychischer Zustand
2.1.2 Emotion als Funktion im Handlungsregulationssystem
2.1.3 Emotion als aus Interaktion kokonstruierte Funktion
2.2 Zusammenfassung
3. Emotionale Kompetenz
3.1 Begriff
3.2 Konzeptionelle Unterschiede und Ursprung der Konstrukte emotionaler Intelligenz und emotionaler Kompetenz
3.3 Komponenten emotionaler Kompetenz
3.3.1 Emotionswissen und –verständnis
3.3.2 Emotionsausdruck
3.3.3 Emotionsregulation
3.4 Emotionale Kompetenz und soziale Kompetenz
4. Emotionsregulation
4.1 Begriff
4.2 Entwicklung der Emotionsregulation
4.2.1 Entwicklungsbereiche der Emotionsregulation
4.2.2 Entwicklung der Emotionsregulation in verschiedenen Altersphasen
4.2.2.1 Entwicklung der Emotionsregulation im 1. Lebensjahr
4.2.2.2 Entwicklung der Emotionsregulation vom 2. -5. Lebensjahr
4.2.2.3 Entwicklung der Emotionsregulation im Grundschulalter
4.2.2.4 Entwicklung der Emotionsregulation im Jugendalter
4.2.3 Entwicklungsfaktoren und individuelle Unterschiede der Emotionsregulation
4.2.3.1 Familiäre Einflüsse
4.2.3.2 Körperliche Einflüsse und genetische Disposition
4.2.3.3 Kulturelle Einflüsse
5. Erkundungsstudie zum Zusammenhang von Emotionsregulation und Schulerfolg
5.1. Forschungsstand und Hypothesenbildung
5.2 Erhebungsinstrument (FEEL-KJ)
5.2.1 Inhalt und Aufbau
5.2.2 Gütekriterien
5.3 Akquirierung der Teilnehmer
5.4 Beschreibung der Stichprobe
5.5 Vorgehensweise bei der Durchführung der Erhebung
5.6 Formulierung der Hypothese
5.7 Auswertung
5.7.1 Vorgehensweise
5.7.2 Ergebnisse
5.7.2.1 Angegebene Häufigkeit der angewandten adaptiven und maladaptiven Strategien (gesamt)
5.7.2.2 Angegebene Häufigkeit der angewandten adaptiven und maladaptiven Strategien bei Wut, Angst und Trauer
5.7.2.3 Angegebene Häufigkeit der Anwendung einzelner Strategien
5.8 Zusammenfassung, Diskussion und Hypothesenüberprüfung
5.9 Kritische Betrachtung
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstrukt der Emotionsregulation als Teilfertigkeit emotionaler Kompetenz und erforscht deren Zusammenhang mit dem schulischen Erfolg von Kindern, wobei insbesondere die Rolle adaptiver versus maladaptiver Strategien bei der Bewältigung negativer Emotionen wie Wut, Angst und Trauer beleuchtet wird.
Emotion als intrapsychischer Zustand
„Eine Emotion ist ein qualitativ näher beschreibbarer Zustand, der mit Veränderungen auf einer oder mehreren der folgenden Ebenen einhergeht: Gefühl, körperlicher Zustand und Ausdruck.“ (Schmidt-Atzert, 1996, S. 21)
Diese Definition lässt vor allem in ihrem ersten Teil einen großen Interpretationsspielraum zu und ist insgesamt sehr offen formuliert. Holodynski und Friedlmeier (1999, S. 5) nennen sie als ein Beispiel für eine Definition, die den Schwerpunkt auf den strukturellen Aspekt von Emotionen legt, also auch auf die Frage, was gehört dazu: „… eine Emotion wird als spezifische Konfiguration von Formen (beziehungsweise von Strukturen) definiert, die man als Anzeichen für das Vorhandensein einer Emotion heranzieht. …“
Dabei umfasst das Gefühl (als Formaspekt) das subjektive Erleben (zugänglich über Selbstberichte), während der Körperzustand messbare (peripher-) physiologische Reaktionen beinhaltet (Blutdruck, Hautwiderstand, Hormonspiegel etc.). Eine erhöhte Durchblutung der peripheren Muskelgruppen gilt z.B. als körperbezogenes Anzeichen von Freude. Der Ausdruck beinhaltet wiederum expressiv oder instrumentell beobachtbare Verhaltensweisen (Holodynski und Friedlmeier 1999, S. 5).
