Masterarbeit, 2023
93 Seiten, Note: 1,0
1 Anthropomorphisieren von Servicerobotern - altbekanntes Schema bei innovativer Technik
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Serviceroboter
2.2 Definition von Anthropomorphismus
3 Literaturübersicht
3.1 Methodik der Literaturübersicht
3.2 Studienaufbau und -inhalte
3.2.1 Methodik und Samplewahl
3.2.2 Serviceroboterart
3.2.3 Anthropomorphisierte Robotercharakteristika
3.2.4 Interaktionsart zwischen Teilnehmer und Serviceroboter
3.2.5 Studienschwerpunkt
3.2.6 Abhängige Variablen
3.2.6.1 Affektive abhängige Variablen
3.2.6.2 Kognitive abhängige Variablen
3.2.7 Unabhängige Variablen
3.2.8 Kontrollvariablen
3.2.9 Kontextfaktoren Land & Industrie
3.3 Auswirkungen des Anthropomorphisierens von Servicerobotern auf Kunden
3.3.1 Methodik der Auswertung
3.3.2 Ebene 1: Portfolioübergreifende Anthropomorphismuswirkungen
3.3.3 Ebene 2: Kategorien unabhängiger Variablen
3.3.4 Ebene 3: Einzeleffekte
4 Diskussion der Ergebnisse
5 Implikationen für Forschung und Praxis
5.1 Theoretische Implikationen
5.2 Praktische Implikationen
6 Grenzen der Arbeit und zukünftige Forschung
Die Arbeit liefert einen fundierten Literaturüberblick über den aktuellen Forschungsstand zur Auswirkung der Vermenschlichung (Anthropomorphismus) von Servicerobotern auf Kunden. Ziel ist es, in einem deduktiven Vorgehen aufzuzeigen, wie unterschiedliche Robotercharakteristika die Kundenwahrnehmung beeinflussen und welche Bedeutung Kontextfaktoren dabei spielen.
1 Anthropomorphisieren von Servicerobotern - altbekanntes Schema bei innovativer Technik
Technischer Fortschritt und Digitalisierung infiltrieren heutzutage nahezu alle Lebensbereiche und insbesondere den Dienstleistungssektor (vgl. Blut et al. 2021, S. 632; Belanche et al. 2020, S. 204; Joerling et al. 2019, S. 415; Novak/Hoffman 2019, S. 216f.; Waytz et al. 2014, S. 132). Dort kommen, in Verbindung mit künstlicher Intelligenz, zunehmend Serviceroboter zum Einsatz (vgl. Brenner et al. 2012, S. 7; Henkel et al. 2020, S. 1132; McLeay et al. 2021, S. 104; Thomaz et al. 2020, S. 50; Xiao/Kumar 2021, S. 9; Zhang et al. 2022, S. 277). Global beträgt der jährliche Umsatz mit Servicerobotern rund 6,7 Milliarden US-Dollar, Tendenz steigend (vgl. IFR 2021).
Der Begriff Serviceroboter umfasst dabei eine Vielzahl an Ausprägungsformen, welche entweder anthropomorphisiert oder in abstrakter, nicht-menschlicher Form dargestellt sein können (vgl. Belanche et al. 2020, S. 205; Henkel et al. 2020, S. 1135; Thomaz et al. 2020, S. 50; Wirtz et al. 2018, S. 909). Anthropomorphismus beschreibt hierbei die Vermenschlichung nicht-menschlicher Objekte und folglich deren Wahrnehmung als menschlich. Ausmaß und Stärke der Vermenschlichung sind multifaktoriell und komplex (vgl. Aggarwal/McGill 2007, S. 470; Epley et al. 2007, S. 878; Guthrie 1993, S. 92ff.; Thomaz et al. 2020, S. 51).
1 Anthropomorphisieren von Servicerobotern - altbekanntes Schema bei innovativer Technik: Einführung in die Relevanz von Servicerobotern im Dienstleistungssektor unter Berücksichtigung der Vermenschlichung als zentrales Konstrukt.
2 Theoretische Grundlagen: Definition der Begriffe Serviceroboter und Anthropomorphismus als notwendige Basis für die anschließende Literaturanalyse.
3 Literaturübersicht: Detaillierte methodische Aufarbeitung und Strukturierung des Datensets von 207 relevanten Studien hinsichtlich Studienaufbau, Variablenauswahl und Auswirkungen.
4 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der erhobenen Daten hinsichtlich der Dominanz bestimmter Robotertypen und anthropomorpher Merkmale sowie Einordnung der heterogenen Studienergebnisse.
5 Implikationen für Forschung und Praxis: Ableitung theoretischer Erkenntnisgewinne und praktischer Handlungsempfehlungen für das Design von Servicerobotern.
6 Grenzen der Arbeit und zukünftige Forschung: Darlegung der Limitationen der Literaturanalyse und Aufzeigen von Ansätzen für weiterführende Studien.
Serviceroboter, Anthropomorphismus, Kundeninteraktion, Künstliche Intelligenz, Mensch-Roboter-Interaktion, Dienstleistungssektor, Konsumentenforschung, Automatisierung, Nutzerakzeptanz, Roboterdesign, Virtuelle Agenten, Servicequalität, Vertrauen, Kognitive Variablen, Affektive Variablen.
Die Arbeit untersucht in Form eines umfassenden Literaturüberblicks, welchen Einfluss die Vermenschlichung (Anthropomorphismus) von Servicerobotern auf die Einstellung und Interaktion von Kunden hat.
Die Arbeit deckt die Klassifizierung von Roboterarten, die Identifikation von anthropomorphen Design-Merkmalen sowie die Analyse positiver und negativer Auswirkungen auf kognitive und affektive Zielgrößen der Kunden ab.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Fragen, welche Robotertypen und Charakteristika in der Literatur dominieren und welche Facetten der Vermenschlichung tatsächlich positive oder negative Auswirkungen auf den Kunden entfalten.
Es wurde eine deduktive Literaturübersicht durchgeführt, in der 207 wissenschaftliche Studien nach 110 Kriterien systematisch analysiert wurden, um ein strukturiertes Portfolio der Anthropomorphismus-Effekte zu erstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung des Studienaufbaus (Methodik und Sample) sowie die differenzierte Auswertung der Auswirkungen auf drei Ebenen: portfolioweit, basierend auf unabhängigen Variablenkategorien und als spezifische Einzeleffekte.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Serviceroboter, Anthropomorphismus, Mensch-Roboter-Interaktion, Nutzerakzeptanz und die Differenzierung zwischen kognitiven und affektiven Kundenvariablen.
Die Analyse zeigt, dass eine geschlechterspezifische Stilisierung häufig ambivalente Ergebnisse liefert und das Risiko birgt, unbewusst Geschlechterstereotype zu bedienen, ohne dabei in der Regel einen eindeutig positiven Effekt auf die Kundenwirkung zu erzielen.
Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine physisch-analoge Verkörperung von den Kunden meist vorteilhaft interpretiert wird, da sie tendenziell positiver wahrgenommen wird als rein virtuelle Interaktionen.
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