Examensarbeit, 2009
87 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Übersetzung des Begriffs βασιλεία
3. Begriffsgeschichte βασιλεία
4. Statistische Beurteilung des βασιλεία-Begriffs im NT
5. Der Befund der Spruchquelle Q
6. Die mt Wendung βασιλεία τῶν οὐρανῶν
7. Mit Bildern der Welt über Gott reden
8. Exegetische Untersuchungen
8.1 Johannes der Täufer und das Gericht über Israel
8.2 Die Botschaft Jesu bringt Licht für das Galiläa der Heiden (413-17)
8.3 Das Geheimnis der βασιλεία
8.4 Die Söhne der βασιλεία
8.5 Die βασιλεία als verborgene Offenbarung nach 1344-46
8.5.1 Der Logos der βασιλεία
8.5.2 Vom Schatz im Acker und der Perle
8.6 Das βασιλεία-Verständnis im Hinblick auf das Gericht nach Mt 1347-50
8.7 Das βασιλεία-Verständnis im Hinblick auf Parusie nach Mt 251-13
8.8 Die βασιλεία als irdisches Reich
8.9 Die Ethisierung der βασιλεία Gottes
8.9.1 Die Selipreisungen
8.9.2 Der Zeitaspekt der βασιλεία τῶν οὐρανῶν in den SP
8.9.3 Kurzer Abriss der Auslegungsgeschichte
8.10 Die δικαιοσύνη
8.11 Die Ersten und die Letzten in der Ordnung der βασιλεία (Mt 201-16)
9. Zusammenfassung
10. Literaturliste
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht das Verständnis des "Reiches Gottes" (βασιλεία) im Matthäusevangelium. Dabei wird analysiert, wie der Evangelist dieses zentrale Konzept Jesu exegetisch aufbereitet, in seine Komposition integriert und für seine Gemeinde theologisch fruchtbar macht.
8.5 Die βασιλεία als verborgene Offenbarung nach 1344-46
Für das βασιλεία -Verständnis als verborgene Offenbarung sollen die Parabeln aus 1344-46 näher untersucht werden. Mt 13 eignet sich schon deshalb, da die „heilsgeschichtliche ausgerichtete Linie zu dominieren scheint“.
Kontextanalytisch knüpfen diese Gleichnisse an das Mahnwort: ὁ ἔχων ὦτα ἀκουέτω (1343b) an, das am Ende der Deutung des Gleichnisses vom Unkraut steht und durch die Mahnworte das Thema für die folgenden Gleichnisse angibt. Grundtenor, so KRETZER, sei der λόγος τῆς βασιλείας, der in 1319 zugrunde gelegt wurde, und für die Gemeinde von Bedeutung ist, da sie die „die Gemeinschaft derer [bildet], die den λόγος τῆς βασιλείας angenommen [und verstanden] haben“. Vor diesem Hintergrund soll kurz auf diesen Begriff eingegangen werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Examensarbeit ein, erläutert die Fragestellung zur Bedeutung des Reiches Gottes für die matthäische Gemeinde und gibt einen Ausblick auf die methodische Vorgehensweise.
2. Übersetzung des Begriffs βασιλεία: Dieses Kapitel diskutiert die exegetischen Schwierigkeiten bei der Übersetzung des Begriffs und begründet die Wahl der Terminologie für die weitere Arbeit.
3. Begriffsgeschichte βασιλεία: Hier wird ein diachroner Überblick über die Verwendung des Begriffs βασιλεία im Alten Testament, im Antiken Judentum und in der griechischen Tradition gegeben.
4. Statistische Beurteilung des βασιλεία-Begriffs im NT: Eine rein statistische Verteilung der Begriffe wird hier genutzt, um Schwerpunkte und Tendenzen in den verschiedenen Schriften des Kanons zu verdeutlichen.
5. Der Befund der Spruchquelle Q: Dieses Kapitel vergleicht den Befund der Spruchquelle Q mit den Synoptikern und beleuchtet Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Überlieferung.
6. Die mt Wendung βασιλεία τῶν οὐρανῶν: Hier wird die spezifische matthäische Wendung "Himmelreich" untersucht und als Anknüpfung an den jüdischen Sprachgebrauch erklärt.
7. Mit Bildern der Welt über Gott reden: Dieser Abschnitt erörtert die besondere Bedeutung der Gleichnisse als angemessene Form der Rede über das Unanschauliche der Gottesherrschaft.
8. Exegetische Untersuchungen: Das Kernstück der Arbeit, in dem ausgewählte Stellen und Gleichnisse thematisch geordnet exegetisch aufbereitet werden.
