Masterarbeit, 2015
93 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Struktur des Selbstkonzepts
2.2 Genese und Determinanten des Selbstkonzepts
2.2.1 Big-Fish-Little-Pond Effekt
2.2.2 Internal/External-Frame-of-Reference-Modell
2.3 Zusammenhänge zwischen Selbstkonzept und Leistung
2.4 Kernkompetenzen im Fach Englisch
2.4.1 Hörverstehen
2.4.2 Leseverstehen
2.4.3 Sprechen
2.4.4 Schreiben
2.4.5 Sprachmittlung
2.4.6 Verhältnis der Kompetenzen
2.4.7 Sprachliche Mittel: Wortschatz und Grammatik
2.5 Aktueller Stand der Forschung
2.5.1 Kompetenz-spezifische Selbstkonzepte
2.5.2 Geschlechterunterschiede
2.5.3 Klassenstufenunterschiede
2.6 Ableitung der Fragestellungen
3 Methode
3.1 Stichprobe
3.2 Instrumente
3.2.1 Allgemeine personenbezogene Angaben
3.2.2 Schulnoten
3.2.3 BISS – Beharrlichkeit und beständiges Interesse
3.2.4 Allgemeines und kompetenz-spezifische Selbstkonzepte in Englisch
3.2.5 Allgemeines Selbstkonzept in anderen Schulfächern
3.3 Statistische Analyseverfahren
4 Ergebnisse
4.1 Zusammenhänge zwischen den Selbstkonzeptkonstrukten in Englisch
4.2 Zusammenhänge kompetenz-spezifischer Selbstkonzepte mit der Englischnote
4.3 Geschlechterunterschiede: Höhe der kompetenz-spezifischen Selbstkonzepte und Zusammenhänge mit der Englischnote
4.4 Unterschiede über Klassenstufen: Ausdifferenzierung der kompetenz-spezifischen Selbstkonzepte und Zusammenhänge mit der Englischnote
5 Diskussion
5.1 Zusammenhänge zwischen den Selbstkonzeptkonstrukten in Englisch
5.2 Zusammenhänge kompetenz-spezifischer Selbstkonzepte mit der Englischnote
5.3 Geschlechterunterschiede: Höhe der kompetenz-spezifischen Selbstkonzepte und Zusammenhänge mit der Englischnote
5.4 Unterschiede über Klassenstufen: Ausdifferenzierung der kompetenz-spezifischen Selbstkonzepte und Zusammenhänge mit der Englischnote
5.5 Limitationen
5.6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die internen Zusammenhänge von sechs kompetenz-spezifischen Selbstkonzepten im Fach Englisch sowie deren Beziehung zum allgemeinen Selbstkonzept und zur Englischnote. Dabei wird insbesondere analysiert, ob sich bekannte Erkenntnisse über fachbezogene Selbstkonzepte hinsichtlich Geschlechter- und Klassenstufenunterschieden auf die Ebene der einzelnen Fertigkeiten (z.B. Wortschatz, Sprechen, Hören) übertragen lassen.
2.4.1 Hörverstehen
Als Hörverstehen im Englischunterricht bezeichnet man die Informationsentnahme aus der gesprochenen englischen Sprache (Haß, 2010). Dabei nehmen Lernende zunächst unterschiedliche Laute und Geräusche wahr, zerlegen diese in kleine Einheiten (z.B. Worte, Wendungen, Sätze, Zusammenhänge) und konstruieren dann eine Bedeutung (Rampillon, 2003). Hörverstehen setzt immer ein bestimmtes Ziel voraus, sei es, an einer direkten Kommunikation (z.B. Gespräch, Telefonat) teilzunehmen, sei es, sich an einer indirekten Kommunikation zu beteiligen (z.B. Vortrag) oder ein Hörspiel anzuhören (ebd.). Mit der verstärkten Bedeutung der Textsorte Film im Englischunterricht hat sich auch eine Erweiterung des Verständnisses vom Hörverstehen vollzogen. So wird in diesem Zusammenhang von Hör-/Sehverstehen gesprochen, bei dem eine visuelle Komponente das Verstehen erleichtert (Haß, 2010). Die vorliegende Arbeit beschränkt sich allerdings auf den klassischen Begriff des Hörverstehens. Kategorisch einzuordnen ist das Hörverstehen als „rezeptive“ Fertigkeit, was jedoch keineswegs Passivität bedeutet. Während des Hörens bewältigen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Konstruktionsprozesse und benötigen bestimmte Voraussetzungen, damit sie das Gehörte verarbeiten und verstehen können (Engel & Ehlers, 2013). Außerdem kann man das Hörverstehen den mündlichen Fertigkeiten zuordnen, da es auf mündlicher Interaktion, also auf der gesprochenen Sprache, basiert (Haß, 2010; Seidl, 2013).
