Masterarbeit, 2009
57 Seiten, Note: 1,3
Vorwort
1 Einführung
2 Leben und Wirken des Philanthropen J. Chr. F. GutsMuths
3 Die „Gymnastik“ der Philanthropen
3.1 Die Gesundheitserziehung in Schnepfenthal
3.2 Die Gymnastik in Schnepfenthal
3.3 GutsMuths als Leibeserzieher in Schnepfenthal
4 Die „Gymnastik für die Jugend“ als erstes Lehrbuch für pädagogische Leibesübungen
4.1 Formeller und inhaltlicher Aufbau
4.2 GutsMuths Inspirationen für seine „Gymnastik“
4.3 GutsMuths Absicht einer „Gymnastik für die Jugend“
4.4 Kritik an der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts
4.5 Forderungen
4.6 Pädagogische Grundlagen
4.6.1 Ort der Gymnastik
4.6.2 „Zeitverwendung“
4.6.3 Allgemeine Regeln
4.6.4 Die Leistungsmessung
4.7 Zur körperlichen Ertüchtigung der Mädchen
4.8 Forderung nach einer Schwimmerziehung
4.9 Die zweite, überarbeitete Fassung von 1804
4.10 Ausblick
5 Zur Bedeutung und Aktualität GutsMuths’ „Gymnastik“
5.1 Gesellschaftliche Tendenzen in Bezug auf die Institutionalisierung des Schulsportes
5.2 Tendenzen in der Gesundheitserziehung
5.3 Pädagogische Tendenzen unter Betrachtung methodischer und didaktischer Grundlagen
5.4 Ausblick
6 Sportunterricht an der Grundschule – Inwieweit sind die gymnastischen Übungen integrierbar?
6.1 Methodisch- didaktische Überlegungen
6.2 Lernziele im Vergleich
6.3 Evaluation
6.3.1 Wer war Johann Christoph Friedrich GutsMuths?
6.3.2 Welche der durchgeführten Übungen waren bereits vor der Sportstunde bekannt?
6.3.3 Wie haben die Übungen gefallen?
6.3.4 Können sich die Schüler eine Woche ohne Sportunterricht vorstellen?
6.3.5 Welche Sportarten mögen die Schüler?
6.3.6 Zusammenfassung
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Wirken des Reformpädagogen Johann Christoph Friedrich GutsMuths und dessen Bedeutung für den modernen Schulsport. Dabei wird analysiert, wie sein 1793 veröffentlichtes Werk „Gymnastik für die Jugend“ als theoretische und praktische Grundlage der körperlichen Erziehung dient und ob seine pädagogischen Konzepte in den heutigen Sportunterricht integrierbar sind.
Die „Gymnastik“ der Philanthropen
Um das Wesen der körperlichen Erziehung in Schnepfenthal zu betrachten, bedarf es zunächst einen kleinen Diskurs um die zeitgenössischen Gedanken und Ideen.
Die Leibesübungen bezeichneten die Philanthropen als „Gymnastik“, um zu verdeutlichen, dass die Gymnastik in der Tradition der als vorbildlich erachteten griechischen Antiken stehen soll. GutsMuths würdigt das klassische Altertum mit Worten wie - „Zwei große Nationen […] geben den gymnastischen Übungen ein Gewicht […] Es waren die Römer und besonders die Griechen. Vortreffliches Volk.“ (GutsMuths, S. 89). Die Antike galt im 19. Jahrhundert nicht nur für die körperliche Erziehung als Vorbild, sondern generell für Bildung und Kultur und genoss hohes Ansehen bei den gebildeten und einflussreichsten Schichten in Deutschland (Vgl. Grupe/Krüger 2007). Diese Bezeichnung erleichterte die Anerkennung der „menschenfreundlichen“ Erziehung im Sinne der Philanthropen. Deren Auffassung war es, Menschen mit Hilfe und über körperliche Übungen und Spiele zu erziehen. Anlehnend an die Ideen der Aufklärung bestand der Kern des philanthropischen Erziehungskonzepts in der Vorstellung, dass die Erziehung „vernünftig“ und „natürlich“ sein müsste.
1 Einführung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von GutsMuths als Wegbereiter der Körperkultur dar und formuliert das Forschungsinteresse an der Aktualität seines Werkes.
2 Leben und Wirken des Philanthropen J. Chr. F. GutsMuths: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und die prägenden Einflüsse von GutsMuths nach, insbesondere seine Tätigkeit am Philanthropin Schnepfenthal.
3 Die „Gymnastik“ der Philanthropen: Es wird der zeitgenössische Diskurs über Leibesübungen analysiert und das System der Erziehung in Schnepfenthal näher beleuchtet.
4 Die „Gymnastik für die Jugend“ als erstes Lehrbuch für pädagogische Leibesübungen: Eine tiefgehende Untersuchung des Inhalts, der Methodik und der pädagogischen Absichten hinter GutsMuths’ Hauptwerk.
5 Zur Bedeutung und Aktualität GutsMuths’ „Gymnastik“: Das Kapitel vergleicht historische Forderungen mit aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen und dem modernen Sportunterricht.
6 Sportunterricht an der Grundschule – Inwieweit sind die gymnastischen Übungen integrierbar?: Darstellung einer praktischen Untersuchung, bei der GutsMuths’ Übungen im heutigen Grundschulalltag erprobt und evaluiert wurden.
7 Schlussbetrachtung: Ein Fazit zur anhaltenden Bedeutung von GutsMuths’ Ideen für eine ganzheitliche Erziehung der Jugend.
Johann Christoph Friedrich GutsMuths, Gymnastik für die Jugend, Leibeserziehung, Sportpädagogik, Philanthropismus, Schnepfenthal, Schulsport, Gesundheitserziehung, Körperbildung, Bewegungsmangel, Didaktik, Methodik, Sportgeschichte, Aufklärung, Grundschule.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Bedeutung und der heutigen Aktualität der „Gymnastik für die Jugend“ von Johann Christoph Friedrich GutsMuths im Kontext des aktuellen Schulsportunterrichts.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Analyse der philanthropischen Erziehung, der sportpädagogischen Bedeutung von GutsMuths’ Lehrbuch und der praktischen Anwendung seiner Methoden in der heutigen Grundschule.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die historischen pädagogischen Ansätze von GutsMuths heute noch zur Lösung von Problemen wie Bewegungsmangel beitragen können und wie sie in der Praxis anwendbar sind.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Untersuchung in Form von Unterrichtsversuchen und Fragebögen an einer Grundschule.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von GutsMuths’ Werk, die Gegenüberstellung mit modernen Anforderungen an den Sportunterricht sowie die Auswertung des praktischen Projekts.
Zu den prägenden Begriffen gehören GutsMuths, Leibeserziehung, Schulsport, Philanthropismus, Gesundheitserziehung und Bewegungsförderung.
Diese Schule diente als konkreter Ort für das praktische Forschungsprojekt, in dem Schüler gymnastische Übungen nach GutsMuths ausführten und mittels Fragebögen evaluierten.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass GutsMuths' Kernanliegen – die ganzheitliche körperliche und geistige Bildung – im aktuellen Sportunterricht aktueller denn je ist, auch wenn die methodischen Rahmenbedingungen sich gewandelt haben.
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