Bachelorarbeit, 2009
58 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Einführung
2.1 Gesundheitskommunikation
2.1.1 Direkte, personale Kommunikation
2.1.2 Kommunikation durch Massenmedien
2.1.3 Kommunikation über das Internet
2.2 Virtuelle Gemeinschaften
2.3 Systematisierung virtuellen Gemeinschaften
2.4 Aspekte einer Gemeinschaft
2.4.1 Technologische Aspekten
2.4.2 Strategische Aspekten
2.4.3 Sozio-Ökonomische Aspekten
3. Virtuelle Patienten Communities
3.1 Teilnahmen Bedingungen
3.1.1 Anonymität
3.1.2 Authentizität
3.1.3 Datenschutz und Datensicherheit
3.1.4 Zugangsverfügbarkeit
3.2 Wie ruft man medizinische Information ab?
3.3 E-Patienten
3.3.1 e-Patienten in der Onkologie
3.4 Die Kategorien von e-Patienten
3.4.1 Die Gesunden
3.4.2 Die Akuten
3.4.3 Die Chronischen
3.5 Einige Statistische Daten
3.6 Virtuelle Patienten Communities als Marketing Instrument
3.7 Arzt - Patienten Beziehung und Kommunikation über Net
3.8 Psychologischer Aspekt
4. Erfolgsfaktoren
4.1 Besucher Frequenz und Auswertung von Web - Seiten
4.1.1 Web Analytics
4.1.2 Server-basierte Daten: Logdateianalyse
4.1.3 Client-basierte Daten
4.1.4 Methoden
4.1.5 Nutzung
4.1.6 Software
5. Vor- und Nachteile für e-Patienten
5.1 Vorteile:
5.2 Nachteile:
6. Rechtslage
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle virtueller Patienten-Communities im modernen Gesundheitswesen. Ziel ist es, den Mehrwert dieser Gemeinschaften für Patienten und Ärzte aufzuzeigen, die Erfolgsfaktoren für solche Online-Plattformen zu identifizieren und die psychologischen sowie rechtlichen Aspekte dieses wachsenden digitalen Phänomens kritisch zu beleuchten.
3.3.1 e-Patienten in der Onkologie
Jährlich erkranken mehr als 11 Millionen Menschen weltweit neu an Krebs, in Österreich etwa 36.000. Obwohl in letzten 2 Jahrzenten die Mortalitätsrate gesunken ist und die Krankheit seltener ein unausweichlicher Todesurteil ist, auslöst diese Diagnose bei Betroffenen einen lähmenden Schock. Für Betroffenen bedeutet das ständig einer Lebensgefahr ausgesetzt zu sein.
Es ist körperliches als auch psychisches Gleichgewicht betroffen. Die medizinische Behandlung, also chirurgische, radiologische und zytostatische Therapie, sind oft mit unangenehmen Nebenwirkungen verbunden, was Lebensqualität und Leistungsfähigkeit einschränkt. Krebserkrankung stellt eine starke psychische Belastung für den Erkrankten dar. Die ständige Angst vor einem Wachstum des Tumors und Streuung von Metastasen belasten verstärkt den Patienten. Auch die soziale Beziehungen und berufliche Möglichkeiten leiden darunter. Der Patienten verliert die Kontrolle über vieles in seinem Leben, und hat das Gefühl nicht an den existenziellen Entscheidungen teilhaben zu können. Diese Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit verstärken die Angst und Depression des Patients. (Schreiber & Gründel n.d.)
