Diplomarbeit, 2009
94 Seiten, Note: 1,7
I. EINLEITUNG
II. THEORIE
1. Die Begründung einer neuen Lernkultur im Kontext der Kompetenzentwicklung
1.1 Begriffliche Grundlagen der Kompetenz
1.2 Veränderte Lern- und Kompetenzanforderungen in der Wissensgesellschaft
1.3 Neue Methoden in der Weiterbildung zur Kompetenzentwicklung
2. Das Konzept des selbstgesteuerten Lernens
2.1 Begriffliche Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens
2.2 Die Selbstlernkompetenz als Voraussetzung seitens des Lernenden
3. Die Förderung des selbstgesteuerten Lernens
3.1 Die Gestaltung der Lernumgebung
3.2 Das Konzept der offenen Lernumwelt
3.3 Methoden und Instrumente des selbstgesteuerten Lernens
III EMPIRIE
1. Forschungsziel und Forschungsfragen
2. Forschungsmethodologie
3. Untersuchungsverfahren der qualitativen Einzelfallanalysen
3.1 Fallbestimmungen
3.2 Datenerhebung
3.2.1 Problemzentrierte Interviews der Führungskräfte
3.2.2 Experteninterviews
3.3 Datenaufbereitung
3.4 Datenauswertung
4. Anwendungs- und Förderungsmöglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens am Arbeitsplatz
5. Kritische Würdigung der Untersuchung im Hinblick auf die Einhaltung der Gütekriterien
6. Fazit der qualitativen Untersuchung
IV. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Anwendungs- und Förderungsmöglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens am Arbeitsplatz im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie Führungskräfte durch die Gestaltung der Lernumgebung und gezielte methodische Ansätze den Lernprozess ihrer Mitarbeiter unterstützen können.
Die Lernumgebung im Kontext der Selbstbestimmungstheorie
Für die Gestaltung der Lernumgebung nimmt die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan (1993) einen hohen Stellenwert ein, da sie konkret auf die Förderung des selbstgesteuerten Lernens ausgerichtet ist. Die Autoren belegen in empirischen Studien, dass die intrinsische Lernmotivation als Ideal des selbstgesteuerten Lernens mit dem individuellen Erleben von Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit in Beziehung steht. Infolgedessen kann ein selbstgesteuertes Lernen durch die Lernumwelt gefördert werden, wenn gezielt auf diese Bedürfnisse eingegangen wird. Daraus ergeben sich drei wesentliche Aspekte für die Gestaltung der Lernumgebung.
Erstens liegt das Autonomieerleben vor, wenn eine Person den Eindruck erhält, Handlungsspielräume zu haben und die Arbeitsaufgaben nach eigenen Plänen erledigen zu können (vgl. Deci & Ryan, 1993, S. 229). Dem Lernenden werden vermehrt Selbst- und Mitbestimmungsmöglichkeiten in Bezug auf die Lernhandlung eingeräumt, sodass die intrinsische Motivation und die Eigeninitiative gefördert werden (vgl. Deitering, 1995, S. 88). Druck und Sanktionen hingegen führen zu einer fast ausschließlich extrinsischen Motivation.
Zweitens wird das Kompetenzerleben einer Person bewusst, sobald sie den Eindruck hat ihre Arbeitsaufgaben sachverständig und erfolgreich zu erledigen (vgl. Deci & Ryan, 1993, S. 229). Das daraus hervorgehende positive Selbstbild der eigenen Lernkompetenz erhöht die Lernbereitschaft. In diesem Zusammenhang haben Studien ergeben, dass insbesondere ein positives Feedback die wahrgenommene Kompetenz und somit die intrinsische Motivation stärkt (Deci, 1971). Auch eine kritische Rückmeldung, die als Herausforderung und Hilfe wahrgenommen wird und darüber hinaus Wege aufzeigt, wie die Aufgabe künftig besser bewältigt werden kann, fördert die Lernbereitschaft (Vallerand & Reid, 1984). Im Gegensatz dazu wirkt sich ein negatives Feedback, das als kontrollierend erlebt wird, hemmend auf das Kompetenzerleben und somit auch auf die intrinsische Motivation aus.
I. EINLEITUNG: Darstellung der demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen sowie der daraus resultierenden Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens am Arbeitsplatz.
II. THEORIE: Theoretische Fundierung zum Konzept des selbstgesteuerten Lernens, zur Selbstlernkompetenz und zu Strategien der indirekten Förderung durch Lernumgebungen.
III EMPIRIE: Erläuterung des Forschungsdesigns und der qualitativen Einzelfallanalysen zur Anwendung und Förderung des Konzepts am Arbeitsplatz.
IV. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Selbstgesteuertes Lernen, Kompetenzentwicklung, Betriebliche Weiterbildung, Lernumgebung, Selbstbestimmungstheorie, Selbstlernkompetenz, Führungskraft, Lernberatung, Qualitative Sozialforschung, Einzelfallanalyse, Eigeninitiative, Wissensgesellschaft, Lernorganisation, Projektarbeit, Lernquellenpool.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept des selbstgesteuerten Lernens als Methode im betrieblichen Alltag angewendet und durch die Gestaltung der Arbeitsumgebung gefördert werden kann.
Im Zentrum stehen die Kompetenzentwicklung in der modernen Wissensgesellschaft, theoretische Grundlagen der Selbststeuerung sowie konkrete Instrumente und Strategien der indirekten Förderung.
Das Ziel ist es, Anwendungs- und Förderungsmöglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens am Arbeitsplatz aufzuzeigen, wobei insbesondere die Perspektive von Führungskräften und Experten im Fokus steht.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz mittels Einzelfallanalysen, die problemzentrierte Interviews mit Führungskräften sowie Experteninterviews umfassen.
Der Hauptteil befasst sich mit der Lernkultur, dem Begriffsverständnis von Selbststeuerung, der Selbstlernkompetenz sowie den Merkmalen einer förderlichen, offenen Lernumwelt.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstbestimmung, intrinsische Motivation, Lernberatung, Handlungsspielräume und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Führungskraft fungiert verstärkt als Lernberater und Unterstützer, der durch die Gestaltung von Handlungs- und Gestaltungsspielräumen die intrinsische Motivation und Autonomie der Mitarbeiter fördert.
Herausforderungen sind unter anderem der Zeitdruck im Arbeitsalltag, die Notwendigkeit von Qualifikationsnachweisen (Zertifikate) sowie das teilweise fehlende pädagogische Grundwissen bei Führungskräften.
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