Bachelorarbeit, 2009
165 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Einführung
1.2. Zielsetzung
1.3. Konzept der Arbeit
2. Das Konzept des Change Managements
2.1. Paradigmen zum Change Management
2.1.1. Der Begriff „Veränderung“
2.1.2. Unterschiedliche Sichtweisen zum Verständnis von Change Management
2.2. Ansätze des Change Managements
2.2.1. Organisationsentwicklung nach LEWIN
2.2.2. Acht Phasen Modell nach SIEVERS
2.2.3. Acht Stufen Modell nach KOTTER
2.3. Ziele des Change Managements
2.3.1. Organisatorischer Umbau
2.3.2. Abbau von Widerständen
2.4. Instrumente des Change Managements
2.5. Treiber von Veränderungen
2.5.1. Externe Treiber
2.5.2. Interne Treiber
2.5.3. Megatrends
3. Normung und Standardisierung im Kontext von Veränderungen
3.1. Begriffe und Definitionen
3.2. Die entwicklungsbegleitende Normung (EBN)
3.2.1. Das Konzept der EBN im Vergleich zur traditionellen Normung
3.2.2. Begründungszusammenhänge der EBN
3.2.3. Anwendungsfelder der EBN
3.2.4. Problemfelder der EBN
4. Empirische Analyse der Standardisierung im Kontext von Change Management
4.1. Konzeption der Untersuchung
4.1.1. Ziel der Befragung
4.1.2. Fragebogenkonstruktion
4.1.3. Grundgesamtheit und Auswahlverfahren
4.1.4. Organisation der Fragebogenaktion
4.2. Untersuchungsergebnisse
4.2.1. Allgemeine Anmerkungen zu den Unternehmen im Ausschuss Normenpraxis (ANP)
4.2.2. Wichtigkeit von Change Management für die Unternehmen im ANP
4.2.3. Ursachen von Veränderungen für die Unternehmen im ANP
4.2.4. Rolle der Dienstleister zur Standardisierung an Veränderungsprojekten in ANP-Unternehmen
4.2.5. Technischer Wandel in den Unternehmen
5. Analyse der Untersuchungsergebnisse anhand von Fallbeispielen zum technischen Wandel
5.1. Technischer Wandel am Beispiel von Filmspeichermedien
5.2. Technischer Wandel am Beispiel der Entwicklungsstufen CAD
5.3. Technischer Wandel am Beispiel der Einführung eines Produkt-Datenmanagement-Systems in einem mittelständischen Unternehmen
5.4. Bedeutung der Normung und Standardisierung im Kontext von technischem Wandel anhand der dargestellten Fallbeispiele
6. Schlussbetrachtung
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Stellenwert der Standardisierung im Kontext von Change Management durch eine empirische Untersuchung zu analysieren und darzustellen. Dabei wird insbesondere erforscht, welche Rolle Dienstleister zur Standardisierung in Veränderungsprojekten innerhalb von Unternehmen spielen und wie technischer Wandel diese Prozesse beeinflusst.
2.1.1. Der Begriff „Veränderung“
Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache nennt allgemein und disziplinunabhängig drei mögliche Beschreibungen und Definitionen des Begriffes „Veränderung“. Diese Beschreibungen sind die folgenden:
• Veränderung ist „eine Handlung, durch die etwas anders wird“. Bei dieser Beschreibung steht die Tätigkeit, die einen Sachverhalt verändert, im Vordergrund.
• Veränderung ist „der Vorgang, der Prozess, durch den etwas anders wird“ bzw. „eine Veränderung tritt ein, geht in jemanden/etwas vor“. Diese Beschreibung rückt den Veränderungsprozess, also den Durchführungsaspekt einer Veränderung, in den Vordergrund.
• „das Ergebnis einer Veränderung“. In dieser letzten Beschreibung liegt der Schwerpunkt auf dem Ergebnis und damit auf dem Resultat oder Folge einer Veränderung. (Langenscheidt, 2009)
Neben diesen Beschreibungen kann weiterhin zwischen einem „passiven“ oder einem „aktiven“ Gebrauch des Verbs „verändern“ unterschieden werden. Hierbei kann etwas oder jemand verändert werden oder etwas oder jemand verändert (vgl. Baumöl, 2008, S. 70).
