Diplomarbeit, 2009
143 Seiten, Note: 1
Vorwort
I. EINLEITUNG
II. THEORETISCHER TEIL
II.1 Werte
II.1.1 Definition des Begriffs Wert
II.1.1.1 Begriffsabgrenzung Wert – Norm - Moral
II.1.2 Theoretische Ausgangspunkte
II.1.2.1 Das Wertstufenmodell
II.1.2.2 Wertlevel
II.1.2.3 Wertebenen
II.1.2.4 Zusammenfassende Überlegungen
II.1.3 Gesellschaftlicher Wertewandel
II.1.3.1 Gründe
II.1.3.2 Aktuelle Studie
II.1.4 Orte der Wertevermittlung
II.1.4.1 Familie
II.1.4.2 Kindergarten
II.1.4.3 Schule
II.1.5 Fernsehen als Ort der Werteübertragung oder Wertevermittlung ?
II.1.5.1 Technik als Voraussetzung
II.1.5.2 Charakteristika eines Mediums
II.1.5.3 Fernsehen als Sinnstifter
II.2 Konflikte
II.2.1 Definition des Begriffs Konflikt
II.2.2 Sozialwissenschaftliche Konflikttheorien
II.2.2.1 Die Konflikttheorie der Anerkennungstheorie Axel Honneths
II.2.2.2 Kritik
II.2.2.3 Zusammenfassende Überlegungen
II.2.3 Konfliktmerkmale
II.2.4 Konfliktursachen und -typen
II.2.5 Konfliktbewältigung
II.2.5.1 Mediation als Instrument der Konfliktregelung
II.2.5.2 Konflikt als Chance
II.2.6 Rolle der Medien
III. EMPIRISCHER TEIL
III.1 Die ARD/ORF-Erfolgsproduktion Lilly Schönauer
III.1.1 Öffentlich-rechtliches Fernsehen in Österreich
III.1.2 ORF-Gesetz (ORF-G)
III.1.2.1 Programmauftrag
III.1.2.2 Programmrichtlinien (P-RL)
III.1.3 Die Filme – der Untersuchungsgegenstand
III.1.3.1 Die Stimme des Herzens
III.1.3.2 Liebe hat Flügel
III.1.3.3 Umweg ins Glück
III.1.3.4 Liebe gut eingefädelt
III.1.3.5 Für immer und einen Tag
III.1.3.6 Und dann war es Liebe
III.1.4 Produktion
III.1.4.1 Kosten und Budget
III.1.4.2 Einschaltquoten und Marktanteile
III.1.5 Wohlfühlfernsehen
III.2 Analysemethode
III.3 Werte und Konflikte bei Lilly Schönauer
III.3.1 Die Stimme des Herzens
III.3.2 Liebe hat Flügel
III.3.3 Umweg ins Glück
III.3.4 Liebe gut eingefädelt
III.3.5 Für immer und einen Tag
III.3.6 Und dann war es Liebe
III.4 Ergebnis der empirischen Untersuchung
III.4.1 Werte
III.4.2 Konflikte
IV. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die fiktionale Liebesfilmreihe „Lilly Schönauer“ im Hinblick auf den darin vermittelten Werte- und Konfliktgehalt. Ziel ist es, durch eine strukturierte Filmanalyse zu bestimmen, welche moralischen Botschaften und Konfliktmuster in dieser Fernsehproduktion dominieren und wie diese in den gesellschaftlichen Kontext eingebettet sind.
II.1.5.3 Fernsehen als Sinnstifter
Es bleibt schlussendlich noch offen, was vom Medium Fernsehen vermittelt werden soll, welchen Wert wir kommunizieren wollen. Dafür lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit.
Das Fernsehen gilt im Allgemeinen als das Medium der Nachkriegszeit, als Fenster zur Welt, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten bot, die Möglichkeit der Kommunikation. „Der gewichtigste Anlass für die Einführung von Massenmedien bestand zunächst in der Vergrößerung des Adressatenkreises aktueller Mitteilungen“, schreibt Klaus Merten in seiner Evolution der Kommunikation und geht damit in der Entwicklungsgeschichte der Massenmedien einige Stufen zurück. Bei Merten gelten seit der Erfindung der Druckkunst im Jahr 1455 durch den Buchdrucker Johannes Gutenberg die einzelnen Flugblätter und Flugschriften als erstes klassisches Massenkommunikationsmedium. Sie erfüllten dessen ursprünglichen Sinn und dienten zur Befriedigung der Neugierde, die ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen darstellt. Die schnelle und regelmäßige Übermittlung von aktuellen Informationen stand also zunächst im Mittelpunkt des Interesses, sowohl bei den Rezipienten, als auch bei den Produzenten.
