Bachelorarbeit, 2009
71 Seiten, Note: 2,3
1. Erscheinungsformen von Korruption
1.1 Definition von Korruption
1.2 Typologien der Korruption
1.3 Geschichte der Korruption
1.4 Das Kaleidoskop der Korrupten
1.5 Motive der Akteure
2. Folgen der Korruption
2.1 Vertrauensverlust
2.2 Minderung der Produktivität
2.3 Bereicherung auf Kosten des Steuerzahlers
3. Korrektiv bürokratischer Strukturen
3.1 Speed Money
3.2 Gewinner der Korruption
4. Maßnahmen der Korruptionsbekämpfung
4.1 Global denken, lokal handeln
4.2 Indirekte Diskriminierung und erhöhte Haftung
4.3 Entflechtung von Politik und Wirtschaft
4.4 Vernetzung der Datenerhebung für die Strafverfolgung
5. Kritische Betrachtung des Korruptionsindex von „Transparency International“
5.1 Fragwürdigkeit der Methoden
5.2 Aufdeckung und Dunkelziffern
5.3 Messbarkeit von Korruption und Qualität der
5.4 Mangelnde Transparenz der Indikatoren
6. Die Rolle des Journalismus: zwischen Bekämpfung und Teilhabe an der Korruption
6.1 Das Ideal der freien Presse
6.2 Vielfalt der Medien: neue Unübersichtlichkeit
6.3 Die labile Grenze zwischen Journalismus und PR
6.4 Das Volumen der Berichterstattung über Korruption
6.5 Armut, Verführung oder Raffgier der Journalisten?
7. Fazit: Probleme – auf dem Weg zu einer korruptionsfreien Gesellschaft
7.1 Vom feudalen Klientelismus zur Legalisierung der Korruption
7.2 Von der Skandalisierung zur Versachlichung des Problems
7.3 Am Ende zahlt der Steuerzahler
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen der Korruption als ein strukturelles Problem in Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, die Ursachen, Folgen und Bekämpfungsmöglichkeiten sowie die kritische Rolle der Medien und die Aussagekraft internationaler Indikatoren wie des Korruptionsindexes von „Transparency International“ zu analysieren.
1.1 Definition von Korruption
Die Literatur zur Definition von Korruption ist umfangreich und komplex. Eine der meistzitierten Definitionen der Korruption stammt von Nye: Korrupt nennt man ein „Verhalten, das von den formalen Pflichten einer öffentlichen Rolle (in die man gewählt oder zu der man ernannt wurde) abweicht, um sich privat orientierte (persönliche, familiäre, einer privaten Clique zugute kommende) finanzielle Vorteile oder Statusgewinne zu verschaffen; oder das Regeln gegen bestimmte Arten privat orientierten Einflussnahme verletzt."
Korruption ist so vielseitig, dass man sie in verschiedenen Disziplinen betrachten und definieren kann. Die Theologie beansprucht eine ethisch–moralische Beurteilung, die Geschichtswissenschaft dokumentiert die historische Dimension von Korruption, die Rechtswissenschaft konzentriert sich auf die Bestrafung. Die Ökonomie betrachtet Korruption häufig als Schmiermittel gegen bürokratische Störfaktoren, die das freie Marktgeschehen hemmen, die Soziologie sieht Korruption nicht als Katastrophe, sondern als vielfach abweichendes Verhalten. Die Politikwissenschaft schwieg lange Zeit zu diesem Thema, bis es endlich in Folge der großen Korruptionsskandale der 90er Jahre thematisiert wurde. Auch Psychologie (Motive), Pädagogik (Bildungsmaßnahmen) und Medienwissenschaft (Skandalisierung) tragen zu einem besseren Verständnis dieses alten globalen Themas bei.
1. Erscheinungsformen von Korruption: Dieses Kapitel definiert Korruption interdisziplinär und erläutert verschiedene Typologien, von petty corruption bis zu komplexen organisierten Netzwerken.
2. Folgen der Korruption: Hier werden die administrativen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen beleuchtet, wobei besonders der Vertrauensverlust und die wirtschaftlichen Einbußen hervorgehoben werden.
3. Korrektiv bürokratischer Strukturen: Dieses Kapitel hinterfragt, ob Korruption unter bestimmten Umständen als Schmiermittel (Speed Money) fungieren kann, beleuchtet aber auch die Gewinnerseite.
4. Maßnahmen der Korruptionsbekämpfung: Es werden Strategien zur Bekämpfung wie erhöhte Haftung, Entflechtung und die Bedeutung der Transparenz diskutiert.
5. Kritische Betrachtung des Korruptionsindex von „Transparency International“: Eine methodische Analyse, die die Subjektivität und mangelnde Transparenz der Indikatoren sowie deren oft willkürliche Anwendung hinterfragt.
6. Die Rolle des Journalismus: zwischen Bekämpfung und Teilhabe an der Korruption: Das Kapitel untersucht den Auftrag der Presse, die Verfilzung zwischen Medien und Lobbyinteressen sowie die journalistische Verantwortung.
7. Fazit: Probleme – auf dem Weg zu einer korruptionsfreien Gesellschaft: Das Fazit fasst die Problematik zusammen und plädiert für eine Kultur der Transparenz als notwendigen ersten Schritt gegen Korruption.
Korruption, Schmiergeld, Transparency International, Korruptionsindex, Wirtschaftskriminalität, Medien, Journalismus, Transparenz, politische Ethik, Wettbewerb, Machtmissbrauch, Investition, Bürokratie, Klientelismus, Gesellschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Rekonstruktion von Korruption als einem strukturellen Phänomen in modernen Gesellschaften.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Korruption, ihren wirtschaftlichen Folgen, der Kritik an gängigen Messmethoden und der Rolle der Medien bei der Korruptionsbekämpfung.
Das Ziel ist eine fundierte Analyse der Ursachen und Folgen von Korruption sowie die Entwicklung eines Plädoyers für eine transparentere Gesellschaft.
Der Autor führt eine interdisziplinäre Auswertung empirischer Studien, ökonomischer Fachliteratur und medialer Berichterstattung durch.
Im Hauptteil werden Erscheinungsformen, Folgen, bürokratische Korrektive, Bekämpfungsmaßnahmen, eine kritische Indikatorenanalyse sowie die Rolle der Presse detailliert untersucht.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Korruption, Transparency International, Wirtschaftskriminalität, Transparenz und politische Ethik.
Der Autor kritisiert die mangelnde Transparenz der verwendeten Indikatoren und die Subjektivität der Datenquellen, die zu verzerrten Rankings führen können.
Medien dienen als „vierte Gewalt“ zur Aufdeckung von Skandalen, können jedoch auch selbst anfällig für Korruption oder Mitnahme-Mentalität sein.
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