Bachelorarbeit, 2007
36 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele
1.3 Aufbau/Methodik
2 Grundlagen
2.1 Einperiodiges Modell
2.1.1 Allgemeiner Modellaufbau
2.1.2 Arbitragefreie Bewertung
2.1.2.1 Arbitragefreiheit
2.1.2.2 Law Of One Price
2.1.3 Risikoneutrale Bewertung
2.1.4 Terminzinsen
2.1.5 Short Rate
2.2 Bewertung in einem Binomialbaum
2.3 Überblick über Ein-Faktor-Modelle
3 Das Modell von Black-Derman-Toy
3.1 Modellierung des Short Rate Baums
3.2 Kalibrierung des BDT Zinsmodells
3.2.1 Direkte Volatilitäten der Short Rates
3.2.2 Volatilitäten der Kassazinsen in t = 1
3.3 Beispiel zur Kalibrierung des BDT-Modells
3.4 Berechnung von Short Rates aus einer Zinsstrukturkurve
4 Ausblick auf weitere Modelle
4.1 Heath-Jarrow-Morton-Modell
4.2 Libor-Market-Modell
5 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Funktionsweise und die Grenzen des Zinsstrukturmodells von Black-Derman-Toy (BDT) zur Bepreisung zinssensitiver Finanzprodukte zu analysieren und deren Einordnung in den Kontext moderner stochastischer Bewertungsmodelle vorzunehmen.
3. Das Modell von Black-Derman-Toy
Das Zinsstrukturmodell von Black, Derman und Toy wurde 1990 entwickelt. Um die Unsicherheit der zukünftigen Zinsentwicklung abzubilden, benutzt dieser Ansatz einen Binomialbaum mit pfadunabhängiger Entwicklung der einzelnen Zeitschritte.
Das zinsstrukturkonforme Modell baut grundlegend auf der Short Rate als Variable auf. Durch die Annahme der lognormalen Verteilung ist es unmöglich, negative Zinsen als Ergebnis zu errechnen.
In der BDT Umgebung existieren keine Steuern und keine Transaktionskosten. Ein Vorteil ist die Möglichkeit, exogen vorgegebene Volatilitäten in das Modell einfließen zu lassen und somit die Realität wesentlich exakter abbilden zu können.
1 Einführung: Hinführung zur Problematik der Bewertung strukturierter Finanzprodukte und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlagen: Erläuterung der notwendigen theoretischen Konzepte wie Arbitragefreiheit, risikoneutrale Bewertung, Terminzinsen und der Aufbau von Binomialbäumen.
3 Das Modell von Black-Derman-Toy: Detaillierte Darstellung der Modellierung der Short Rate, der mathematischen Kalibrierung und praktischer Berechnungsbeispiele.
4 Ausblick auf weitere Modelle: Einführung in komplexere Ansätze wie das Heath-Jarrow-Morton-Modell und das Libor-Market-Modell als Weiterentwicklungen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Stärken und Grenzen des BDT-Modells sowie Ausblick auf alternative Simulationsmethoden.
Black-Derman-Toy, Zinsstrukturmodell, Short Rate, Arbitragefreiheit, Binomialbaum, Zinsderivate, Kalibrierung, Risikoneutrale Bewertung, Volatilität, Ein-Faktor-Modell, Heath-Jarrow-Morton, Libor-Market-Modell, Finanzmathematik, Stochastische Prozesse, Anleihebewertung
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Funktionsweise des Zinsstrukturmodells von Black-Derman-Toy zur Bewertung zinssensitiver Finanzprodukte.
Die zentralen Felder sind die stochastische Modellierung, die mathematische Kalibrierung von Zinsmodellen an Marktgegebenheiten sowie der Vergleich verschiedener Modelltypen.
Das primäre Ziel ist es, die Methode der Bepreisung mittels BDT zu erläutern und aufzuzeigen, wo die Grenzen dieses speziellen Modells bei komplexen Produkten liegen.
Es wird eine theoretisch-mathematische Analyse durchgeführt, die die Anwendung von Binomialbäumen und risikoneutralen Bewertungsgleichungen zur Konstruktion des Modells nutzt.
Der Hauptteil widmet sich dem Aufbau des BDT-Modells, der Modellierung des Short-Rate-Baums sowie der schrittweisen Kalibrierung anhand von Volatilitäten und Anleihepreisen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Black-Derman-Toy, Short Rate, Zinsstrukturkurve, Binomialmodell und Arbitragefreiheit.
Die Short Rate dient als zentrale Variable, da durch die Annahme einer lognormalen Verteilung negative Zinsentwicklungen ausgeschlossen werden können.
Die Herausforderung liegt in der exakten Abbildung der exogen gegebenen Zinsstruktur bei gleichzeitiger Einbindung von Volatilitätsdaten, was bei zunehmender Anzahl der Zeitschritte komplex wird.
Während sich das BDT-Modell auf den kurzfristigen Teil der Terminzinsen konzentriert, bildet das Heath-Jarrow-Morton-Modell die gesamte Zinsstrukturkurve ab.
Sie dient im Fazit als Lösungsansatz für komplexere Zinsderivate, die mit klassischen Baummodellen aufgrund von Rechenproblemen schwer zu bewerten sind.
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