Bachelorarbeit, 2024
43 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Optionen
2.1 Grundlagen von Optionen
2.2 Optionsbepreisung
2.2.1 Volatilität
2.2.2 Binomialmodell
2.2.3 Black-Scholes-Modell
3 Hedging
3.1 Grundlagen zum Hedging
3.2 Optionsstrategien
3.2.1 Protective Put
3.2.2 Collar
3.3 Delta-Hedging
3.3.1 Delta allgemein
3.3.2 Binomialmodell
3.3.3 Black-Scholes-Modell
4 Implementation
5 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Hedging von Aktienrisiken durch Optionen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Delta-Hedging aus der Sicht von Privatanlegern. Ziel der Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen der Optionsbewertung und Hedging-Strategien darzulegen sowie deren praktische Anwendbarkeit und Effektivität mittels einer Excel-Implementation für ausgewählte US-Aktien zu evaluieren.
3.3.1 Delta allgemein
Eine fortgeschrittene Hedging-Strategie, die meist von institutionellen Händlern und Investmentbanken verwendet wird, aber auch von Privatanlegern verwendet werden kann, ist das Delta-Hedging (Chen, Delta Hedging: Definition, How It Works, and Example, 2021).
Die Grundidee des Delta-Hedging geht bis in die frühen 1900er Jahre zurück, die hier behandelte stetige Form ist auf die Entwicklungen von Black & Scholes zurückzuführen (Haug, 2007, S. 16-17).
Namensgebend ist hierbei die Sensitivitätskennzahl (oft auch: Optionsgrieche) Delta. Bevor auf die verschiedenen Herleitungen und Anwendungen in den jeweiligen Bepreisungsmodellen eingegangen werden kann, muss nun das Delta und dessen Funktionsweise beim Hedging definiert werden.
Grundsätzlich ist das Delta als Maßzahl für die Veränderung des Optionspreises bei einer Änderung um eine Geldeinheit des Aktienkurses zu verstehen. Beispielhaft ausgedrückt bedeutet dies, dass ein Call, der ein Delta von 0,3 besitzt, sich um 0,3 € ändert, wenn sich die zugrundeliegende Aktie um 1 € bewegt. (Hull, 2019, S. 504). Das Delta hat einen Wertebereich von 0 – 1 bei Calls, und -1 bis 0 bei Puts. Die Geldnähe spielt hierbei eine wichtige Rolle. So besitzen Optionen, die am Geld liegen ein Delta von +/-0,5, je weiter sie im Geld liegen, desto mehr nähert sich das Delta an +/-1 an. Analog gilt, dass das Delta kleiner wird, je weiter sie aus dem Geld liegen (Passarelli, 2012, S. 29). Darüber hinaus kann das Delta auch als Wahrscheinlichkeit, ob die Option zum Ende ihrer Laufzeit im Geld schließt, verstanden werden, d. h. ein Call mit einem Delta von 0,7 wird zu 70 % im Geld schließen (Natenberg, Option Volatility and Pricing: Advanced Trading Strategies and Techniques, 2014, S. 353).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Optionshandels für Privatanleger ein und erläutert die Zielsetzung, Aktienrisiken durch Hedging-Strategien, insbesondere das Delta-Hedging, zu minimieren.
2 Optionen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Optionen, ihre Bepreisung unter Einbeziehung der Volatilität sowie die theoretischen Bewertungsmodelle nach dem Binomialmodell und Black-Scholes.
3 Hedging: Das Kapitel behandelt die Absicherung von Basiswerten, stellt verschiedene Strategien wie Protective Put und Collar vor und analysiert das Delta-Hedging theoretisch und mathematisch.
4 Implementation: Hier wird der theoretische Ansatz des Delta-Hedgings praktisch auf US-Aktien wie Apple und AMD angewendet und mittels einer Excel-Implementation analysiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit von Delta-Hedging für Privatanleger unter Berücksichtigung von realen Marktbedingungen und steuerlichen Aspekten.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Absicherung von Aktienportfoliorisiken durch den gezielten Einsatz von Optionen, wobei der Fokus auf dem Delta-Hedging liegt.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Optionsbewertung, verschiedene Hedging-Strategien sowie die praktische Umsetzung und Effektivitätsprüfung dieser Modelle.
Ziel ist es, die Funktionsweise des Delta-Hedgings zu erläutern und zu untersuchen, inwieweit dieses Instrument für den privaten Anleger zur Risikominimierung praktikabel ist.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse der Optionsbepreisung sowie eine quantitative, softwaregestützte (Excel VBA) Modellierung von Hedging-Strategien an realen Marktdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Optionen und Hedge-Modelle) sowie die darauf aufbauende praktische Implementierung und Analyse an Fallbeispielen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Delta-Hedging, Optionsbewertung, Volatilität, Risikoabsicherung und Finanzmarktanalyse charakterisiert.
Der Protective Put bietet dem Anleger eine nach unten begrenzte Verlustgrenze (Floor), während er gleichzeitig von potenziellen Aufwärtsbewegungen der Aktie profitieren kann.
Die Arbeit thematisiert für Privatanleger in Deutschland die Problematik der Verlustverrechnungsbeschränkung bei Derivatgeschäften, die beim Hedging zu unerwarteten steuerlichen Belastungen führen kann.
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