Bachelorarbeit, 2024
86 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Aufgabe und Funktion von Noten im Bildungssystem
2.1 Strukturfunktionalistische Perspektive auf die Funktion von Noten in der Gesellschaft
2.2 Leistungsprinzip
2.3 Schulische Leistungsbewertung
2.4 Pädagogische Funktion der Note
2.5 Historischer Zugang zu Noten
3. Bildungsgerechtigkeit
3.1 Chancengleichheit
3.2 Konzepte und Dimensionen der Bildungsgerechtigkeit
3.3 Schulische Gerechtigkeit
3.4 Pisa Studie
4. Einfluss der sozialen Herkunft auf Bildung und Leistungsbewertung
4.1 Soziale Herkunft
4.2 Bourdieus Kapitaltheorie
4.3 Die Kapitalformen
4.3.1 Der Habitus und der soziale Raum
4.3.2 Lernen in Verbindung mit sozialer Herkunft
5. Hierarchische Strukturen und soziale Passung von Noten
5.1 Bezugsnormen
5.1.1 Einfluss von Bezugsnormen auf das Schüler*innen Verhalten
5.2 Subjektive Bewertung und Varianzen
5.3 Einfluss der Noten auf die Bildungsgerechtigkeit
6. Gütekriterien und Herausforderung in der Notenvergabe
6.1 Rechtlicher Rahmen und Bildungsstandards
6.2 Gütekriterien
6.2.1 Objektivität
6.2.2 Validität
6.2.3 Reabilität
6.3 Herausforderungen bei der Bewertung von Schüler*innen
7. Zwischenfazit
8. Rapid Review
8.1 Flussdiagramm
9. Auswertung der Studien
9.1 Geschlechtsspezifische Benotung (Han et al. 2017)
9.2 (Biased) grading of students’ performance: students’ names, performance level, and implicit attitudes (2018)
9.3 Lehrerurteile und Bildungsgerechtigkeit:Schullaufbahnempfehlungen angehender Lehrkräfte im Vignettenexperiment (2011)
9.4 Why Teachers Assign Socially Unequal Marks. A Case for Establishing Tertiary Origin Effects in the Model of Primary and Secondary Effects of Educational Research (2018)
9.5 Halo effects in grading: an experimental approach (2018)
9.6 Referenzgruppeneffekte im simulierten Klassenraum (2009)
9.7 Macht Ähnlichkeit den Unterschied? Wenn sozioökonomisch benachteiligte Schülerinnen und Schüler von sozial ähnlichen Lehrkräften unterrichtet werden (2021)
9.8 Qualität des Lehrkraftverhaltens in Lehrkraft-Kind-Dyaden (2022)
9.9 Soziale Disparitäten bei Abiturleistungen (2018)
9.10 Migrationsbedingte Disparitäten in der Notenvergabe nach dem Übergang auf das Gymnasium (2017)
10. Diskussion
11. Fazit
12. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie hierarchische Strukturen im Bildungssystem die Notenvergabe von Lehrkräften beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf die Bildungsgerechtigkeit unter Berücksichtigung der sozialen Herkunft und individueller Bildungsansprüche hat.
1.Einleitung
Der dritte Artikel des Grundgesetzes formuliert ein normatives Gleichheitsprinzip, welches besagt, dass alle Menschen – einschließlich Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache sowie religiösen und politischen Ansichten vor dem Gesetz gleich und gleichberechtigt sind (Art. 3 Abs. 1 GG). Allerdings gestaltet sich die praktische Umsetzung dieser Normen in der empirischen Realität als sehr herausfordernd. Insbesondere die Korrelation zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen verdeutlicht, dass die Realisierung eines echten Gleichheitsprinzips nahezu unmöglich ist, da es sich um eine normative Richtlinie handelt (Liebig, 2010).
Das deutsche Schulsystem ist föderativ strukturiert, was bedeutet, dass jedes der 16 Bundesländer seine Schulangelegenheiten eigenständig regelt. Diese Struktur führt zu 16 verschiedenen Schulministerien und Schulgesetzen sowie einer Vielzahl von Schulsystem-Variationen, obwohl die Grundstrukturen überall ähnlich sind. Zur besseren Koordination wurde die Kultusministerkonferenz (KMK) gegründet (Tilmann, 2018). Hier arbeiten die für Bildung und Erziehung zuständigen Minister*innen der Länder zusammen, um Bildungspolitik zu gestalten, Empfehlungen auszusprechen oder verbindliches Landesrecht zu beschließen (KMK, 2021).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert das im Grundgesetz verankerte Gleichheitsprinzip und beleuchtet die Herausforderungen seiner Umsetzung in einem föderal strukturierten Bildungssystem.
2. Aufgabe und Funktion von Noten im Bildungssystem: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftliche Funktion von Noten, insbesondere im Hinblick auf Selektion und Allokation sowie das zugrunde liegende Leistungsprinzip.
3. Bildungsgerechtigkeit: Hier wird der theoretische Rahmen zur Bildungsgerechtigkeit entwickelt, indem verschiedene Konzepte und Dimensionen erörtert werden.
4. Einfluss der sozialen Herkunft auf Bildung und Leistungsbewertung: Das Kapitel analysiert, wie sozioökonomische Faktoren und Bourdieus Kapitaltheorie die Bildungschancen und die Bewertung durch Lehrkräfte prägen.
5. Hierarchische Strukturen und soziale Passung von Noten: Dieser Abschnitt untersucht, wie unterschiedliche Bezugsnormen bei der Notenvergabe zur Entstehung von sozialen Disparitäten beitragen können.
Bildungsgerechtigkeit, Notenvergabe, soziale Herkunft, Leistungsbewertung, Schullaufbahn, Chancengleichheit, Lehrkrafturteil, Selektionsfunktion, Bildungsdisparitäten, Bildungsstandards, Gütekriterien, Bezugsnormen, schulisches Leistungsprinzip.
Die Arbeit analysiert, wie Noten im Bildungssystem vergeben werden und welche Rolle dabei Faktoren wie die soziale Herkunft spielen, um ein tieferes Verständnis für die Bildungsgerechtigkeit zu gewinnen.
Zentrale Felder sind die Funktionen von Noten, Bildungsgerechtigkeit, der Einfluss der sozialen Herkunft und die wissenschaftliche Güte von Leistungsbewertungen.
Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen Notenvergabe und Bildungsgerechtigkeit zu durchleuchten und zu hinterfragen, inwieweit das Leistungsprinzip in der Realität chancengerecht umgesetzt werden kann.
Die Arbeit basiert auf theoretischen Überlegungen sowie einem Rapid Review, einer methodisch strukturierten Analyse aktueller Studien zur Notenvergabe.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Noten und Bildungsgerechtigkeit sowie die empirische Auswertung verschiedener Studien zu Verzerrungseffekten bei der Leistungsbewertung.
Wichtige Schlagwörter sind Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, soziale Herkunft, Notengebung, Lehrkrafturteil und Gütekriterien.
Das Kapitel verdeutlicht, dass Deutschland vor großen Herausforderungen steht, da der Bildungserfolg weiterhin stark an die soziale Herkunft gekoppelt ist.
Er wird als Beispiel für experimentelle Studien angeführt, die zeigen, wie subjektive Einschätzungen von Lehrkräften die Notenvergabe verzerren können.
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