Masterarbeit, 2009
116 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Aufgaben und Ziele des Sachunterrichts
3. Nachhaltige Entwicklung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung
3.1. Entwicklung von Umweltbildung
3.2. Leitbild Nachhaltige Entwicklung
3.3. Leitlinien für Bildung für Nachhaltige Entwicklung
3.3.1 Aufgaben und Ziele
3.3.2 Didaktische Prinzipien
3.3.3 Methodische Umsetzungsmöglichkeiten (Schülerfirmen)
3.3.4 Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Grundschule
3.3.5 Umsetzungsprogramme der BLK und der UN für die Schule
4. Sportpädagogik
4.1. Aufgaben und Ziele des Schulsports
4.2. Didaktische Prinzipien des Schulsports
4.3. Methoden des Schulsports
5. Bedeutung der Sportpädagogik für Bildung für Nachhaltige Entwicklung
5.1. Sport-Umwelt-Bezüge
5.2. Umsetzungsmodelle
5.2.1 Abenteuer JUUS – Natürlich sportlich
5.2.2 Mit Drachenbooten und Fluss-Rangern den Rhein neu erleben
5.2.3 Kooperationskonzept „Sport und Umwelt“ als Rahmenvereinbarung zwischen dem Deutschen Sportbund (DSB) und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
5.3. Zusammenfassende Kritik der Umsetzungsmodelle und Konsequenzen für das Entwerfen eines eigenen Konzeptes
6. Eigenes Konzept auf innerschulischer Ebene
6.1. Indirekte Verknüpfung
6.2. Direkte Verknüpfung
6.3. Konzeptionelle Verknüpfung
7. Fazit
Diese Masterarbeit untersucht theoretisch, inwiefern sportpädagogische Felder Anknüpfungspunkte für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bieten, um diese sinnvoll im Fach Sachunterricht der Grundschule zu implementieren.
3.3.1 Aufgaben und Ziele
Ziel der BNE ist der Erwerb von Kompetenzen, die dem Menschen bei der Bewältigung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts helfen. Die Entwicklung des Einzelnen wird damit dahingehend gefördert, dass dieser in die Lage versetzt wird, sich als eigenständige Person in der Welt zurechtzufinden, sich zu orientieren und Verantwortung übernehmen zu können (vgl. Künzli/Bertschy 2008, S. 38). Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) soll BNE „zur Realisierung des gesellschaftlichen Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21 beitragen und hat zum Ziel, die Menschen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte zu befähigen“ (2002, S. 4).
Das Leitziel der BNE ist demnach der Erwerb der sogenannten Gestaltungskompetenz, welche von de Haan folgendermaßen definiert wird: „Mit der Gestaltungskompetenz wird eine spezifische Problemlösungs- und Handlungsfähigkeit bezeichnet. Wer über sie verfügt, kann die Zukunft der Gesellschaft, ihren sozialen, ökonomischen, technischen und ökologischen Wandel in aktiver Teilhabe im Sinne nachhaltiger Entwicklung modifizieren und modellieren. […] Mit der Gestaltungskompetenz kommt die Zukunft, die Variation des Möglichen, aktives Modellieren und Mitgestalten in den Blick“ (BMU 2009, S. 24 f.).
Die Lernenden sollen dabei einerseits die Fähigkeit des Selbstentwurfs und der Selbsttätigkeit im Kontext einer Gesellschaft erlernen und andererseits dazu angeleitet werden, „in Gemeinschaften partizipativ die Nahumwelt [zu] gestalten, […] an allgemeinen Entscheidungsprozessen kompetent“ (BLK 1999, S. 60 f.) teilzuhaben und fundierte Positionen gegenüber Anderen vertreten zu können. Das Verständnis wechselseitiger Abhängigkeiten lokaler und globaler Aspekte muss dabei als wichtige Voraussetzung für die Entfaltung wirkungsvoller Handlungsmöglichkeiten verstanden werden (vgl. Wulfmeyer 2006, S. 29). Um Gestaltungskompetenz nachhaltig und kompetent umzusetzen, ist eine eigenständige „Urteilsbildung mitsamt der Fähigkeit zum innovativen Handeln“ (BLK 1999, S. 61) als notwendig zu sehen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Bildungsauftrag ein und stellt die Forschungsfrage zur Implementierung in der Grundschule durch fächerübergreifende Ansätze.
2. Aufgaben und Ziele des Sachunterrichts: Dieses Kapitel erläutert den Auftrag des Sachunterrichts, Kinder bei der Erschließung ihrer Lebenswirklichkeit zu unterstützen und grundlegende Kompetenzen sowie Orientierungswissen zu vermitteln.
3. Nachhaltige Entwicklung und Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Hier werden die historischen Ursprünge der Umweltbildung, das Leitbild der Nachhaltigkeit sowie didaktische Grundlagen und Programme der BNE dargestellt.
4. Sportpädagogik: Das Kapitel bietet einen Überblick über Aufgaben, Ziele und didaktische Prinzipien des Schulsports unter besonderer Berücksichtigung der Grundschulstufe.
5. Bedeutung der Sportpädagogik für Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Es werden sport-umwelt-bezogene Konflikte analysiert sowie bestehende außerschulische Umsetzungsmodelle kritisch hinsichtlich ihrer Eignung für BNE bewertet.
6. Eigenes Konzept auf innerschulischer Ebene: Der Autor entwickelt ein eigenes Konzept zur direkten und indirekten Verknüpfung von Sport und BNE, unter anderem am Beispiel des Themas Fußball und Energieerzeugung.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und dem Aufruf zur stärkeren curricularen und forschungsbasierten Verankerung von BNE in der Lehrerbildung und Schulpraxis.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Sachunterricht, Sportpädagogik, Gestaltungskompetenz, Grundschule, Nachhaltigkeit, Umweltbildung, Handlungsorientierung, Schulsport, Bewegte Schule, Schulentwicklung, Partizipation, Schülerfirmen, ökologische Dimension
Die Arbeit untersucht, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) theoretisch und praktisch mit der Sportpädagogik verknüpft werden kann, insbesondere im Fach Sachunterricht der Grundschule.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der BNE, die Analyse von Sport-Umwelt-Beziehungen sowie die Entwicklung konkreter innerschulischer Umsetzungsmöglichkeiten.
Ziel ist es, Möglichkeiten zu identifizieren, sportpädagogische Felder für die BNE nutzbar zu machen, um SchülerInnen zu einer aktiven Gestaltung ihrer Umwelt zu befähigen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um didaktische Prinzipien und bestehende Modellprojekte kritisch zu evaluieren und daraus ein eigenes Konzept abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der theoretischen Grundlagen von Sachunterricht und BNE, die Analyse von Sportdidaktik und bestehenden Modellen sowie die Präsentation eigener Unterrichtsvorschläge.
Neben BNE und Sportpädagogik sind vor allem Gestaltungskompetenz, Nachhaltigkeit, Handlungsorientierung und die Integration von Umweltthemen in den Unterricht prägend.
Der Sachunterricht gilt als prädestiniertes Fach, da er durch seinen interdisziplinären Charakter die notwendige Komplexität bietet, um Themen der Nachhaltigkeit lebensnah zu erschließen.
Fußball ist ein emotional hoch besetzter Massensport mit globaler Bedeutung, der vielfältige Anknüpfungspunkte an ökonomische, soziale und ökologische Dimensionen der Nachhaltigkeit bietet.
Hierbei wird Sport nicht nur als Bewegung, sondern aktiv zur Energieerzeugung genutzt, wodurch die SchülerInnen den Wert von Ressourcen am eigenen Körper spüren und praktisch anwenden.
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