Diplomarbeit, 2009
81 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
2 Grundlagen
2.1 Netzwerkindustrien
2.1.1 Einführung
2.1.2 Bedeutung der Netzwerkindustrien in der EU
2.1.3 Merkmale der Sektoren mit Netzwerkcharakter
2.2 Regulierung
2.2.1 Einführung
2.2.2 Regulierungsverfahren
2.2.2.1 Regulierung durch Gemeineigentum (public ownership)
2.2.2.2 Statutarische Regulierung
2.2.2.3 Selbstregulierung
2.2.3 Instrumente zur Entgeltregulierung natürlicher Monopole
2.2.3.1 Rendite-Regulierung (Rate-of-Return-Regulation)
2.2.3.2 Anreizregulierung (Incentive-Regulation)
2.2.4 Kosten und Probleme im Bereich der Regulierung
2.2.4.1 Kosten der Regulierung
2.2.4.2 Probleme im Bereich der Regulierung
2.3 Liberalisierung und Harmonisierung - Der Weg zum europäischen Binnenmarkt
2.3.1 Historische Entwicklungen
2.3.2 Triebkräfte und Widerstände im europäischen Liberalisierungsprozess
2.3.3 Die Bestandteile des Regulierungskonzeptes der Europäischen Union
3 Die europäischen Strommärkte
3.1 Gründe für regulatorische Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung
3.2 Regulatorische Maßnahmen zur Steigerung des Wettbewerbes
3.2.1 Einführung
3.2.2 Die Binnenmarktrichtlinie Elektrizität (RL 96/92/EG)
3.2.3 Die Beschleunigungsrichtlinie Elektrizität (RL 2003/54/EG)
3.2.4 Das dritte Binnenmarktpaket der EU-Kommission zur Liberalisierung des Energiemarktes
4 Die europäischen Finanzmärkte
4.1 Gründe für regulatorische Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung
4.2 Regulatorische Maßnahmen zur Steigerung des Wettbewerbes
4.2.1 Einführung
4.2.2 Der Lamfalussy Prozess
4.2.3 Die MiFID
4.2.4 Der Code of Conduct für Clearing and Settlement
5 Vergleich, Bewertung und Empfehlung
5.1 Die Regulierungsmaßnahmen im Vergleich
5.2 Bewertung der Regulierungsmaßnahmen
5.2.1 Strommärkte
5.2.2 Wertpapiermärkte
5.3 Empfehlung an die Kommission für zukünftige regulatorische Maßnahmen zur Steigerung des Wettbewerbes auf den europäischen Wertpapiermärkten
6 Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die regulatorischen Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Steigerung des Wettbewerbs auf dem europäischen Strom- und Wertpapiermarkt. Ziel ist ein fundierter Vergleich sowie eine Bewertung dieser Vorgehensweisen, um daraus Empfehlungen für die künftige Gestaltung von Regulierungsmaßnahmen abzuleiten.
2.1.3 Merkmale der Sektoren mit Netzwerkcharakter
Zu den gemeinsamen Merkmalen von Sektoren mit Netzwerkcharakter gehören die Existenz natürlicher Monopole, die sich hieraus ergebende Dominanz der vertikalintegrierten Unternehmen und die Bereitstellung von Diensten des öffentlichen Interesses. Diese Gemeinsamkeiten werden häufig zur Rechtfertigung der Regulierung in Netzwerksektoren herangezogen.
Nach der allgemein gültigen Definition liegt ein natürliches Monopol dann vor, wenn ein einzelnes Unternehmen den Markt zu niedrigeren Produktionskosten versorgen kann, als zwei einzelne Unternehmen, denen die gleiche Technologie zur Verfügung steht. Die Kostenfunktion muss also (streng) subadditiv sein.
c(x1+x2) < c(x1) + c(x2) ∀ x1, x2 > 0
wobei:
c: Kosten der Produktion
x1: Produktionsmenge des Gutes 1
x2: Produktionsmenge des Gutes2
Häufig wird dies mit steigenden Skalenerträgen (economies of scale) und Verbundeffekten (economies of scope) begründet.
