Bachelorarbeit, 2019
33 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Die zentrale Rolle von Macht im klassischen Realismus
2.1 Das Menschenbild Morgenthaus
2.2 Morgenthaus Definition von Macht
2.3 Morgenthau und die Machtberechnung
2.4 Morgenthaus Annahmen unter der kritischen Lupe
2.5 Kritik am Menschenbild und am Machtbegriff Morgenthaus
3 Weber, Arendt und Morgenthau – Eine Gegenüberstellung
3.1 Macht nach Weber
3.2 Herrschaft nach Weber
3.3 Machtbegriff nach Arendt
3.4 Macht und Gewalt als Gegensätze
3.5 Der Einfluss auf Morgenthaus Machtbegriff
4 Die konstruktivistische Perspektive
4.1 Die Essenz der konstruktivistischen Schule
4.2 Die Machtkonzepte von Barnett und Duvall
4.3 Morgenthau und die konstruktivistische Perspektive
5 Schluss
Diese Arbeit untersucht die Determinierbarkeit des Machtbegriffs von Hans Joachim Morgenthau im Vergleich zur konstruktivistischen Theorie. Ziel ist es, die interne Konsistenz von Morgenthaus Machtverständnis kritisch zu beleuchten, seinen Einfluss durch Max Weber und Hannah Arendt nachzuvollziehen und das Konzept gegenüber moderneren Ansätzen, insbesondere der Taxonomie von Barnett und Duvall, abzuwägen.
Die zentrale Rolle von Macht im klassischen Realismus
Im folgenden Kapitel wird Morgenthaus Machtdefinition so detailliert wie möglich skizziert und aufgeschlüsselt. Hierdurch soll einerseits der aktuelle Forschungsstand reflektiert und andererseits die zentrale Rolle des Machtbegriffs der klassisch-realistischen Schule verdeutlicht werden. Folglich soll eine Basis geschaffen werden, auf der die Forschungsfrage fortführend angegangen werden kann. Wichtig ist hierbei festzuhalten, dass nicht das gesamte Machtkonzept Morgenthaus widergespiegelt wird, sondern lediglich die zur Machtdefinition beitragenden Elemente herausgefiltert, um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen und den Blick auf die Forschungsfrage nicht zu verlieren. Für eine transparente Darstellung seiner Machtdefinition wird zunächst mit dem Menschenbild Morgenthaus eingeleitet, da Morgenthaus anthropologische Annahmen nahezu seine gesamte Theorie durchziehen und als Fundament seines Machtbegriffs fungieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Hans Morgenthau innerhalb der Internationalen Beziehungen ein und skizziert die methodische Zielsetzung, seinen Machtbegriff durch kritische Vergleiche besser fassbar zu machen.
2 Die zentrale Rolle von Macht im klassischen Realismus: Dieses Kapitel erläutert Morgenthaus machtzentriertes Menschenbild und definiert sein Verständnis von Macht sowie die Ansätze der Machtberechnung in der klassischen realistischen Theorie.
3 Weber, Arendt und Morgenthau – Eine Gegenüberstellung: Eine detaillierte Analyse der Machtkonzepte von Max Weber und Hannah Arendt wird genutzt, um deren Einfluss auf das Denken Morgenthaus und die Schwachstellen seines Machtbegriffs zu identifizieren.
4 Die konstruktivistische Perspektive: Hier wird der theoretische Rahmen des Konstruktivismus vorgestellt und die Taxonomie der Macht von Barnett und Duvall analysiert, um eine moderne, differenzierte Alternative zu Morgenthaus Verständnis zu bieten.
5 Schluss: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Morgenthaus Machtbegriff aufgrund seiner amorphen Struktur analytisch schwer greifbar bleibt und durch konstruktivistische Typologien wertvolle Ergänzung findet.
Hans Joachim Morgenthau, Klassischer Realismus, Machtbegriff, Max Weber, Hannah Arendt, Internationale Beziehungen, Politische Theorie, Konstruktivismus, Michael N. Barnett, Raymond Duvall, Machtberechnung, Politische Macht, Struktur, Institutionelle Macht, Machttypologie.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Einordnung des Machtbegriffs des politischen Theoretikers Hans Joachim Morgenthau innerhalb der Internationalen Beziehungen.
Zentrale Felder sind die klassische realistische Machtauffassung, die soziologischen Grundlagen des Machtbegriffs nach Weber und Arendt sowie konstruktivistische Denkmuster.
Es wird untersucht, inwiefern Morgenthaus Machtbegriff determinierbar ist und wie er sich im Vergleich zur konstruktivistischen Perspektive positionieren lässt.
Die Arbeit erfolgt durch eine literaturgestützte Analyse und Gegenüberstellung (Komparation) der Machttheorien verschiedener Theoretiker und Schulen.
Der Hauptteil analysiert erst die theoretischen Grundlagen bei Morgenthau, zieht dann Vergleiche zu Weber und Arendt und setzt diesen schließlich die konzeptuellen Ansätze von Barnett und Duvall entgegen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Machtressourcen, Relationaler Ansatz, amorphe Machtstrukturen und konstruktivistische Machttypen charakterisiert.
Die Kritik basiert darauf, dass Morgenthau Macht sehr weit fasst – von Überzeugung bis zu Gewalt – ohne eine präzise analytische Abgrenzung zu definieren, was ihn für empirische Analysen unscharf macht.
Morgenthau fokusiert primär auf die direkte Ausübung von Macht durch Akteure, während der Konstruktivismus Macht auch als indirektes, in sozialen Prozessen und Strukturen verankertes Phänomen versteht.
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