Examensarbeit, 2003
90 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Das Thema „Klonen“ aus medizinischer Sicht
2.1 Biologische Grundlagen des Klonens
2.2 Erläuterungen des Klonvorgangs
3. Rechtliche Aspekte des Themas „Klonen“
4. Das Thema „Klonen“ in der öffentlichen Diskussion
4.1 Diskussion des Themas „Klonen“ in der Öffentlichkeit und Darstellung der öffentlichen Meinung
4.2 Diskussion des Themas „Klonen“ in der medizinischen Fachliteratur
4.3 Geschichte des Themas „Klonen“ in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur
5. Vergleich von Rabischs „Duplik Jonas 7“ mit Eschbachs „Perfect Copy“
5.1 Inhaltsangabe von Rabischs „Duplik Jonas 7“
5.2 Interpretation von Rabischs „Duplik Jonas 7“
5.3 Inhaltsangabe von Eschbachs „Perfect Copy“
5.4 Interpretation von Eschbachs „Perfect Copy“
5.5 Vergleich der Aussagen beider Werke
6. Didaktische Aspekte der beiden Werke
6.1 Vorstellung des vom dtv angebotenen Unterrichtsvorschlags zu Rabischs „Duplik Jonas 7“
6.2 Kritik am vorgestellten Unterrichtsvorschlag
6.3 Einige Verbesserungen und Ergänzungen bzw. Anpassungen an den Schleswig- Holsteinischen Lehrplan zum vorgestellten Unterrichtsvorschlag
6.4 Entwurf eines Unterrichtsvorschlags zu Eschbachs „Perfect Copy“
6.5 Kritik am erarbeiteten Unterrichtsvorschlag
6.6 Abschließende Bemerkungen zu der Verwendbarkeit beider Werke im Realschulunterricht
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Examensarbeit setzt sich mit dem Klonen als zentrales Motiv in der modernen Jugendliteratur auseinander, wobei der Schwerpunkt auf einem komparativen Vergleich zwischen Birgit Rabischs „Duplik Jonas 7“ und Andreas Eschbachs „Perfect Copy“ sowie deren didaktischer Anwendbarkeit im Realschulunterricht liegt.
Die soziale Realität im Klon-Hort
Langsam ging Jonas Helcken durch den schmalen, dunklen Gang. Mit zitternden Knien und gedrückt von Angst ging er auf die große Tür zu. Ihn quälten Fragen über Fragen. Was, wenn es ganz andere Wesen sind? Was, wenn sie nicht verstehen, was ich will? Ganz vorsichtig machte er die Tür auf.
Plötzlich stand er in einem Raum mit vielen Dupliks, die auf den ersten Blick alle wie Menschen aussahen: Aber es mussten Dupliks sein!
Denn auf einmal schrie einer: „Da ist Jonas 7 wieder ...“
Erschrocken starrte er die Männer an. Sein Herz hämmerte wie mit sich selbst um die Wette; er hatte Angst, dass man es im Raum draußen hören könnte. Er durfte aber seine Angst nicht zeigen. Er musste sich geben, als ob er hier zu Hause sei. Aber er brachte keinen Ton heraus. Da kamen auch schon einige Betreuerinnen. „Wo warst du denn, wir haben uns Sorgen um dich gemacht?“ Er stand einfach da, angewachsen wie ein Stück Holz ...
1. Einleitung: Motivation und methodisches Vorgehen bei der Analyse von Klon-Literatur in der Examensarbeit werden dargelegt.
2. Das Thema „Klonen“ aus medizinischer Sicht: Grundlagen der Genetik und biologische Mechanismen des Klonierens werden für den Leser verständlich erläutert.
3. Rechtliche Aspekte des Themas „Klonen“: Der aktuelle Rechtsstand zum Klonen und zu embryonalen Stammzellen in Deutschland wird dargestellt.
4. Das Thema „Klonen“ in der öffentlichen Diskussion: Die Medienrezeption und die ethische Debatte in der Fachwelt werden analysiert.
5. Vergleich von Rabischs „Duplik Jonas 7“ mit Eschbachs „Perfect Copy“: Die beiden Jugendromane werden detailliert interpretiert und ihre ethischen Aussagen kontrastiert.
6. Didaktische Aspekte der beiden Werke: Unterrichtsvorschläge werden entwickelt, kritisch reflektiert und an den Lehrplan angepasst.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Einsichten über die Eignung beider Romane für die ethische Bildung im Schulunterricht.
Klonen, Jugendliteratur, Ethik, Biotechnologie, Identität, Duplik, Menschenwürde, Unterrichtsvorschlag, Gentechnik, Moral, Erziehung, Romaninterpretation, Reproduktives Klonen, Therapeutisches Klonen, Diskurs
Die Arbeit untersucht die Darstellung von Klonen in der modernen Jugendliteratur und deren Potenzial für den schulischen Unterricht.
Im Zentrum stehen die biologischen Grundlagen des Klonens, die rechtliche Situation in Deutschland, die öffentliche ethische Debatte sowie die literarische Auseinandersetzung in ausgewählten Romanen.
Ziel ist der Vergleich von Rabischs „Duplik Jonas 7“ und Eschbachs „Perfect Copy“ sowie die Entwicklung konkreter Unterrichtsentwürfe, um Schülern ethische Fragestellungen zu vermitteln.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse mit einer komparativen Herangehensweise kombiniert, ergänzt um fachdidaktische Überlegungen zur Umsetzung im Deutschunterricht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische und rechtliche Einleitung, eine detaillierte Interpretation der Romane und eine umfangreiche Ausarbeitung didaktischer Konzepte für den Realschulunterricht.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Klonen, Jugendliteratur, ethische Bildung, Individualität des Klons und didaktische Reduktion.
„Duplik Jonas 7“ gilt als Klassiker der Klon-Jugendliteratur, während „Perfect Copy“ ein aktuelles, lebensnahes Werk darstellt, das andere Schwerpunkte bei der Frage nach der Individualität setzt.
Der Vergleich zeigt, dass Rabisch eher den ethisch-moralischen Diskurs anregt, während Eschbach den Identifikationszugang über pubertäre Alltagsprobleme stärker betont.
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