8.1 Johannes der Täufer und das Gericht über Israel: Analyse des Auftretens des Täufers und seiner Botschaft in der matthäischen Redaktion.
8.2 Die Botschaft Jesu bringt Licht für das Galiläa der Heiden (413-17): Untersuchung der heilsgeschichtlichen Bedeutung von Jesu Wirken in Galiläa.
8.3 Das Geheimnis der βασιλεία: Deutung der Geheimnis-Thematik im Kontext der Gleichnisrede.
8.4 Die Söhne der βασιλεία: Untersuchung der ambivalenten Verwendung dieses Begriffs durch den Evangelisten.
8.5 Die βασιλεία als verborgene Offenbarung nach 1344-46: Fokus auf die Parabeln der verborgenen Offenbarung.
8.5.1 Der Logos der βασιλεία: Nähere Betrachtung des Logos-Begriffs als Deutungsprinzip.
8.5.2 Vom Schatz im Acker und der Perle: Exegetische Analyse des Doppelgleichnisses.
8.6 Das βασιλεία-Verständnis im Hinblick auf das Gericht nach Mt 1347-50: Untersuchung des Gerichtsaspektes im Fischnetz-Gleichnis.
8.7 Das βασιλεία-Verständnis im Hinblick auf Parusie nach Mt 251-13: Analyse der Parusie-Erwartung im Gleichnis der zehn Jungfrauen.
8.8 Die βασιλεία als irdisches Reich: Kurze Erörterung der terrestischen Verwendung des Begriffs.
8.9 Die Ethisierung der βασιλεία Gottes: Untersuchung der ethischen Anforderungen, die mit der Basileia-Botschaft verknüpft sind.
8.9.1 Die Selipreisungen: Analyse der Makarismen als Einlassbedingungen.
8.9.2 Der Zeitaspekt der βασιλεία τῶν οὐρανῶν in den SP: Diskussion zur zeitlichen Verortung der Basileia.
8.9.3 Kurzer Abriss der Auslegungsgeschichte: Überblick über Interpretationsmodelle der Bergpredigt.
8.10 Die δικαιοσύνη: Analyse der engen Beziehung zwischen Gerechtigkeit und Basileia.
8.11 Die Ersten und die Letzten in der Ordnung der βασιλεία (Mt 201-16): Abschließende Betrachtung anhand des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg.
9. Zusammenfassung: Zusammenfassende Erläuterung der verschiedenen Facetten der Basileia-Thematik bei Matthäus.
10. Literaturliste: Verzeichnis der herangezogenen Quellen und Hilfsmittel.
Reich Gottes, Matthäusevangelium, βασιλεία, Himmelreich, Exegese, Gleichnisse, Gerechtigkeit, δικαιοσύνη, Parusie, Bergpredigt, Matthäische Redaktion, Ethik, Gottesherrschaft, Neues Testament, Spruchquelle Q.
Die Arbeit untersucht das Verständnis des "Reiches Gottes" (Basileia) durch den Evangelisten Matthäus, basierend auf einer exegetischen Analyse ausgewählter biblischer Texte.
Zentrale Felder sind die matthäische Redaktion, die Begriffsgeschichte von Basileia, das Verhältnis von Gerechtigkeit (Dikaiosyne) zur Basileia sowie die Deutung von Gleichnissen als Ausdruck eschatologischer und ethischer Realitäten.
Das Ziel ist es, den Variantenreichtum und die theologische Bedeutung des Basileia-Begriffs bei Matthäus aufzuzeigen und zu klären, wie die Gemeinde ihre Identität aus dieser Botschaft ableitet.
Es werden Methoden der historisch-kritischen Exegese angewandt, ergänzt durch textanalytische Ansätze, Wortstatistiken und den Vergleich mit synoptischen Parallelen und der Spruchquelle Q.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene exegetische Untersuchungen, die Themen wie das Gericht, die Parusie, die Ethisierung der Basileia und die Rolle der Gerechtigkeit anhand von Gleichnissen und Textstellen vertiefen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Basileia, Matthäusevangelium, Himmelreich, Gerechtigkeit, Gleichnisauslegung und die matthäische Redaktion charakterisiert.
Sie dienen als Beleg für die verborgene Offenbarung und den alles übertreffenden Wert der Basileia, die zum Suchen und Verstehen auffordert.
Der Autor versteht das "Himmelreich" (βασιλεία τῶν οὐρανῶν) als einen Ausdruck, der spezifisch matthäisch ist und die Herrschaft Gottes vom Himmel her in die Welt hinein betont.
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