Bachelorarbeit, 2009
85 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung: gesellschaftliche und professionelle Relevanz
2 Theoretischer und konzeptioneller Rahmen
2.1 Maslowsche Bedürfnispyramide
2.2 Definition der Schlüsselbegriffe
2.3 Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung
3 Empirische Studie: Pflegebedarf und individuelle Bedürfnisse in der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung
3.1 Zentrale Fragestellung
3.2 Ziele der empirischen Untersuchung
3.3 Forschungsdesign – Grounded Theory
3.4 Untersuchungsfeld und Feldzugang
3.5 Auswahl der Untersuchungseinheit und Population
3.6 Datenerhebung: methodisches Vorgehen
3.7 Durchführung der empirischen Studie
4 Untersuchungsergebnisse
4.1 Der Beobachtungsbogen
4.2 Die Experteninterviews
5 Interpretation der Ergebnisse
5.1 Information: Probleme, Ressourcen und individuelle Bedürfnisse
5.2 Ziele
5.3 Planung und Durchführung
5.4 Evaluation
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, das Spezifische der pflegerischen Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung zu erfassen und zu analysieren, um auf dieser Grundlage Empfehlungen für ein angemessenes pflegerisches Konzept zu entwickeln. Die Arbeit verfolgt die zentrale Forschungsfrage, wie die pflegerische Versorgung dieser Personengruppe optimiert werden kann, um deren Lebensqualität nachhaltig zu sichern und zu erhöhen.
Probleme und Herausforderungen in der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung
Im Vordergrund der Problematik bei der pflegerischen Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung steht die häufig eingeschränkte Kommunikation der Betreuten. Dazu gehört nicht nur die Sprache, sondern auch die Fähigkeit, sich in einer adäquaten, für die Pflegenden verständlichen Form mitzuteilen. Ein mangelndes Vermögen solchen Verhaltens kann sowohl auf kognitive als auch körperliche Defizite zurückgeführt werden. Ist die Kommunikations- und Mitteilungsfähigkeit eingeschränkt, können die Bedürfnisse häufig nicht geäußert und letztendlich nicht befriedigt werden. In der Regel sind die Betreuten auf fremde Hilfe und Unterstützung in der Bedürfnisbefriedigung angewiesen. Die Problematik entsteht, wenn sie ihre Bedürfnisse nicht entsprechend mitteilen und die Pflegenden diese nicht interpretieren können.
„... Ein großes Problem ist die oft eingeschränkte, bzw. nicht adäquate Mitteilungsfähigkeit. Wenn jemand zu seinem Recht kommen will, muss er sich mitteilen. Die Menschen mit geistiger Behinderung tun dies unter Umständen in einer Art und Weise, die der Betreuer zunächst nicht versteht (...) Sie teilen ihre Wünsche nicht klar mit, ich muss es erst erkennen, was derjenige will. Das ist sehr schwer. Es ist oft nicht klar, was sie eigentlich wollen, oder was ihnen fehlt ...“ (Interview 001/1).
Darin sehen die Experten auch einen wesentlichen Unterschied zu der pflegerischen Begleitung von Menschen ohne eine geistige Behinderung. Häufig wurde jedoch in diesem Zusammenhang die Parallele zu den an Demenz Erkrankten gezogen.
1 Einleitung: gesellschaftliche und professionelle Relevanz: Dieses Kapitel erläutert die steigende Relevanz der pflegerischen Versorgung in der Behindertenhilfe aufgrund demografischer Veränderungen und struktureller Anforderungen.
2 Theoretischer und konzeptioneller Rahmen: Es werden zentrale Theorien wie Maslows Bedürfnispyramide sowie grundlegende Begriffe zur geistigen Behinderung und Pflegebedürftigkeit definiert und kritisch diskutiert.
3 Empirische Studie: Pflegebedarf und individuelle Bedürfnisse in der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung: Die methodische Vorgehensweise, basierend auf der Grounded Theory inklusive teilnehmender Beobachtung und Experteninterviews, wird detailliert dargestellt.
4 Untersuchungsergebnisse: Die erhobenen Daten zu Personenmerkmalen, körperlichen Einschränkungen, Ressourcen, individuellen Bedürfnissen und spezifischen Problemlagen werden ausgewertet und strukturiert präsentiert.
5 Interpretation der Ergebnisse: Die Forschungsergebnisse werden vor dem Hintergrund der Praxis diskutiert, um Ziele, Herausforderungen sowie Empfehlungen für ein zukünftiges pflegerisches Versorgungskonzept abzuleiten.
Pflege, Menschen mit geistiger Behinderung, Behindertenhilfe, Pflegebedarf, Pflegebedürftigkeit, Individuelle Bedürfnisse, Grounded Theory, Pflegeprozess, Lebensqualität, Pädagogik, Kommunikation, Beziehung, Empowerment, Normalisierungsprinzip, Teilhabe
Die Arbeit untersucht die spezifischen pflegerischen Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung, die in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe leben, um eine Grundlage für ein optimiertes Versorgungskonzept zu schaffen.
Zentrale Felder sind die Definition und Erfassung von Pflegebedürftigkeit, das Verhältnis von Pflege und Pädagogik, die Rolle von Kommunikation und Beziehung sowie die Bedeutung der individuellen Bedürfnisorientierung.
Das Hauptziel ist die Erfassung des Spezifischen der pflegerischen Begleitung, um daraus praktische Empfehlungen abzuleiten, die die Lebensqualität der betreuten Menschen verbessern.
Die Arbeit nutzt die Grounded Theory, ein qualitatives Forschungsdesign, das durch teilnehmende Beobachtungen und teilstrukturierte Experteninterviews Daten generiert und induktiv auswertet.
Der Hauptteil analysiert die empirischen Ergebnisse aus den Beobachtungsbögen und den Experteninterviews, wobei insbesondere Probleme, Herausforderungen, Ressourcen und individuelle Bedürfnisse der Betreuten beleuchtet werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Pflegebedürftigkeit, individuelle Bedürfnisse, geistige Behinderung, Professionalität in der Begleitung, Empowerment und der ganzheitliche Ansatz in der Pflege.
Die Experten heben hervor, dass aufgrund eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit und komplexer kognitiver Voraussetzungen besonders viel Empathie, Intuition und langjährige Erfahrung notwendig sind, um Bedürfnisse zu interpretieren.
Das Normalisierungsprinzip dient als normatives Orientierungsprinzip, das fordert, das Leben der Betreuten so normal wie möglich zu gestalten und die Bevormundung durch Empowerment zu ersetzen.
Die Arbeit zeigt, dass die disziplinäre Trennung und die teils unterschiedlichen Qualifikationen oft zu Spannungsfeldern führen, die jedoch durch eine multidisziplinäre Zusammenarbeit zugunsten der Lebensqualität überwunden werden sollten.
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