Masterarbeit, 2020
74 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Rahmensetzung – Definitionen und Begriffsklärungen
2.1 Unterrichtsstörungen
2.1.1 Definitionen des Begriffs „Unterrichtsstörungen“
2.1.2 Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen
2.1.3 Ursachen von Unterrichtsstörungen
2.2 Classroom Management
3 Forschungsüberblick
3.1 Die Befunde von Jacob Kounin
3.2 Die Befunde von Carolyn Evertson u.a.
3.3 Die Relevanz von Klassenführung bei Wang, Haertel und Walberg
3.4 Die Scholastik-Studie von Andreas Helmke
3.5 Die Befunde von Johannes Mayr u.a. zu erfolgreichen Handlungsstrategien
3.6 Hans-Peter Noltings Umfrage zur Vorbeugung von Disziplinproblemen
4 Voraussetzungen und Strategien zur Prävention von Unterrichtsstörungen
4.1 Präventive Strategien auf der Disziplin-Managementebene
4.1.1 Das Einholen von Vorabinformationen
4.1.2 Die Organisation des Klassenzimmers
4.1.3 Das gemeinsame Aufstellen von Regeln
4.1.4 Das Einführen von Routinen
4.1.5 Die Gründung eines Klassenrats
4.1.6 Die Verwendung von nonverbalen Kommunikationstechniken
4.2 Präventive Strategien auf der Unterrichtsebene
4.2.1 Der Aspekt der breiten Aktivierung
4.2.2 Die Aufrechterhaltung des Unterrichtsflusses
4.3 Präventive Strategien auf der Beziehungsebene
4.3.1 Der Aspekt der Kommunikation
4.3.2 Die Schaffung eines geeigneten Klassenklimas
4.3.3 Lob und Belohnungen
5 Die Bedeutung von Classroom Management für guten Unterricht
5.1 Merkmale der Unterrichtsqualität – Definition und Bedeutung
5.2 Was ist guter Unterricht? – Eine Übersicht konkreter Merkmalskataloge
5.2.1 Definition und Merkmalskriterien nach Hilbert Meyer
5.2.2 Merkmalskriterien und das Angebots-Nutzungs-Modell der Unterrichtswirksamkeit nach Andreas Helmke
5.2.2.1 Der Vergleich zwischen den Kriterienkatalogen von Meyer und Helmke
5.2.2.2 Helmkes Angebots-Nutzungs-Modell der Unterrichtswirksamkeit
6 Die praxisorientierte Einbettung präventiver Strategien in Form zweier Stundenentwürfe als Beispiele für strukturierten Unterricht
6.1 Beispiel 1: Stundenentwurf zum Thema „Woyzeck als soziales Drama“
6.1.1 Rahmenbedingungen, Stundenthema und zentrales Lernziel
6.1.2 Phasierung
6.1.2.1 Unterrichtseinstieg
6.1.2.2 Erarbeitungsphase
6.1.2.3 Präsentations- und Sicherungsphase
6.2 Beispiel 2: Stundenentwurf zum Thema „Wie stelle ich eine Anfrage richtig?“
6.2.1 Rahmenbedingungen, Stundenthema und zentrales Lernziel
6.2.2 Phasierung
6.2.2.1 Unterrichtseinstieg
6.2.2.2 Erarbeitungsphase
6.2.2.3 Präsentations- und Sicherungsphase
6.3 Reflexion der Stundenentwürfe in Hinblick auf präventive Strategien und Merkmale guten Unterrichts
7 Fazit
Die Arbeit untersucht die praxisorientierte Anwendung präventiver Strategien zur Reduktion von Unterrichtsstörungen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwiefern theoretisch fundierte Ansätze des Classroom Managements in Form konkreter Unterrichtsentwürfe in der Berufspraxis realisiert werden können, um einen störungsarmen und lernwirksamen Unterricht zu gewährleisten.
Die Bedeutung von Classroom Management für guten Unterricht
Die Frage danach, was guten Unterricht auszeichnet, ist so alt wie der Unterricht selbst. Mithilfe der Unterrichtsforschung wurde versucht, sich der Beantwortung dieser Fragestellung auf empirischem Wege zu nähern. In diesem Zusammenhang wurde erforscht, in welchem Unterricht effizientes Lehren und Lernen zustande kommt und durch welche Kriterien sich dieser von einem Unterricht abhebt, in dem dies nicht der Fall ist.