Völlig ignoriert zugunsten des Formaspekts wird bei diesem Beispiel der Funktionsaspekt einer Emotion, wie durch eine weitere Definition schnell ersichtlich wird: „Emotion ist eine Episode zeitlicher Synchronisation aller bedeutender Subsysteme des Organismus, die fünf Komponenten bilden (Kognition, physiologische Regulation, Motivation, motorischer Ausdruck [motor expression] und Monitoring/Gefühl) und die eine Antwort auf die Bewertung eines externalen oder internalen Reizereignisses als bedeutsam für die zentralen Bedürfnisse und Ziele des Organismus darstellt.“ (Scherer, 1990, S. 6)
Auch bei dieser Definition existiert der Formaspekt, allerdings wird hier versucht auch dem Funktionsaspekt, also der Frage wozu Emotionen dienen und welche Funktion sie haben, Bedeutung zu verleihen. Dies geschieht, in dem ein Zusammenhang zwischen Emotionen und „zentralen Bedürfnissen und Zielen des Organismus“ hergestellt wird.
1. Einleitung: Einführung in die aktuelle Relevanz der Emotionsforschung und die Darlegung der Zielsetzung der Arbeit, den Zusammenhang zwischen Emotionsregulation und schulischem Erfolg zu explorieren.
2. Emotionen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Emotionsbegriff, der Differenzierung zwischen strukturalistischen und funktionalistischen Ansätzen sowie der Bedeutung der sozialen Interaktion.
3. Emotionale Kompetenz: Systematisierung des Konstrukts der emotionalen Kompetenz, Abgrenzung zur emotionalen Intelligenz und Darstellung der Teilkomponenten Wissen, Ausdruck und Regulation.
4. Emotionsregulation: Detaillierte Betrachtung des Begriffs der Emotionsregulation, ihrer Entwicklung in der Ontogenese sowie der wesentlichen Einflussfaktoren.
5. Erkundungsstudie zum Zusammenhang von Emotionsregulation und Schulerfolg: Präsentation der empirischen Untersuchung, der angewandten Methoden, der Ergebnisse zur Verwendung von Regulationsstrategien und der Diskussion der Resultate.
6. Fazit und Ausblick: Kritische Reflexion der Forschungsarbeit und Überlegungen zur praktischen Förderung emotionaler Kompetenzen im Bildungskontext.
Emotionsregulation, Emotionale Kompetenz, Schulerfolg, FEEL-KJ, Adaptive Strategien, Maladaptive Strategien, Entwicklungspsychologie, Emotionswissen, Emotionsausdruck, Sozialpädagogik, Emotionsforschung, Gefühlskonzepte, Bindungsqualität, Temperament, Kognitive Entwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen der Fähigkeit von Kindern, ihre Emotionen zu regulieren, und ihrem schulischen Erfolg.
Die Themenfelder umfassen theoretische Grundlagen von Emotionen, emotionale Kompetenz, die Entwicklung der Emotionsregulation bei Kindern und eine empirische Erkundungsstudie.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob ein Zusammenhang zwischen der häufigen Verwendung bestimmter Emotionsregulationsstrategien (adaptiv/maladaptiv) und der Jahresdurchschnittsnote besteht.
Es wurde eine quantitative Erkundungsstudie durchgeführt, in der der Fragebogen zur Erhebung der Emotionsregulation bei Kindern und Jugendlichen (FEEL-KJ) eingesetzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einbettung der Konzepte sowie die Durchführung, Auswertung und Diskussion der empirischen Studie.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Emotionsregulation, Schulerfolg, emotionale Kompetenz und entwicklungspsychologische Faktoren charakterisiert.
Das FEEL-KJ wurde als das zum Untersuchungszeitpunkt am besten geeignete, deutschsprachige Instrument zur Erfassung der spezifischen Emotionsregulationsstrategien ausgewählt.
Die Hypothese konnte statistisch nicht belegt werden, da die Unterschiede zwischen den Leistungsgruppen zu gering ausfielen; es konnten jedoch vorsichtige Tendenzen identifiziert werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

