Diplomarbeit, 2009
174 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Erfassung des Problembereiches / Relevanz der Thematik
1.2 Forschungsfrage
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Gang der Argumentation
2. Allgemeine Begriffserklärungen und Definitionen
2.1 Tourismus
2.2 Gesundheitstourismus
2.3 Kur
2.4 Abgrenzung zwischen (Sozialversicherungs) Kur und Gesundheitstourismus
2.5 Wellness
2.6 Wellnesstourismus
2.7 Medical Wellness
3. Das Gasteinertal
3.1 Definition und Begriffserklärung
3.2 Die Lage, geografischer Überblick
3.3 Die touristischen Orte im Tal
3.4 Der Gesundheitstourismus im Tal von einst bis jetzt
3.4.1 Das Gasteiner Thermalwasser
3.4.2 Radon im Gasteiner Thermalwasser
3.4.3 Formen der Radon-Therapie im Gasteinertal
3.5 Welche Heilmittel bietet das Gasteinertal?
3.5.1 Die Hauptindikatoren der Gasteiner Kurmittel
3.5.2 Nebenindikatoren der Gasteiner Kurmittel
3.5.3 Gegenanzeigen der Gasteiner Kurmittel
3.6 Zahlen, Daten und Fakten zum Gasteinertal
3.7 Die Gasteinertal Tourismus GmbH
3.7.1 Kooperationen
3.7.2 Das Zukunftsbild und die Strategie
3.7.3 Die strategische Positionierung
3.7.4 Die touristischen Ziele im Gasteinertal
4. Wichtige Trends für das Gasteinertal
4.1 Megatrend Frauen
4.2 Megatrend Aging Society
4.3 Megatrend Individualisierung
4.4 Megatrend Gesundheit
4.5 Die Theorie der langen Wellen
4.6 Sechste Kondratieff
5. Grundlagen und Konzepte von Krankheitsprävention
5.1 Definitionen und Begriffserklärungen
5.2 Das Wirkungsprinzip der Krankheitsprävention
5.3 Strategie der Prävention
5.3.1 Verhältnisprävention
5.3.2 Verhaltensprävention
5.4 Krankheitsmodelle
6. Grundlagen und Konzepte der Gesundheitsförderung
6.1 Definition und Begriffserklärungen
6.2 Das Wirkungsprinzip der Gesundheitsförderung
6.3 Determinanten der Gesundheit
6.4 Strategien der Gesundheitsförderung
6.5 Modell der Salutogenese
6.6 Abgrenzung zwischen Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention
7. Motive und Zielgruppen im Gesundheitsurlaub
7.1 Motive im Gesundheits- / Wellnessurlaub
7.2 Zielgruppen und Konsumenten Typen im Gesundheitsurlaub
8. Kategorisierung der Produkte und Anwendungen im Gesundheits- / Wellnessbereich
8.1 Nach der Wahrnehmung des Menschen
8.2 Nach den Säulen der Gesundheit
9. Empirische Untersuchung
9.1 Untersuchungsdesign
9.1.1 Aufbau des Fragebogens
9.1.2 Untersuchungsmethode
9.1.3 Methodenreflexion
9.2 Datenerhebungsprozess
9.3 Darstellung der Hypothesen
9.4 Eingabe der Daten und Stichprobenbeschreibung
9.5 Datenauswertung und Darstellung der Ergebnisse
9.5.1 Soziodemografische Auswertung
9.5.2 Allgemeine Auswertung
9.5.3 Prüfung der Hypothesen
9.6 Zusammenfassung der Ergebnisse der Hypothese
10. Handlungsempfehlungen
11. Schlussbetrachtung
11.1 Kritische Stellungnahme
11.2 Methodenkritik:
11.3 Fazit
11.4 Zukünftiger Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anforderungen und Wünsche potenzieller Gäste an ein gesundheitsförderndes Produkt im Gasteinertal, um sicherzustellen, dass die Destination auch in Zukunft im privat finanzierten Gesundheitsmarkt attraktiv bleibt. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation von Qualitätsmerkmalen und spezifischen Gästeanforderungen, die in Handlungsempfehlungen für die touristische Praxis münden.