Auch in zahlreichen Studien wurde bereits aufgezeigt, dass ein gutes Classroom Management sich positiv auf die schulischen Leistungen der Lernenden auswirkt. Verwiesen werden kann an dieser Stelle auf einige Studien, die bereits im Rahmen des im dritten Kapitel dieser Arbeit dargelegten Forschungsüberblicks angeführt worden sind. Zu nennen sind zum Beispiel die Befunde von Wang, Haertel und Walberg, Helmke und Weinert sowie die Umfrageergebnisse Noltings.
Ein gutes Classroom Management besitzt insofern einen direkten Einfluss auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler, als dadurch ein „störungsarmer, wertschätzender Unterricht“ gefördert wird, der als Grundvoraussetzung für die Ermöglichung „echter Lernaktivitäten“ angesehen wird, weshalb effektives Classroom Management daher auch als integraler Baustein einer lernförderlichen Atmosphäre bezeichnet werden kann.
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz des Themas Classroom Management für einen störungsarmen Schulalltag und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2 Theoretische Rahmensetzung – Definitionen und Begriffsklärungen: Hier werden die zentralen Begriffe „Unterrichtsstörungen“ und „Classroom Management“ theoretisch definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Forschungsüberblick: Dieses Kapitel präsentiert den aktuellen Forschungsstand anhand klassischer und moderner Studien zur Klassenführung und Prävention von Disziplinproblemen.
4 Voraussetzungen und Strategien zur Prävention von Unterrichtsstörungen: Die präventiven Maßnahmen werden in drei Kategorien unterteilt: Disziplin-Managementebene, Unterrichtsebene und Beziehungsebene.
5 Die Bedeutung von Classroom Management für guten Unterricht: Hier werden Merkmalskataloge zur Unterrichtsqualität (u.a. von Meyer und Helmke) analysiert und in das Angebots-Nutzungs-Modell integriert.
6 Die praxisorientierte Einbettung präventiver Strategien in Form zweier Stundenentwürfe als Beispiele für strukturierten Unterricht: In diesem Kapitel werden zwei fiktive Stundenentwürfe präsentiert und hinsichtlich ihrer pädagogischen Strategien und Kriterien für guten Unterricht reflektiert.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die eingangs formulierte Fragestellung zur praktischen Umsetzbarkeit theoretischer Präventionsstrategien.
Classroom Management, Klassenführung, Unterrichtsstörungen, Prävention, Unterrichtsqualität, Lehrer-Schüler-Beziehung, Lernzeit, aktivierende Lehre, Strukturierung, schülerzentrierter Unterricht, pädagogische Kompetenz, Inklusion, Lernatmosphäre, Unterrichtsgestaltung, Lehrerprofessionalität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und Strategien eines professionellen Classroom Managements zur wirksamen Vorbeugung von Unterrichtsstörungen.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Definitionsansätzen, dem wissenschaftlichen Forschungsüberblick sowie der praktischen Umsetzung präventiver Strategien im Unterricht.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie theoretisch bekannte präventive Strategien konkret in Unterrichtsentwürfen und der täglichen Berufspraxis realisiert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse empirischer Studien sowie der Anwendung dieser Erkenntnisse auf die didaktische Planung zweier exemplarischer Unterrichtsentwürfe.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Rahmensetzung über den Forschungsstand und spezifische Präventionskonzepte bis hin zur Bedeutung des Classroom Managements für die Unterrichtsqualität.
Wichtige Begriffe sind Classroom Management, Unterrichtsqualität, Prävention, Lehrer-Schüler-Beziehung, echte Lernzeit und schülerzentrierter Unterricht.
Das Modell verdeutlicht anschaulich, dass Unterricht nur ein Angebot ist, dessen Erfolg maßgeblich davon abhängt, wie aktiv die Lernenden dieses Angebot nutzen.
Die Entwürfe dienen als praxisorientierte Beispiele, um zu prüfen, ob die zuvor erarbeiteten Strategien – wie etwa Strukturierung oder breite Aktivierung – theoretisch in die Planung integriert wurden.
Es wird als entscheidende Beziehungsebene identifiziert, die durch gegenseitige Achtung und konstruktiven Umgang mit Fehlern das Auftreten von Störungen reduziert.
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