Im Zusammenhang mit dem Begriff „Veränderung“ wird häufig die Bezeichnung „Wandel“ genutzt. Dabei erfolgt, nach Meinung Baumöls, nur in den wenigsten Quellen eine klare und eindeutige Differenzierung zwischen diesen Begriffen. Vielmehr werden diese Bezeichnungen in der Literatur gegeneinander ausgetauscht und als Synonyme verwendet. Allgemein versteht man unter dem Begriff Wandel den „Übergang von einem Zustand in einen anderen“ (Langenscheidt, 2009). Wandel ist nach Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache mit dem Begriff „Veränderung“ gleichzusetzen. Beide Begriffe, sowohl Veränderung, als auch Wandel können durch den englischen Begriff „change“ übersetzt werden (Leo, 2009) (vgl. Baumöl, 2008, S. 69).
Für die nachfolgende Arbeit soll die Bezeichnung „Veränderung“, als eine stringente Subsumtion aller damit in Verbindung stehenden Begriffe, verstanden werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und erläutert das methodische Vorgehen sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Das Konzept des Change Managements: Es werden theoretische Grundlagen des Change Managements beleuchtet, zentrale Begriffe definiert und verschiedene Phasenmodelle sowie Instrumente vorgestellt.
3. Normung und Standardisierung im Kontext von Veränderungen: Dieser Teil beschreibt die entwicklungsbegleitende Normung (EBN) als strategisches Instrument zur Bewältigung von Innovationen und technischem Wandel.
4. Empirische Analyse der Standardisierung im Kontext von Change Management: Das Kapitel präsentiert die Durchführung der Untersuchung bei Unternehmen des Ausschusses Normenpraxis und wertet die Hypothesen zum Stellenwert der Standardisierung aus.
5. Analyse der Untersuchungsergebnisse anhand von Fallbeispielen zum technischen Wandel: Anhand von Praxisbeispielen wie CAD-Systemen und Produktdatenmanagement wird die Bedeutung von Standardisierung für den technischen Wandel verdeutlicht.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich des Change Managements.
Change Management, Standardisierung, Normung, Entwicklungsbegleitende Normung, EBN, Technischer Wandel, Organisationsentwicklung, Empirische Untersuchung, Ausschuss Normenpraxis, Innovationsmanagement, Prozessoptimierung, CAD, Produktdatenmanagement, Widerstandsmanagement, Unternehmensstrategie.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert von Standardisierung und Normung im Kontext von Veränderungsprozessen (Change Management) in deutschen Unternehmen.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Ansätze des Change Managements mit normungstechnischen Strategien, insbesondere der entwicklungsbegleitenden Normung.
Das Ziel ist es, den Einfluss von Veränderungen auf Normungsprozesse zu analysieren und aufzuzeigen, wie Dienstleister zur Standardisierung strategisch in Veränderungsprojekte eingebunden werden können.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen empirischen Untersuchung (Fragebogenaktion) bei Unternehmen des Ausschusses Normenpraxis (ANP) sowie einer ergänzenden Fallstudienanalyse.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Change Managements, eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der entwicklungsbegleitenden Normung sowie die Auswertung der Befragungsdaten und praxisnaher Fallbeispiele.
Die zentralen Schlagworte sind Change Management, Standardisierung, Normung, EBN, Technischer Wandel und Organisationsentwicklung.
Die klassische Normung ist retrospektiv und beschreibt den etablierten Stand der Technik, während die EBN bereits während der Entwicklungsphase ansetzt, um als integraler Bestandteil von Forschung und Entwicklung Standards zu setzen.
Die Untersuchung zeigt, dass der Zugriff auf externe Berater in den letzten Jahren rückläufig war, da Unternehmen zunehmend auf internes Know-how und eigene Expertenteams in speziellen Projektgruppen setzen.
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