3.4.1 Das Gasteiner Thermalwasser
„Die Bedeutung von Bad Gastein und die Ursache der Entwicklung eines Weltkurortes in einer romantischen Gebirgsschlucht liegen in der „Gasteiner Therme“ begründet, worunter man die Gesamtheit aller Warmwasseraustritte versteht.“ (Hinterseer, et al., 1963, S. 21)
SZEDLARIK (1994, S. 27) beschreibt wissenschaftliche Untersuchungen, die ergeben haben, dass „… die Gasteiner Therme von dem Niederschlagswasser gespeist wird …“ Das Wasser versickert in einer Höhe von ca. 1.800 m und sinkt rund 2.000 m tief ab. Durch die steigende Bodentemperatur erwärmt es sich und tritt bei ca. 1.000 m Seehöhe aus 17 verschiedenen Quellen mit einer Temperatur von bis zu 47 ° C wieder zu Tage. Die Ergiebigkeit der Quellen beträgt fast fünf Millionen Liter pro Tag. (vgl. Greinwald, 1986b, S. 23; Szedlarik, 1994, S. 27; Deetjen, 1992, S. 2; Deetjen, 2004 - 2006, S. 2; GTG - Gasteinertal Tourismus GmbH, 2009 [online])
Für diesen Kreislauf, also den Weg in die Tiefe und den Wiederaufstieg, benötigt das Wasser ca. 3.600 Jahre. Dies bedeutet also, der Gesundheitstourist von heute badet in dem Thermalwasser, das ca. 1.600 Jahre vor Christi Geburt in Form von Schnee und Regen auf die Erde gefallen ist. (vgl. Szedlarik, 1994, S. 27)
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Gesundheitstourismus, formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Gästeanforderungen im Gasteinertal und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. Allgemeine Begriffserklärungen und Definitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Tourismus, Gesundheitstourismus, Wellness und Kur abgegrenzt und definiert, um ein gemeinsames Begriffsverständnis zu schaffen.
3. Das Gasteinertal: Dieses Kapitel bietet einen geografischen und touristischen Überblick der Region, beschreibt die Geschichte der Kur im Tal sowie die Bedeutung des Heilmittels Radon.
4. Wichtige Trends für das Gasteinertal: Hier werden zentrale gesellschaftliche Megatrends (Frauen, Aging Society, Individualisierung, Gesundheit) und die Theorie der langen Wellen (Kondratieffzyklen) auf ihre Relevanz für die Region untersucht.
5. Grundlagen und Konzepte von Krankheitsprävention: Der Abschnitt widmet sich den theoretischen Modellen der Prävention, den Wirkungsprinzipien sowie der Abgrenzung von Verhaltens- und Verhältnisprävention.
6. Grundlagen und Konzepte der Gesundheitsförderung: Hier werden Strategien der Gesundheitsförderung, das Setting-Modell sowie das Salutogenese-Konzept nach Antonovsky detailliert behandelt.
7. Motive und Zielgruppen im Gesundheitsurlaub: Dieses Kapitel analysiert die Beweggründe für einen Gesundheitsurlaub und segmentiert Konsumententypen anhand ihrer spezifischen Bedürfnisse und Werte.
8. Kategorisierung der Produkte und Anwendungen im Gesundheits- / Wellnessbereich: Es wird eine Strukturierung der Produkte nach Sinneswahrnehmungen (Optik, Akustik, Haptik, etc.) und den Säulen der Gesundheit vorgenommen.
9. Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die methodische Durchführung der Befragung, die statistische Auswertung und die Prüfung der aufgestellten Hypothesen zu den Gästeanforderungen.
10. Handlungsempfehlungen: Hier werden auf Basis der empirischen Ergebnisse konkrete Strategien und Produktvorschläge für die Destination Gasteinertal entwickelt.
11. Schlussbetrachtung: Das Kapitel schließt mit einer kritischen Reflexion, einem Fazit der Forschungsergebnisse und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Gesundheitstourismus, Gasteinertal, Gästeanforderungen, Prävention, Gesundheitsförderung, Radon-Therapie, Wellness, Urlaubsverhalten, Zielgruppenanalyse, Markenpositionierung, Heilmittel, Destinationsmanagement, Empirische Untersuchung, Dienstleistungsqualität, Gesundheitsurlaub
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Gesundheitstourismus in der Region Gasteinertal und der Frage, wie touristische Produkte gestaltet sein müssen, um den spezifischen Anforderungen moderner Gesundheitsgäste gerecht zu werden.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention mit touristischen Markttrends, einer Analyse der Destination Gasteinertal sowie den Motiven und Bedürfnissen der Gäste.
Die zentrale Frage lautet: „Welche Anforderungen haben potenzielle Gäste an ein Produkt im Bereich Gesundheitsprävention im Gasteinertal?“
Es handelt sich um eine quantitative Befragung (standardisierter Fragebogen), deren Daten mittels statistischer Analyse (SPSS) ausgewertet wurden, um Hypothesen über Gästeerwartungen zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block (Begriffe, Trends, Konzepte) und einen empirischen Block (Durchführung der Untersuchung, Auswertung und Handlungsempfehlungen für die Region).
Die wichtigsten Begriffe sind Gesundheitstourismus, Gasteinertal, Gästeanforderungen, Prävention, Wellness, Zielgruppenanalyse, Radon-Therapie und Destinationsmanagement.
Radon ist ein Alleinstellungsmerkmal der Region Gasteinertal. Die Arbeit untersucht die Bekanntheit der Radonanwendungen bei den Gästen und bewertet deren Wichtigkeit als Bestandteil des touristischen Angebots.
Basierend auf der Untersuchung empfiehlt der Autor unter anderem eine stärkere Fokussierung auf regionale, gesunde Küche, die Positionierung in der gehobenen Hotellerie (4-5 Sterne) und die Bündelung von Therapie- und Wellnessangeboten in Pauschalpaketen.
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