Forschungsarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Theoretische Hintergrund und Darstellung der Forschungsfragen
1.1. Psychodynamische Erklärungsansätze
1.2. Der anale Identitätsstandard
1.3. Der narzisstische Identitätsstandard
1.4. Darstellung der Forschungsfrage
2. Zur Auswahl der Interviewform
3. Strukturierung und Inhalt des Fragenkatalogs
3.1. Zur Struktur des Fragenkatalogs
3.2. Der Inhalt des Fragenkatalogs
3.3. Zur Dokumentation und Transkription des Interviews
4. Darstellung des Interviewpartners, der Interviewsituation und des Interviewverlaufs
5. Auswertung
5.1. Zur Auswahl der Analysetechnik
5.2. Analyse des erhobenen Materials
Fazit
Die Arbeit untersucht die Nutzungsmotivation und das Nutzungsverhalten von Individuen in virtuellen Netzwerken, insbesondere am Beispiel von studiVZ, um den Wandel der Selbstdarstellung im Kontext narzisstischer Identitätsstandards zu beleuchten.
1.1. Psychodynamische Erklärungsansätze
Im Folgenden gebe ich einen Überblick über eine für diese Ausarbeitung relevanten Erklärungsansätze zur Entstehung und Funktion von Identität, da es, beschäftigt man sich mit der Selbstdarstellung von Nöten ist zu beschreiben, wofür der Begriff des Selbst steht.
In psychodynamischen Theorien wird das „Ich-Ideal“ als Produkt gesellschaftlicher Wertvorstellungen beschrieben: „Das Über-Ich beinhaltet aber auch das Ich-Ideal, das nach Perfektion und der Realisierung verinnerlichter Ideale strebt“ (Altenthan u.a. 1983: 381).
Das Individuum strebt danach, verinnerlichte Ideale zu verwirklichen und von der Außenwelt an Hand dieser Wertvorstellungen als Person definiert zu werden. Dieses Handeln ist Teil des „Realitätsprinzips“: An Stelle der Verdrängung, (...), trat die unpatreiische Urteilsfällung, welche entscheiden sollte, ob eine bestimmte Vorstellung wahr oder falsch ist, das heißt im Einklang mit der Realität sei oder nicht“ (Freud 1914: 233).
Da das Ich-Ideal das Produkt gesellschaftlicher Wertvorstellungen ist und dieses die Bildung von personalen Identitäten, deren gemeinsame Eigenschaften den Identitätsstandard bilden, beeinflusst, lassen sich von diesem Rückschlüsse auf gesellschaftliche Wertvorstellungen ziehen (vgl. Lasch 1995: 63).
Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Arbeit aufgrund bisher weniger empirischer Erkenntnisse zur Nutzung von webbasierten Netzwerken wie dem studiVZ.
1. Theoretische Hintergrund und Darstellung der Forschungsfragen: Dieses Kapitel verknüpft psychodynamische Theorien über Identität mit den Forschungsfragen bezüglich narzisstischer Selbstdarstellung.
2. Zur Auswahl der Interviewform: Hier wird die Wahl des problemzentrierten Interviews begründet, um biographische Daten mit dem gesellschaftlichen Wandel der Selbstdarstellung zu verknüpfen.
3. Strukturierung und Inhalt des Fragenkatalogs: Die Strukturierung des Leitfadens wird erläutert, unterteilt in Nutzungsmotivation und Nutzungsverhalten, sowie die methodische Dokumentation.
4. Darstellung des Interviewpartners, der Interviewsituation und des Interviewverlaufs: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl der Interviewpartnerin und reflektiert die Gesprächsatmosphäre während der Datenerhebung.
5. Auswertung: Die qualitative Inhaltsanalyse der Interviews wird dokumentiert, inklusive der Paraphrasierung und Kategorisierung der Ergebnisse.
Fazit: Das Fazit führt Theorie und Empirie zusammen und bewertet die Gültigkeit der theoretischen Annahmen anhand des vorliegenden Einzelfalls.
studiVZ, Selbstdarstellung, Narzissmus, Identitätsstandard, Internetplattform, Nutzungsmotivation, Privatsphäre, Qualitative Sozialforschung, Virtuelle Kommunikation, Anerkennung, Kontaktpflege, Soziale Netzwerke, Psychodynamik, Bewunderung.
Die Hausarbeit befasst sich mit der Nutzungsmotivation und dem Verhalten von Nutzern in virtuellen Netzwerken, konkret am Beispiel des studiVZ.
Die Arbeit verknüpft Themen wie Selbstdarstellung, psychodynamische Identitätsbildung, Privatsphäre in sozialen Medien und die Kompensation realer sozialer Isolation.
Ziel ist es zu klären, ob das Nutzerverhalten im studiVZ durch narzisstische Bedürfnisse, wie das Verlangen nach externer Bestätigung, geprägt ist oder anderen Motivationen folgt.
Es wird das problemzentrierte Interview eingesetzt, gefolgt von einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Flick zur Auswertung des erhobenen Materials.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise bei der Interviewführung und die systematische Auswertung der Aussagen zur Nutzungsmotivation und zum Verhalten.
Zu den zentralen Begriffen gehören studiVZ, Selbstdarstellung, Narzissmus, Identitätsstandard sowie qualitative Sozialforschung.
Das studiVZ wurde gewählt, da es sich spezifisch an Studierende richtet und für einen unreflektierten Umgang mit persönlichen Informationen bekannt ist.
Die Untersuchung zeigt, dass Einstellungen zur Privatsphäre häufig erst dann angepasst werden, wenn Nutzer negative Konsequenzen oder unreflektierte Datenweitergabe bewusst wahrnehmen.
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