Doktorarbeit / Dissertation, 1997
66 Seiten
1. EINLEITUNG:
2. METHODIK
2.1 VERSUCHSAUFBAU
2.2 VERSUCHSABLAUF
2.3 AUSWAHL DER PATIENTEN
3. AUSWERTUNG
3.1 GRUNDLAGEN
3.2 PROBLEME BEI DER BERECHNUNG DES 5-KOMPONENTEN-MODELLS
3.3 MODELLVARIANTEN
4. ERGEBNISSE
4.1 AUFLISTUNG DER BERECHNETEN FAKTOREN
4.1.1 Faktor A (Position / elastische Widerstände)
4.1.2 Faktor B (Geschwindigkeit / visköse Widerstände)
4.1.3 Faktor D (EMGtrizeps)
4.1.4 Faktor E (EMGbizeps)
4.2 VERSUCHE MIT MEDIKAMENTÖSER THERAPIE
4.2.1 Faktor A (Position / elastische Widerstände)
4.2.2 Faktor B (Geschwindigkeit / visköse Widerstände)
4.2.3 Faktor D (EMGtrizeps )
4.2.4 Faktor E (EMGbizeps)
4.3 VERSUCHE MIT WARTEZEIT
4.3.1 Faktor A (Position / elastische Widerstände)
4.3.2 Faktor B (Geschwindigkeit / visköse Widerstände)
4.3.3 Faktor D (EMGtrizeps)
4.3.4 Faktor E (EMGbizeps)
4.4 VERGLEICH DER KRAFTFAKTOREN MIT DER BEOBACHTETEN KLINISCHEN ÄNDERUNG
4.4.1 Vergleich Klinik / Kraftfaktoren (elastische Widerstände)
4.4.2 Vergleich Klinik / Kraftfaktoren (visköse Widerstände)
4.4.3 Vergleich Klinik / Kraftfaktoren (EMGtrizeps)
4.4.4 Vergleich Klinik / Kraftfaktoren (EMGbizeps)
5. DISKUSSION
5.1 DISKUSSION DER KRAFTFAKTOREN
5.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
5.3 DISKUSSION DES MODELLS
5.4 WEITERE VORSCHLÄGE
6. ZUSAMMENFASSUNG
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Vorstellung eines objektiven Verfahrens zur Quantifizierung der Spastik bei Patienten mit Armspastik nach einem Schlaganfall. Dabei wird der Muskeltonus durch eine differenzierte mathematische Analyse verschiedener physikalischer Widerstände (elastische, visköse Anteile, Trägheit und EMG-Aktivität) in einer Gesamtkraftkurve modelliert, um den Erfolg therapeutischer Interventionen präziser erfassen zu können.
Grundlagen
Grundlage der klinischen Beurteilung der Spastik ist das zur passiven Bewegung benötigte Drehmoment. Ein schematisches Beispiel der objektiv mit dem Kraftaufnehmer gemessenen Kraft, die zur Beugung und Streckung des Arms im Ellenbogengelenk nötig ist, zeigt Abbildung 2 (Messung bei einer Normalperson) und Abbildung 3 (Messung am spastischen Patienten). Diese Kurve haben wir als gemessene Gesamtkraftkurve bezeichnet (später in dieser Arbeit wird auf die berechnete Gesamtkraftkurve eingegangen).
Hierbei sind die positiven Werte mit einer Beugung, die negativen mit einer Streckung assoziiert (der Untersucher muß bei der Beugung einen Druck, bei der Streckung dagegen einen Zug ausüben, die als positives bzw. negatives Drehmoment dargestellt sind). Bei allen Schemata, die in diesem Kapitel gezeigt werden, handelt es sich um idealisierte Kurven. Die absoluten Werte der Skalen entsprechen in ihrer Größenordnung denen unserer Versuche.
EINLEITUNG: Definiert Spastik als Syndrom nach ZNS-Läsionen und erläutert die Limitationen derzeitiger klinischer Messverfahren wie der Ashworth-Skala.
METHODIK: Beschreibt den Versuchsaufbau zur Erfassung der Drehmomente und EMG-Daten bei passiven Armbewegungen sowie den Ablauf der Interventionen.
AUSWERTUNG: Führt das 5-Komponenten-Modell ein, das die gemessene Gesamtkraft in mathematische Teilfaktoren zerlegt, und diskutiert Modellvarianten bei hoher Korrelation.
ERGEBNISSE: Präsentiert die berechneten Kraftfaktoren nach verschiedenen Therapien und vergleicht diese mit subjektiven klinischen Einschätzungen.
DISKUSSION: Interpretiert die biomechanischen Kraftanteile und bewertet die Vorteile sowie Grenzen des Modells für die objektive Spastik-Quantifizierung.
ZUSAMMENFASSUNG: Fasst das entwickelte Modell und die Erkenntnisse über die Beeinflussbarkeit der Teilwiderstände durch Therapie zusammen.
Spastik, Schlaganfall, Armspastik, Drehmomentanalyse, Elektromyogramm, Modellentwicklung, elastische Widerstände, visköse Widerstände, Muskeltonus, Krankengymnastik, Objektive Quantifizierung, Biomechanik, Reflexaktivität, Ellenbogengelenk, Patienten-Intervention
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines objektiven mathematischen Modells zur Messung und Quantifizierung von Spastik bei Patienten nach einem Schlaganfall, um die Wirkung verschiedener Therapien messbar zu machen.
Im Zentrum stehen die biomechanische Analyse passiver Gelenkbewegungen, die Auswertung von Elektromyogrammen (EMG) sowie der Vergleich dieser Daten mit klinischen therapeutischen Einschätzungen.
Ziel ist es, ein Verfahren zu etablieren, das die an der Spastik beteiligten Systeme (elastische Gewebe, Viskosität, Muskelreflexe) einzeln analysiert, um eine präzisere Therapieplanung und -kontrolle zu ermöglichen.
Es wird eine mathematische Modellierung genutzt, die die gemessene Gesamtkraft einer Armbewegung in fünf Teilkomponenten (Faktoren A bis E) zerlegt, basierend auf physikalischen Korrelaten wie Position, Geschwindigkeit und EMG-Signalen.
Der Hauptteil widmet sich dem Versuchsaufbau, der mathematischen Auswertung der Kraftkurven, der Darstellung der Ergebnisse unter verschiedenen Therapien sowie der kritischen Diskussion des Modells.
Wichtige Begriffe sind Spastik, Schlaganfall, Drehmomentanalyse, EMG, biomechanische Modellierung und klinische Quantifizierung.
Das 5-Komponenten-Modell erklärt einen deutlich höheren Anteil der gemessenen Varianz, da es die Muskelaktivität (EMG) direkt einbezieht, während das 3-Komponenten-Modell bei hoher Korrelation zwischen den Messwerten lediglich als Ausweichmodell dient.
Sie dient als Vergleichsgröße zur Validierung des Modells. Es zeigt sich, dass objektive Messdaten teilweise gut mit der klinischen Einschätzung korrelieren, was die Eignung des Modells für die Praxis stützt.
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