Wir Menschen verfügen über verschiedenen Mechanismen für Bewältigung von Krisen und Problemen. Manche Menschen bewältigen ein Problem in dem sie es verleugnen, bagatellisieren oder selektiv wahrnehmen. Andere jedoch setzen bewusst gesteuerte Bewältigungsmechanismen ein, wie Ablenkung, Sinngebung oder Informationssuche (Schreiber & Gründel n.d.). Der beste Platz um neue Information zu gewinnen und auch von anderen verstanden zu werden ist eine virtuelle Community. In einer Gemeinschaft versteht man einander mit welchen Problemen man täglich zu kämpfen hat und wie viel man Kraft benötigt um ein neuen Tag zu beginnen. In solchen Situationen des Lebens ist die Informationsgewinn für viele von existentialer Bedeutung. Experten meinen, dass nicht so sehr der Inhalt der Information von Wert ist, sonder das Informieren an sich (Jähn & Nagel 2003). Eigene Erkrankung und angewendeten Therapien zu verstehen gibt ihnen das Gefühl selbst etwas zur seiner Genesung zu tun und die Situation der Hilflosigkeit zu entfliehen. Es hat sich gezeigt, dass gerade intensive und problembewußte Beschäftigung mit der Krankheit im Internet ihnen neue Hoffnung und Mut gibt und dass dadurch auch die Lebensqualität steigt.
1. Einleitung: Beschreibt die Evolution von Gemeinschaften von ortsgebundenen Strukturen hin zu virtuellen Netzwerken im Cyberspace.
2. Einführung: Definiert die Grundlagen der Gesundheitskommunikation und klassifiziert virtuelle Gemeinschaften nach technologischen und sozioökonomischen Kriterien.
3. Virtuelle Patienten Communities: Analysiert die spezifischen Bedingungen, Motivationen und die Rolle von E-Patienten innerhalb digitaler Gemeinschaften, insbesondere bei chronischen Erkrankungen.
4. Erfolgsfaktoren: Untersucht mittels Web-Analytics und Umfragedaten die Determinanten, die den Erfolg und die Nutzerzufriedenheit von Patienten-Communities bestimmen.
5. Vor- und Nachteile für e-Patienten: Wägt den leichten Informationszugang und psychologische Unterstützung gegen Risiken wie Datenschutz und inhaltliche Widersprüche ab.
6. Rechtslage: Gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen der medizinischen Laieninformation und die Bemühungen zur Sicherung der Qualität in Österreich.
Virtuelle Gemeinschaften, E-Patienten, Gesundheitskommunikation, Arzt-Patienten-Beziehung, Online-Selbsthilfegruppen, Web Analytics, Datenschutz, Krankheitsbewältigung, Onkologie, Informationsaustausch, Cyber-Health, Community Building, E-Health, Soziale Netzwerke, Patienten-Empowerment.
Die Arbeit behandelt die Entstehung und Bedeutung von virtuellen Patienten-Communities als neue Form der sozialen Unterstützung und Informationsvermittlung im Gesundheitswesen.
Zentrale Themen sind die Gesundheitskommunikation, die veränderte Rolle des Patienten (E-Patient) sowie die Analyse von Erfolgsfaktoren für Online-Plattformen.
Ziel ist es zu ergründen, wie virtuelle Gemeinschaften Patienten bei der Krankheitsbewältigung unterstützen und wie sie das traditionelle Gesundheitswesen ergänzen können.
Es wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch die Auswertung von Web-Statistiken (Web Analytics) und den Vergleich mit bestehenden Umfrageergebnissen zum Nutzungsverhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Systematisierung virtueller Gemeinschaften, die Untersuchung von E-Patienten, deren Bedürfnisse, psychologische Aspekte sowie die technische Erfolgsmessung von Webseiten.
Die wichtigsten Begriffe sind E-Patienten, Gesundheitskommunikation, virtuelle Gemeinschaften, Datenschutz und Patienten-Empowerment.
Anonymität ermöglicht es Patienten, offen über tabuisierte oder schambehaftete Gesundheitsthemen zu sprechen, ohne soziale Stigmatisierung befürchten zu müssen.
Die Arbeit zeigt, dass informierte Patienten zunehmend als Partner in die Behandlung einbezogen werden, was die traditionell autoritative Arzt-Patienten-Beziehung hin zu einer partizipativen Form wandelt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

