Examensarbeit, 2009
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der Begriff “Gesundheit”
2.1 Bestimmungsversuche des Gesundheitsbegriffs
2.2 Phänomenbereich: Gesundheit in der Schule
3 Das Salutogenese-Konzept von A. Antonovsky
3.1 Salutogenese: Ein neues Verständnis von Gesundheit
3.2 Das Kohärenzgefühl (SOC)
3.3 Die Komponenten des SOC
3.3.1 Das Gefühl von Verstehbarkeit (»Comprehensibility«)
3.3.2 Das Gefühl von Handhabbarkeit (»Manageability«)
3.3.3 Das Gefühl von Bedeutsamkeit und Sinnhaftigkeit (»Meaningfulness«)
3.4 SOC, Widerstandsressourcen und Widerstandsdefizite: Gesundheit als Balanceakt
3.4.1 Widerstandsressourcen
3.4.2 Widerstandsdefizite
4 Mitwirkungsmöglichkeiten der Schule am SOC
4.1 Die Entwicklung des Kohärenzgefühls im Jugendalter
4.2 Kohärenzgefühl und Schule
5 Handlungstheoretische Konsequenzen
5.1 Gesunde Schule - Gesunde Strukturen
5.2 Stärkung der Komponenten des SOC
5.2.1 Die Dimension von Verstehbarkeit
5.2.2 Die Dimension von Handhabbarkeit
5.2.3 Die Dimension von Sinnhaftigkeit und Bedeutsamkeit
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Schule als Lebensbereich dazu beitragen kann, das Kohärenzgefühl (SOC) von Schülern zu stärken, um sie widerstandsfähiger gegenüber gesundheitlichen Belastungen im Schulalltag zu machen.
Die Komponenten des SOC
Das Gefühl von Verstehbarkeit bezeichnet ein kognitives Verarbeitungsmuster von äußeren und inneren Stimuli. Es stellt sich ein, wenn ein Mensch das Leben mit seinen Ereignissen als klar, strukturiert und überschaubar erlebt. Das dauerhafte, generalisierte Gefühl von Verstehbarkeit entsteht, wenn ein Mensch im konstanten, ausreichenden Maße die Erfahrung macht, Ereignisse einordnen und erklären zu können. Das Gegenteil wäre der Fall, wenn ein Mensch das Gefühl hätte, mit Fakten konfrontiert zu werden, die ihm chaotisch, willkürlich und unerklärbar erscheinen.70 Das Gefühl des willkürlichen Einströmens von sinnlos empfundenen Stimuli beschreibt Antonovsky auch als „Rauschen“.71
1 Einleitung: Vorstellung der salutogenen Fragestellung und Erläuterung der Zielsetzung, den SOC von Schülern durch schulische Maßnahmen zu fördern.
2 Der Begriff “Gesundheit”: Auseinandersetzung mit dem Wandel vom biomedizinischen Krankheitsmodell hin zu einem ganzheitlichen, dynamischen Gesundheitsverständnis.
3 Das Salutogenese-Konzept von A. Antonovsky: Theoretische Einführung in das Salutogenese-Modell, das Kohärenzgefühl (SOC) und dessen Komponenten sowie den Zusammenhang mit Widerstandsressourcen.
4 Mitwirkungsmöglichkeiten der Schule am SOC: Diskussion der Entwicklung des SOC im Jugendalter und der Bedeutung der Schule als primäre Sozialisationsinstanz für die Gesundheitsförderung.
5 Handlungstheoretische Konsequenzen: Konkrete pädagogische Konzepte zur Gestaltung gesunder Schulstrukturen und zur gezielten Stärkung der drei SOC-Dimensionen durch Unterrichtsgestaltung und soziales Miteinander.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, dass Schule durch ressourcenorientierte Pädagogik die Widerstandsfähigkeit der Schüler signifikant stärken kann.
Salutogenese, Kohärenzgefühl, SOC, Gesundheitsförderung, Schule, Widerstandsressourcen, Verstehbarkeit, Handhabbarkeit, Sinnhaftigkeit, Stressbewältigung, Schul- und Klassenklima, Psychosoziale Gesundheit, Partizipation, Identitätsentwicklung, Ressourcenorientierung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Schule, das Kohärenzgefühl (SOC) von Schülern zu stärken, um sie gesundheitlich widerstandsfähiger zu machen.
Zentrale Themen sind das Salutogenese-Modell nach Antonovsky, die schulischen Belastungsmomente sowie pädagogische Strategien zur Gesundheitsförderung.
Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie innerhalb des Lebensbereiches Schule der SOC gestärkt werden kann, damit Schüler auch unter Belastung mental und sozial gesund bleiben.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis bestehender Literatur (u.a. Antonovsky, Hurrelmann) pädagogische Handlungsempfehlungen für die Praxis ableitet.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der theoretischen Herleitung des SOC, der Rolle der Schule und konkreten praktischen Umsetzungsstrategien für den Schulalltag.
Die wichtigsten Begriffe sind Salutogenese, Kohärenzgefühl, Gesundheitsförderung, Schule und Stressbewältigung.
Die Sinnhaftigkeit ist die motivationale Komponente; ohne sie verlieren die anderen Komponenten an Wirksamkeit, da der Antrieb fehlt, Ressourcen überhaupt zu nutzen.
Ein gesundheitsförderliches Schulklima fungiert als situative Widerstandsressource, die das Sicherheitsgefühl und die Partizipation der Schüler erhöht und somit den SOC stärkt.
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