Bachelorarbeit, 2019
126 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
2.1 Definition und Abgrenzung „Glück“
2.2 Einflussgrößen auf das Glück
2.2.1 Biologische, persönlichkeitspsychologische und gesundheitliche Aspekte
2.2.2 Soziodemografische Variablen
2.2.3 Lebensbereiche
2.3 Glückssteigerung
2.4 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Untersuchungsdesign und Messinstrument
3.1.1 Big-Five-Inventory (Persönlichkeit)
3.1.2 Emotionale-Kompetenz-Fragebogen
3.1.3 Globale Glückseinschätzung
3.1.4 Glück in einzelnen Lebensbereichen
3.2 Stichprobenkonstruktion
3.3 Untersuchungsdurchführung
4 Ergebnisse zu den einzelnen Hypothesen und weitere Befunde
4.1 Ergebnisse zu Hypothese 1
4.2 Ergebnisse zu Hypothese 2
4.3 Ergebnisse zu Hypothese 3
4.4 Ergebnisse zu Hypothese 4
4.5 Weitere Befunde
4.5.1 Allgemeine Feststellungen
4.5.2 Einfluss der Persönlichkeit (Big-Five)
4.5.3 Emotionale Intelligenz
4.5.4 Gesundheit
4.5.5 Geschlecht
4.5.6 Alter
4.5.7 Bildungsstand
4.5.8 Einkommen
4.5.9 Weiterführen der Intervention
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Limitationen
5.3 Implikationen
5.3.1 Forschung
5.3.2 Praxis
5.4 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorthesis besteht darin, empirisch zu untersuchen, ob die aktive Ausführung und das bewusste Festhalten eigener positiver Taten im Alltag zu einer Steigerung des subjektiven Glücksempfindens führt. Dabei wird insbesondere analysiert, ob diese Effekte auf spezifische Lebensbereiche begrenzt bleiben oder generalisierende positive Wirkungen entfalten.
2.2.1.2 Persönlichkeit
Die Auswirkungen von Persönlichkeitstraits auf das Glückserleben wurden in zahlreichen Studien sowohl national als auch international untersucht. In diesem Kontext bestätigt sich zumeist die Definition von Glück nach Eysenk: „Eine Sache, die als dauerhafte Extraversion bezeichnet wird. Der positive Aspekt im Glückserleben scheint mit [...] Geselligkeit verbunden [...], mit einer natürlichen, vergnüglichen Interaktion mit anderen [...]“ (Eysenk 1983: S.87).
Costa und McCrae (1980) konnten anhand ihrer Persönlichkeitsstudie eindrücklich zeigen, dass die Persönlichkeitseigenschaft der Extraversion das Glückserleben signifikant begünstigt, (r= .40) wohingegen „Neurotizismus“ negativ mit Glück korreliert (r= .-44). Extravertierte Personen, die häufiger Zeit mit anderen Menschen verbringen, waren wesentlich glücklicher als neurotische Persönlichkeiten, die sich sorgenvoll, gehemmt und misstrauisch gegenüber ihren Mitmenschen verhalten und häufiger in Rumination verfallen (vgl. Burger/ Caldwell 2000: S.59f/ Bono/ McCullough 2006: S.148/ Nolen-Hoeksema/ Wisco/ Lyubomirsky 2008: S.409). Chico (2006: S.43) fand zusätzlich heraus, dass Extravertierte mit ihrem Leben zufriedener sind. Gemäß Watson/ Clark/ Tellegen (1988: S.1069) erleben sie zudem häufiger positive Affekte. Diese Ergebnisse wurden von anderen Forschergruppen (De Neve/ Cooper 1998: S.213f/ Francis 1999: S.9/ Amelang/ Bartussek 2001: S.323ff) überprüft und übereinstimmend bestätigt.
1 Einleitung: Die Einleitung bettet das Thema Glück in den Kontext der Positiven Psychologie ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen positiven Taten und dem subjektiven Wohlbefinden.
2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert den Glücksbegriff fundiert und beleuchtet verschiedene Einflussgrößen sowie empirische Forschungsstände, die als Basis für die Interventionsstudie dienen.
3 Methode: Hier wird das experimentelle Untersuchungsdesign (Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten) sowie die verwendeten Instrumente zur Erfassung von Persönlichkeit, emotionaler Kompetenz und verschiedenen Glücksdimensionen detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse zu den einzelnen Hypothesen und weitere Befunde: Dieser Abschnitt präsentiert die statistische Auswertung der gesammelten Daten und prüft die aufgestellten Hypothesen unter Berücksichtigung verschiedener Moderatoren.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch hinsichtlich der Limitationen hinterfragt und Implikationen für zukünftige Forschung sowie die praktische Anwendung abgeleitet.
Positive Psychologie, Glücksempfinden, Wohlbefinden, Lebensbereiche, Emotionale Intelligenz, Big-Five-Modell, Intervention, Selbstwirksamkeit, Lebenszufriedenheit, Persönlichkeitsmerkmale, Empirische Untersuchung, Glückssteigerung, Prosoziales Verhalten, Dankbarkeit, Online-Intervention.
Die Arbeit untersucht, ob das Ausführen sowie das bewusste Notieren eigener positiver Taten im Alltag einen messbaren Einfluss auf das subjektive Glücksempfinden einer Person hat.
Neben der Glücksforschung behandelt die Arbeit Themen wie emotionale Intelligenz, Persönlichkeitspsychologie (Big Five), den Einfluss von soziodemografischen Faktoren und die spezifische Bedeutung verschiedener Lebensbereiche für das Glück.
Ziel ist es zu klären, ob durch eine einwöchige Interventionsdauer eine signifikante Steigerung des Gesamtglücksempfindens sowie eine Verbesserung des Glücks in einzelnen Lebensdomänen bei den Studienteilnehmern erzielt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten (T1 und T2) im Abstand von einer Woche, unter Anwendung eines experimentellen Designs.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Literaturrecherche, eine methodische Beschreibung der Durchführung, sowie eine umfangreiche Ergebnisdarstellung und Diskussion der gewonnenen empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Positive Psychologie, Glückssteigerung, Emotionale Intelligenz, Persönlichkeitsmerkmale, Lebensbereiche und empirische Interventionsstudie.
Trotz der Vermutung, dass eine höhere Anzahl an Taten zu mehr Glück führt, konnten die Regressionsanalysen mittels Bootstrapping keinen signifikanten linearen Zusammenhang nachweisen (p > .05).
Es zeigte sich, dass die Emotionale Intelligenz als bedeutsamer Prädiktor fungiert und zu 18,5% das Gesamt-Glücksempfinden der Teilnehmern deklarieren kann.
Dass 73,5% der Teilnehmer die Intervention nicht fortführen wollten, deutet auf Limitationen im Design oder der intrinsischen Motivation hin, was als „lästige Pflichterfüllung“ interpretiert und in der Diskussion kritisch beleuchtet wird.
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