Bachelorarbeit, 2023
235 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zu transformationaler Führung und psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz
2.1 Das Konzept der transformationalen Führung
2.2 Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
2.2.1 Belastungs-Beanspruchungs-Modell
2.2.2 Burnout-Syndrom
2.2.3 Boreout-Syndrom
2.2.4 Mobbing
2.2.5 Allgemeiner Motivationsverlust
2.3 Aktueller Forschungsstand zum Zusammenhang von transformationaler Führung und psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz
2.4 Zwischenfazit und Ableitung der Hypothesen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Auswahl des Forschungsdesigns
3.2 Stichprobenumfang und Auswahlkriterien
3.3 Entwicklung und Struktur des Online-Fragebogens
3.3.1 Operationalisierung
3.3.2 Fragebogenaufbau
3.3.3 Gestaltung und Layout
3.4 Versuchsablauf
3.4.1 Pretest
3.4.2 Online-Umfrage
3.4.3 Auswertung
4 Ergebnisdarstellung
4.1 Feld- und Teilnehmeranalyse
4.1.1 Feldanalyse
4.1.2 Teilnehmeranalyse
4.2 Beschreibung der Gütekriterien
4.3 Deskriptiv-statistische Datenanalyse
4.4 Auswertung der Forschungshypothesen
4.4.1 Voraussetzungen für die Pearson-Korrelation überprüfen
4.4.2 Hypothesentest der ersten Hypothesengruppe mittels Pearson-Korrelation
4.4.3 Voraussetzungen für die Moderationsanalyse überprüfen
4.4.4 Hypothesentest der zweiten Hypothesengruppe mittels Moderationsanalyse
4.5 Zusammenfassung der Hauptergebnisse
5 Diskussion
5.1 Kurzzusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Qualität des eigenen Vorgehens und des Datenbestandes
5.3.1 Limitationen und kritische Betrachtung des Vorgehens
5.3.2 Objektivität
5.3.3 Reliabilität
5.3.4 Validität
5.4 Ausblick
5.5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen transformationaler Führung auf das psychische Wohlbefinden von Angestellten. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob demografische und arbeitsbezogene Charakteristika wie Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und die Dauer der Zusammenarbeit mit der Führungskraft den Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Intensität transformationaler Führung und psychischen Belastungen moderieren.
2.1 Das Konzept der transformationalen Führung
Transformationale Führung, erstmals von Burns (1978) konzipiert und von Bass und Avolio (1994) weiterentwickelt, ist ein Führungsansatz, der sich durch die Vermittlung einer attraktiven und wertvollen Unternehmensvision auszeichnet, zu der sich die Mitarbeitenden emotional verbunden fühlen (Kauffeld, Ianiro-Dahm & Sauer, 2019, S. 116). Charakteristisch für die transformationale Führung ist die Ausrichtung auf eine tiefe und nachhaltige Veränderung (Transformation) im Verhalten der Mitarbeitenden, weg von traditionellen Belohnungssystemen hin zu Loyalität, Teamgeist, Selbstdisziplin und Lernbereitschaft (Bass & Bass, 2008, S. 22). Die Führungskraft übernimmt eine zentrale Vorbildfunktion, inspiriert die Mitarbeiter zu mehr Selbstständigkeit und kommuniziert auf einer Vertrauensbasis (Pelz, 2016, S. 94). Das Ziel der transformationalen Führung ist es, durch Veränderungen in den Werten, Bedürfnissen und Zielen der Mitarbeitenden Leistungen zu erzielen, die über das Normale hinausgehen und so eine positive Entwicklungsspirale für beide Seiten bewirken (Weibler, 2023, S. 363).
Im Vergleich dazu basiert gemäß Nerdinger (2019) die transaktionale Führung auf der Managementlehre Management-by-Exception und bedingter Belohnung (extrinsischer Motivation). Hier greift die Führungskraft nur bei Abweichungen von vereinbarten Zielen ein und setzt spezifische Belohnungen wie Entgelt oder Lob als Gegenleistung für bestimmte Leistungen ein (Nerdinger, 2019, S. 103). Während transaktionale Führung faire Austauschprozesse und Zielkontrolle betont, steigert transformationale Führung Motivation und Leistung durch die Transformation von Werten und Einstellung (Felfe, 2006, S. 164). Diese Art der Führung erfolgt nicht auf Basis rational-individueller Nutzenkalküle, sondern durch eine vom Vorgesetzten geleitete Wandlung der Ideale, Werte und Ziele der Mitarbeitenden auf ein höheres Niveau (Weibler, 2023, S. 364). Bass und Riggio (2006) heben außerdem hervor, dass transformationale Leader ihre Mitarbeitenden stimulieren und inspirieren, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen und dabei ihre eigene Führungsfähigkeit zu entwickeln, indem sie auf individuelle Bedürfnisse eingehen, Mitarbeitende ermächtigen und Ziele aufeinander abstimmen (S. 12).
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz des Themas, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert den Aufbau der Thesis.
2 Theoretische Grundlagen zu transformationaler Führung und psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz: Das Kapitel liefert die theoretische Basis zu transformationaler Führung sowie Modellen psychischer Belastungen inklusive der Indikatoren Burnout, Boreout, Mobbing und Demotivation.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird der empirische Forschungsansatz, die Stichprobenplanung, die Entwicklung des Online-Fragebogens sowie der durchgeführte Pretest und der Versuchsablauf detailliert beschrieben.
4 Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven statistischen Analysen und die Ergebnisse der Hypothesentests zur Untersuchung von Korrelationen und Moderationseffekten.
5 Diskussion: Abschließend werden die zentralen Ergebnisse interpretiert, kritisch hinsichtlich der Methodenqualität reflektiert und zukünftige Forschungsrichtungen sowie praktische Implikationen aufgezeigt.
Transformationale Führung, Psychische Gesundheit, Burnout-Syndrom, Boreout-Syndrom, Mobbing, Motivationsverlust, Demotivation, Moderationseffekt, Arbeitsplatz, Führungsstil, Mitarbeiterwohlbefinden, Online-Befragung, Quantitative Analyse.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen transformationaler Führung und der psychischen Gesundheit von Angestellten am Arbeitsplatz.
Die zentralen Themen sind transformationale Führung, psychische Belastungen (Burnout, Boreout, Mobbing, Demotivation) sowie die moderierende Wirkung verschiedener demografischer und arbeitsbezogener Faktoren.
Die Forschungsfrage lautet, inwieweit die wahrgenommene Intensität transformationaler Führung psychische Belastungen beeinflusst und ob Alter, Geschlecht, Bildungsgrad oder die Dauer der Zusammenarbeit mit der Führungskraft diese Effekte moderieren.
Es wurde ein quantitatives Design mittels Online-Fragebogen mit 128 Angestellten gewählt, um Daten für Korrelations- und Moderationsanalysen zu erheben.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, die methodische Herangehensweise, eine umfassende statistische Ergebnisdarstellung sowie die Diskussion und Interpretation der Befunde.
Transformationale Führung, Burnout, Boreout, Mobbing, Demotivation, psychische Gesundheit und Moderationseffekt.
Die Studie identifizierte das Bildungsniveau als eine Ausnahme, da es insbesondere bei der Erfahrung von Mobbing einen moderierenden Einfluss ausübt.
Nein, der Großteil der Analysen, insbesondere hinsichtlich der Geschlechterunterschiede, ergab keine signifikanten Moderationseffekte auf die untersuchten Zusammenhänge.
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