Doch schon von Beginn an lässt sich eine Abhängigkeit des Einzelnen von der Berichterstattung erkennen. Darin werden nämlich Nachrichten von Ereignissen gesammelt, gesichtet und veröffentlicht, ein Prozedere, das niemand kontrollieren kann. Diese Abhängigkeit verstärkt sich natürlich mit dem Aufkommen weiterer Medien immens. Verfolgt man Mertens Faden der Medienevolution weiter, so geschieht parallel zur Entwicklung immer neuer Medien auch eine Differenzierung der Inhalte. Anfangs unterschied man zwischen Nachricht und Kommentar, nach und nach kamen Formen wie zum Beispiel das Interview, fiktionale Elemente oder Unterhaltungsformate hinzu. Springt man in die Gegenwart zurück so sieht sich der Mediennutzer heutzutage einer Flut von Medienangeboten gegenüber gestellt, regelrechten Informations- und Unterhaltungsindustrien, die alle dem Prozess des Selektierens sowie Strukturierens von Inhalten bzw. von beliebiger Realität unterworfen sind, was letztendlich damals wie heute bewirkt, dass Medien Wirklichkeiten konstruieren, sowohl unter sachlichen, als auch unter zeitlichen Aspekten.
I. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema Werte und Konflikte sowie Darlegung des Untersuchungsgegenstandes der Liebesfilmreihe „Lilly Schönauer“.
II. THEORETISCHER TEIL: Theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen Konzepten zu Werten, Konflikten und der Rolle der Medien bei deren Vermittlung.
III. EMPIRISCHER TEIL: Anwendung der Analysemethode auf die Filmreihe, inklusive detaillierter Darstellung der Handlungsstrukturen und der daraus abgeleiteten moralischen Maximen.
IV. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und der empirischen Ergebnisse zur moralischen Botschaft der untersuchten TV-Reihe.
Werte, Konflikte, Lilly Schönauer, Fernsehen, Wertevermittlung, Sozialisation, Medienwirkungsforschung, Moral, Anerkennungstheorie, Konfliktbewältigung, Spielfilm, Gesellschaftswandel, Kommunikation, Ethik, Inhaltsanalyse
Die Diplomarbeit untersucht die ARD/ORF-Liebesfilmreihe „Lilly Schönauer“ auf ihren Gehalt an Werten und Konflikten und analysiert, wie das Fernsehen diese Themen für das Publikum aufbereitet.
Die Arbeit verknüpft soziologische Theorien über Werte und Konflikte mit der Filmanalyse von fiktionalen Unterhaltungsformaten im Fernsehen.
Es soll geklärt werden, welche moralischen Maximen und Konfliktmuster in den untersuchten Filmen dominieren und inwieweit diese die gesellschaftliche Realität widerspiegeln oder als Orientierungshilfe dienen.
Es wird eine Kombination aus einer strukturalistischen Plotanalyse aus der Narratologie und Kategorien aus der Grounded Theory angewandt, um filmische Inhalte systematisch zu reduzieren und moralische Botschaften freizulegen.
Der Fokus liegt auf der Analyse von sechs ausgewählten Folgen von „Lilly Schönauer“, wobei insbesondere das Verhalten der Charaktere, Normverletzungen und deren Folgen für die Entwicklung der Personen betrachtet werden.
Werte, Konflikt, Mediensoziologie, Moral, Sozialisation und Inhaltsanalyse sind die zentralen Begriffe.
In allen untersuchten Episoden wird das Lügen bzw. das Verschweigen von Informationen als moralisch verwerflich dargestellt, das stets Konsequenzen nach sich zieht und meist zu Konflikten führt, die erst nach der Aufdeckung der Wahrheit gelöst werden.
Die „wahre Liebe“ nimmt den obersten Stellenwert ein und fungiert als zentraler Anker; sie ist der Grund, warum Charaktere ihr bisheriges Verhalten hinterfragen und sich letztlich moralisch korrekt entscheiden.
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