Diplomarbeit, 2006
90 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Organisationales Lernen nach Senge
2.1 Ausgangspunkt der Konzeption
2.1.1 Ansatzpunkt Senges
2.1.2 Senges Annahmen über Denk- und Interaktionsweisen nicht-lernender Organisationen
2.1.3 Systemdenken als Rahmendisziplin lernender Organisationen
2.2 Grundlagen der lernenden Organisation
2.2.1 Bestimmungen des Systemdenkens
2.2.2 Wesen und spezielle Denkart
2.2.3 Einsichten des Systemdenkens
2.3 Komplementäre Disziplinen der Konzeption
2.3.1 Personal Mastery
2.3.2 Mentale Modelle
2.3.3 Gemeinsame Vision
2.3.4 Team-Lernen
2.4 Schlussbemerkungen
2.4.1 Konflikte und Konflikthandhabung
2.4.2 Senges Fazit
3 Theoretische Grundlagen und Denkfiguren der Strukturationstheorie
3.1 Einleitender Überblick
3.2 Stratifikationsmodell der menschlichen Psyche
3.3 Schichtenmodell der Handlungssteuerung
3.4 Konzeption sozialer Systeme
3.5 Rolle und Bedeutung des Menschen
3.6 Weitere zentrale Begriffe und Analysedimensionen
3.7 Strukturationstheoretischer Kerngedanke und Resultat
4 Strukturationstheoretische Rekonstruktion der Konzeption Senges
4.1 Modell und Gang der Untersuchung
4.2 „Die Fünfte Disziplin“ aus strukturationstheoretischer Sicht
4.2.1 Der Ausgangspunkt der Konzeption Senges aus strukturationstheoretischer Sicht
4.2.2 Die Grundlagen der Konzeption aus strukturationstheoretischer Sicht
4.2.3 Die komplementären Disziplinen aus strukturationstheoretischer Sicht
4.2.4 Die Schlussbemerkungen aus strukturationstheoretischer Sicht
5 Auswertung und Beurteilung
6 Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist eine theoretisch fundierte Rekonstruktion und Erklärung des Konzepts der "lernenden Organisation" nach Peter M. Senge. Unter Anwendung der Strukturationstheorie (STT) nach Anthony Giddens soll der Mehrwert dieses Ansatzes für die Organisationsforschung herausgearbeitet werden.
Ansatzpunkt Senges
Senge stellt fest, dass man bereits als Kind lernt, wie man mit Problemen scheinbar leichter umgehen kann. Man nimmt sie auseinander und sucht dann für die Einzelprobleme Lösungen. Der klare Vorteil ist in der Komplexitätsreduktion und der daraus folgenden Übersichtlichkeit zu sehen. Allerdings sind die großen Nachteile zum einen der Verlust des Überblicks über das Ganze und zum anderen die „Blindheit“ gegenüber den Konsequenzen unseres Handelns.
Mit Hilfe der fünften Disziplin – dem „Systemdenken“ – kann man laut Senge den Blick für das Verständnis komplexer Zusammenhänge wiedergewinnen und schärfen. Das SD stellt ein konzeptuelles Rahmenwerk dar, mit dem man die übergreifenden Muster erkennt, besser versteht und erfolgreich verändern kann. Man kann die Welt und sich selbst mit anderen Augen sehen.
Ein wichtiger Aspekt für eine lernende Organisation ist fundamentales Umdenken bzgl. der Erkenntnis einer Verbundenheit mit der Welt und der Einstellung, dass man selbst für sein Handeln und somit auch für eventuell auftretende bzw. daraus resultierende Probleme verantwortlich ist.
Um eine lernende Organisation aufbauen zu können, muss man sich jedoch in allen so genannten fünf Disziplinen üben und diese auch beherrschen.
1 Einleitung: Die Arbeit verortet sich im Feld des organisationalen Lernens und stellt das Ziel einer strukturationstheoretischen Analyse der Senge-Konzeption vor.
2 Organisationales Lernen nach Senge: Dieses Kapitel erläutert die fünf Lerndisziplinen (Systemdenken, Personal Mastery, Mentale Modelle, Gemeinsame Vision, Team-Lernen) und analysiert Lernhemmnisse sowie die Rolle der Führung.
3 Theoretische Grundlagen und Denkfiguren der Strukturationstheorie: Hier werden die zentralen Konzepte der Theorie von Anthony Giddens, wie das Stratifikationsmodell der Psyche und die Konzeption sozialer Systeme, als methodisches Fundament dargelegt.
4 Strukturationstheoretische Rekonstruktion der Konzeption Senges: In diesem Hauptteil wird Senges Konzeption anhand des strukturationstheoretischen Filters kritisch auf ihre theoretische Konsistenz hin untersucht.
5 Auswertung und Beurteilung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse und diskutiert den Mehrwert der theoretischen Fundierung für das Verständnis organisationalen Lernens.
6 Fazit: Abschließende Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung von Sprache, Interaktion und Institutionenbildung im organisationalen Kontext.
Organisationales Lernen, Peter Senge, Anthony Giddens, Strukturationstheorie, Systemdenken, Personal Mastery, Mentale Modelle, Gemeinsame Vision, Team-Lernen, Soziale Praktiken, Handlungsmotivation, Reflektives Monitoring, Institutionen, Mikrowelten, Management.
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept der "lernenden Organisation" von Peter M. Senge unter Anwendung der Strukturationstheorie von Anthony Giddens.
Zentrale Felder sind die fünf Disziplinen nach Senge, das Zusammenspiel von individuellen Handlungen und Organisationsstrukturen sowie die Bedeutung von Reflexivität und Kommunikation in Unternehmen.
Das Ziel ist eine Rekonstruktion und kritische Analyse der Senge-Konzeption, um festzustellen, ob sie durch die Sozialtheorie von Giddens wissenschaftlich fundiert werden kann.
Es wird eine theoretisch fundierte Analyse durchgeführt, bei der Senges Thesen als Analysegegenstand dienen und mit dem Begriffsinstrumentarium der Strukturationstheorie rekonstruiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Senge-Disziplinen, die Erläuterung der Theorie Giddens' und die darauffolgende Rekonstruktion der Konzeption durch den strukturationstheoretischen "Filter".
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lernende Organisation, Strukturationstheorie, Handlungssteuerung, Systemdenken und soziale Praktiken.
Sie ermöglicht es, die Disziplinen nicht nur als isolierte Methoden zu betrachten, sondern als soziale Praktiken, die in den Organisationsstrukturen verankert sind und sowohl durch individuelle Handlungen als auch durch Systembedingungen geformt werden.
Führung wird als entscheidender Faktor identifiziert, der durch die Ausübung von Macht und die Gestaltung der Kommunikationsbedingungen (als Designer, Lehrer und Steward) maßgeblich zur Etablierung lernförderlicher Strukturen beiträgt.
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