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Selbstkonzepts als positive Ressource für die Entwicklung von Lernenden und leitet die Forschungsfrage bezüglich kompetenz-spezifischer Unterschiede im Fach Englisch ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Bietet einen Überblick über Strukturmodelle des Selbstkonzepts, die Genese durch verschiedene Bezugsrahmeneffekte und die Einordnung der Kernkompetenzen im Englischunterricht.
3 Methode: Erläutert das Studiendesign mit einer Stichprobe von 271 Gymnasiasten der Klassen 7 bis 10 und beschreibt die verwendeten Fragebogeninstrumente und statistischen Analyseverfahren.
4 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Statistiken, die Korrelationsmatrizen der Selbstkonzeptkonstrukte und die Analysen zu Geschlechter- sowie Klassenstufenunterschieden.
5 Diskussion: Interpretiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der theoretischen Modelle, benennt Limitationen der Untersuchung wie die Stichprobengröße und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsvorhaben.
Selbstkonzept, Englischunterricht, Kompetenz-spezifisches Selbstkonzept, Fachbezogenes Selbstkonzept, Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechen, Schreiben, Sprachmittlung, Englischnote, Geschlechterunterschiede, Klassenstufen, Big-Fish-Little-Pond Effekt, Internal/External-Frame-of-Reference-Modell, Leistung.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung von kompetenz-spezifischen Selbstkonzepten im Fach Englisch bei Gymnasiasten der Klassen 7 bis 10, um zu verstehen, wie diese strukturiert sind und wie sie mit Leistung zusammenhängen.
Zentrale Themen sind die Multidimensionalität des Selbstkonzepts, die Rolle von Geschlecht und Klassenstufe bei der Ausdifferenzierung von Selbsteinschätzungen sowie der Zusammenhang zwischen spezifischen Fertigkeiten wie Wortschatz oder Sprechen und der Gesamtnote des Faches.
Das Hauptziel ist es aufzudecken, ob sich fachübergreifende theoretische Erkenntnisse zum Selbstkonzept auf die spezifischen Teilkompetenzen im Englischunterricht anwenden lassen.
Die Autorin führte eine quantitative Querschnittstudie durch, deren Daten mittels Fragebögen (angelehnt an den SDQ) bei 271 Schülern erhoben und anschließend mittels Korrelationsanalysen und t-Tests ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden nach einer fundierten theoretischen Aufarbeitung die Ergebnisse zu den Korrelationen zwischen den sieben untersuchten Kompetenzbereichen und deren jeweiligem Zusammenhang mit der Englischnote detailliert präsentiert und statistisch analysiert.
Die Untersuchung lässt sich vor allem durch Begriffe wie schulisches Selbstkonzept, Fremdsprachenerwerb, Leistungszusammenhänge und die pädagogische Psychologie des Lernens im Fremdsprachenunterricht charakterisieren.
Die Sprachmittlung erwies sich als besonders komplexe Kompetenz, die in der Untersuchung eine der höchsten Korrelationen zur Englischnote aufwies, möglicherweise weil sie mündliche und schriftliche Aspekte vereint.
Die Studie konnte keine signifikanten Geschlechterunterschiede in der Höhe der einzelnen Selbstkonzepte feststellen, auch wenn bei den Mädchen tendenziell stärkere Zusammenhänge zwischen den Selbstkonzepten und der Note beobachtet wurden.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Korrelationen zwischen den einzelnen Teilbereichen und der Note mit steigendem Alter zunehmen, was auf eine realitätsgerechtere Selbsteinschätzung in höheren Klassen hindeutet.
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