Bachelorarbeit, 2022
95 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen zum Wohnen
2.1 Die Bedeutung des Wohnens
2.2 Die Wohnlichkeit
2.3 Kriterien der Wohnfähigkeit
2.4 Rechtliches zum Wohnen
3. Die Bedeutung von Hygiene
3.1 Was ist Ordnung?
3.2 Reinheit
3.3 Sauberkeit
3.4 Gesundheit und Lebensqualität
4. Theoretische Grundlagen zur Verwahrlosung
4.1 Definition Wohnungsverwahrlosung
4.1.2 Geschichtlicher Hintergrund
4.1.2 Zahlen und Fakten
4.2 Erscheinungsbilder bei Wohnungsverwahrlosung
4.3 Entstehung der Ursachen
4.4 Unterschiedliche Typen
5. Definition - Ambulant Betreutes Wohnen
5.1 Was ist das Ambulant Betreute Wohnen?
5.2 Zahlen und Fakten
5.3 Rechtliche und finanzielle Grundlagen
5.4 Aufgaben und Ziele
5.5 Zielgruppe
5.6 Aufgaben der BeWo-Fachkraft bzw. qualifizierte Assistenz
6. Forschungsvorgehen
6.1 Forschungsgegenstand
6.2 Forschungsperspektive
6.3 Forschungsfrage
6.4 Forschungsziele
6.5 Methodisches Vorgehen
6.5.1 Einordung der Methode
6.5.2 Auswahl und Beschreibung des Erhebungsinstruments
6.5.3 Vorstellung des Kurzfragebogens
6.5.4 Vorstellung des Leitfadens
6.6 Feldzugang - Care24 Soziale Dienste gGmbH
6.6.1 Care24 - Tochter der Aidshilfe Düsseldorf bzw. DIVERSITAS
6.6.2 Klient*innen von Care24
6.6.3 Pädagogische Arbeitsweise
6.7 Phasen der Datenerhebung
6.8 Darstellung der Qualitativen Inhaltsanalyse
7. Qualitative Inhaltsanalyse
7.1. Interviewpartner*innen
7.2 Darstellung ausgewählter Ergebnisse
7.2.1 Oberkategorie „Wohnen“
7.2.2 Oberkategorie „Hygiene“
7.2.3 Oberkategorie „Zukünftiges Wohnen“
7.3 Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit
8. Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das subjektive Verständnis von Wohnen unter besonderer Berücksichtigung von Hygiene bei Menschen mit häuslicher Desorganisation, die durch das Ambulant Betreute Wohnen (Care24 gGmbH) unterstützt werden, um Möglichkeiten zur Förderung hygienischer Wohnverhältnisse zu identifizieren.
1. Einleitung
Häusliche Verwahrlosung, vermüllte Wohnungen oder pathologisches Horten sind Erschei nungsbilder, die bei Menschen mit psychischen Erkrankungen und zum Teil auch Doppeldiag nosen im Sinne einer gleichzeitig vorhandenen Suchterkrankung, vorkommen können. Typi sche Beispiele hierfür sind z. B. angesammelte Zeitungen, Kleiderberge, Kisten mit Gerümpel oder schwere Verwahrlosungszustände mit Vorhandensein von Verschmutzungen durch Fä kalien. Nicht selten führt eine derartige Verwahrlosung des häuslichen Umfelds zur Geruchs belästigung, die anderen Hausbewohner*innen auffällt und dadurch den Hausfrieden stört.