Steigende Skalenerträge liegen vor, wenn die Durchschnittskosten der Produktion bei einer Steigerung des Outputs sinken. Sie sind insbesondere in Industrien mit hohen Fixkosten und / oder niedrigen variablen Kosten zu beobachten. In Netzwerken, bei welchen eine Infrastruktur benötigt wird, existieren steigende Skalenerträge. Dies ist in der teuren, mit hohen Fixkosten belasteten Infrastruktur begründet. Jede zusätzlich erzeugte Produkteinheit senkt somit die Fixkosten pro Produkteinheit.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Rolle der Regulierungspolitik bei der Förderung des Wettbewerbs in monopolistisch geprägten Netzwerkindustrien innerhalb der EU.
2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Basisbegriffe der Netzwerkindustrien, der Regulierung und des europäischen Liberalisierungsprozesses definiert.
3 Die europäischen Strommärkte: Dieses Kapitel analysiert die regulatorischen Maßnahmen wie die Binnenmarktrichtlinien, die zur Wettbewerbssteigerung im Stromsektor eingeführt wurden.
4 Die europäischen Finanzmärkte: Es werden die Maßnahmen zur Marktintegration, insbesondere die MiFID und der Code of Conduct für Clearing und Settlement, untersucht.
5 Vergleich, Bewertung und Empfehlung: Dieser Teil vergleicht die Vorgehensweisen in den beiden Sektoren und leitet daraus Empfehlungen für eine effektivere Regulierung ab.
6 Schlussfolgerung: Die Arbeit endet mit einer kritischen Zusammenfassung und einer abschließenden Einschätzung der Wirksamkeit bisheriger EU-Regulierungsansätze.
Regulierung, Netzwerkindustrien, Europäische Union, Wettbewerb, Strommarkt, Wertpapiermarkt, Liberalisierung, MiFID, Anreizregulierung, natürliche Monopole, Unbundling, Clearing und Settlement, Lamfalussy-Prozess, Wettbewerbsfähigkeit, Marktzugang
Die Arbeit befasst sich mit der Regulierung von Netzwerkindustrien in der Europäischen Union und untersucht, wie regulatorische Maßnahmen den Wettbewerb in Strom- und Finanzmärkten fördern sollen.
Zentrale Themen sind der natürliche Monopolcharakter von Netzwerken, verschiedene Regulierungsansätze wie die Anreizregulierung sowie der Prozess der Liberalisierung und Harmonisierung auf EU-Ebene.
Das Hauptziel ist die Untersuchung und Bewertung der regulatorischen Maßnahmen der EU-Kommission zur Steigerung des Wettbewerbs in Strom- und Wertpapiermärkten, um daraus konkrete Empfehlungen für die Zukunft abzuleiten.
Der Autor führt eine industrieökonomische Analyse durch, vergleicht bestehende Regulierungsmodelle und bewertet diese anhand von Kosten-Nutzen-Aspekten sowie ihrer Auswirkungen auf Marktentwicklungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Betrachtung der Strommarktregulierung, eine Analyse der Finanzmarktregulierung sowie einen direkten Vergleich beider Sektoren.
Wichtige Begriffe sind Regulierung, Liberalisierung, Strommärkte, Wertpapiermärkte, natürliche Monopole, MiFID, Anreizregulierung und der Code of Conduct für Clearing und Settlement.
Der Lamfalussy-Prozess wird als Instrument analysiert, um den Gesetzgebungsprozess auf Finanzmärkten flexibler zu gestalten und die Implementierung von Regulierungsvorschriften zu beschleunigen.
Der Autor sieht in der überwachten Selbstregulierung einen flexibleren, kostengünstigeren und praxisnäheren Ansatz, der zudem besser mit der Forderung nach "besserer Rechtsetzung" vereinbar ist als starre gesetzliche Richtlinien.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