Derartige Geruchsbelästigungen im Treppenhaus, Schimmelbildung oder auch möglicher Un gezieferbefall entwickeln sich mitunter so problematisch, dass der/die Mieter*in infolge der Verwahrlosung die im Mietvertrag verbindlich geregelte Sorgfaltspflicht verletzt, wodurch miet rechtliche Abmahnungen und in letzter Konsequenz eine fristlose Wohnungskündigung (§ 543 BGB) durch den Vermieter erfolgen können. Mit solchen häuslichen Zuständen werden die aufsuchend tätigen Mitarbeitenden helfender Berufe, wie z. B. des Ambulant Betreuten Woh nens (Abk. ABW oder BeWo) häufig konfrontiert. Ein, neben der Ermöglichung von Teilhabe am sozialen und öffentlichen Leben, zentrales Ziel im BeWo ist, den betreuten Menschen bzw. Klient*innen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu er möglichen bzw. dieses aufrechtzuerhalten (LVR/LWL, 2019).
1. Einleitung: Beschreibt die Problematik der häuslichen Verwahrlosung und deren Auswirkungen auf das Mietverhältnis sowie die Herausforderungen in der Arbeit des Ambulant Betreuten Wohnens.
2. Theoretische Grundlagen zum Wohnen: Erörtert philosophische und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Wohnen, Wohnlichkeit und Wohnfähigkeit als Basis für das Verständnis von Lebensqualität.
3. Die Bedeutung von Hygiene: Definiert zentrale Begriffe wie Ordnung, Reinheit und Sauberkeit und setzt diese in Beziehung zu Gesundheit und psychischem Wohlbefinden.
4. Theoretische Grundlagen zur Verwahrlosung: Analysiert verschiedene Erscheinungsbilder der Wohnungsverwahrlosung, deren Ursachen sowie historische und wissenschaftliche Hintergründe des Messie-Syndroms.
5. Definition - Ambulant Betreutes Wohnen: Erläutert die Zielsetzung, Zielgruppe, rechtliche Grundlagen und Aufgaben des BeWo im Kontext der Eingliederungshilfe.
6. Forschungsvorgehen: Beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Interviewstudie, den Zugang zum Feld und die Anwendung der Qualitativen Inhaltsanalyse.
7. Qualitative Inhaltsanalyse: Dokumentiert die Auswertung der Interviews mit vier Klienten hinsichtlich der Kategorien Wohnen, Hygiene und Zukünftiges Wohnen.
8. Reflexion: Bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem durchgeführten Forschungsprozess und den methodischen Herausforderungen.
Wohnungsverwahrlosung, Ambulant Betreutes Wohnen, Messie-Syndrom, Hygiene, Sauberkeit, Wohnfähigkeit, Lebensqualität, Soziale Arbeit, Klienten, Pathologisches Horten, Psychische Erkrankungen, Wohnräume, Empowerment, Hilfeannahmeverhalten, Eingliederungshilfe.
Die Arbeit untersucht das subjektive Verständnis von Wohnen und Hygiene bei Menschen, die unter häuslicher Desorganisation leiden und ambulant betreut werden.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob ein besseres Verständnis des subjektiven Wohnempfindens der Klienten zur effektiveren Förderung hygienischer Wohnverhältnisse beitragen kann.
Untersucht werden Menschen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, die Unterstützung durch den Pflegedienst "Care24 Soziale Dienste gGmbH" erhalten.
Es wurde eine qualitative Interviewstudie mit vier Betroffenen durchgeführt, deren Ergebnisse mithilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der theoretische Rahmen deckt die Bedeutung von Wohnen und Wohnlichkeit, Definitionen von Sauberkeit sowie wissenschaftliche Erklärungsmodelle zur Entstehung von Wohnungsverwahrlosung ab.
Die Bereitschaft zur Mitwirkung (Compliance) wird als kritischer Faktor für den Erfolg des Ambulant Betreuten Wohnens und die Vermeidung von Mietverlusten identifiziert.
Da in der Praxis oft an den Wünschen der Klienten vorbeigeplant wird, soll diese Studie dazu dienen, die Perspektive der Betroffenen besser in die Hilfeplanung zu integrieren.
Die Arbeit nutzt medizinische und sozialwissenschaftliche Kategorisierungen wie das Messie-Syndrom, das Vermüllungssyndrom und die Organisations-Defizit-Störung.
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