Examensarbeit, 2008
134 Seiten, Note: 1,5
1.0 Einleitung
2.0 Hörtechnische Versorgung - früher
2.1 Frühe Beschäftigung mit dem Hören und alternative Behandlungsmethoden
2.2 Hörrohre
3.0 Hörgeräte
3.1 Historische Entwicklung
3.1.1 Telefonie-Technik
3.1.2 Röhrentechnologie
3.1.3 Einsatz von Transistoren
3.2 Technischer Fortschritt bei der Hörgeräteentwicklung
3.2.1 Die Funktionsweise
3.2.1.1 Die analoge und digitale Signalverarbeitung
3.2.1.2 Verstärkung und Dynamik
3.2.1.3 Strategien zur Verbesserung des Signal-Rausch-Abstandes
3.3 Bauformen moderner Hörgeräte
3.3.1 HdO
3.3.2 IO-Geräte
3.4 Sonderbauformen
3.4.1 Knochenleitungs- und knochenverankerte Hörgeräte
3.4.2 Taschengeräte
3.4.3 Hörbrillen
3.4.4 CROS
3.4.5 BICROS
3.5 Indikation - Wann sind Hörgeräte angezeigt?
3.6 Zukunftsaussichten
4.0 Cochlea Implantate
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Technischer Fortschritt bei der Entwicklung von Cochlea Implantaten
4.3 Indikation
4.4 Die bilaterale CI-Versorgung
4.5 Zukunftsaussichten
5.0 Studie
5.1 Erstellung des Fragebogens
5.2 Untersuchungsdesign
5.3 Anmerkungen zur Auswertung
5.4 Darstellung der Ergebnisse
5.4.1 Schüler-Teil
5.4.2 Lehrer-Teil
5.5 Diskussion der Ergebnisse
5.5.1 Diskussion: Schüler-Teil
5.5.2 Diskussion: Lehrer-Teil
5.6 Abschließende Bemerkungen
5.7 Resumée
Das Hauptziel dieser wissenschaftlichen Hausarbeit ist die Bestandsaufnahme der aktuellen apparativen Hörgeräteversorgung sowie der audiologischen Diagnostik bei Schülern an einer Schule für Hörgeschädigte in Hessen mittels einer schriftlichen Fragebogenerhebung, um daraus Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis und Lehrerfortbildung abzuleiten.
3.1 Historische Entwicklung
Mit dem Ausklang des 19. Jahrhunderts setzte die Erfindung des Kohlemikrofons neue Entwicklungen frei. „Zwischen 1861 und 1876 erfanden Philip Reis und Alexander Graham Bell unabhängig voneinander das Telefon.
Diese Erfindung stellte einen bedeutenden Wendepunkt für die Fortentwicklung der Hörhilfen dar. Neben der Entwicklung des Telefons wollte Bell, dessen Eltern und Frau selbst gehörlos gewesen sein sollen, tauben Menschen ein Instrument zur Verfügung stellen um die Sprache zu erlernen.
„Das erste elektrische Hörgerät wurde erst 20 Jahre nach der Erfindung des Telefons und des Kohlemikrofons von Bertram Thornton 1896 vorgestellt. Es handelt sich um ein Tischgerät, das aus einem Kohlemikrofon, einem magnetischen Hörer und einem Set aus drei Trockenbatterien in einem Kasten bestand. Es wurden Bauteile der Telefonbranche verwendet. Daher hießen sie auch Telefonie-Hörgeräte. Schallwellen werden von einem Mikrofon aus Kohlekörnern aufgenommen, in elektrische Energie umgewandelt, wieder in Schall übersetzt und dabei verstärkt.“
1.0 Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung zur apparativen Versorgung und Diagnostik an einer speziellen Schule für Hörgeschädigte.
2.0 Hörtechnische Versorgung - früher: Ein historischer Rückblick auf den Umgang mit Hörbeeinträchtigungen und die Entwicklung früher Hörprothesen wie Hörrohre.
3.0 Hörgeräte: Umfassende Betrachtung der technischen Entwicklung von den ersten Telefonie-Geräten bis zu modernen digitalen Hörsystemen und deren Bauformen.
4.0 Cochlea Implantate: Erläuterung der Entwicklung, Indikationen, technischen Funktionsweise sowie der bilateralen CI-Versorgung und Zukunftsperspektiven.
5.0 Studie: Methodische Erläuterung der Fragebogenerhebung an der Johannes-Vatter-Schule, inklusive Datenpräsentation, Diskussion der Ergebnisse und abschließender Resümees.
Hörgerät, Cochlea Implantat, Hörgeschädigtenpädagogik, Audiologie, Signalverarbeitung, Otoplastik, Schule für Hörgeschädigte, apparative Versorgung, Hörverlust, digitale Hörsysteme, Schallempfindungsschwerhörigkeit, audiologische Diagnostik, CI-Versorgung, Inklusion, Hörhilfen.
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Qualität der apparativen Versorgung sowie der diagnostischen Prozesse bei hörgeschädigten Schülern an einer Schule für Hörgeschädigte in Hessen.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese der Hörtechnik, dem Aufbau moderner digitaler Hörsysteme, der Funktionsweise von Cochlea Implantaten sowie der empirischen Erfassung der schulischen Versorgungssituation.
Das Ziel ist es, neben einem Überblick über die Technik, die Stärken und Schwächen des Wissens der Lehrkräfte über die Hörhilfen ihrer Schüler zu identifizieren, um Ansatzpunkte für zukünftige Aus- und Fortbildungen zu gewinnen.
Es wurde eine quantitative und qualitative Fragebogenerhebung durchgeführt, die sich sowohl an die Lehrkräfte als auch an die konkrete Schülersituation an der Johannes-Vatter-Schule richtete.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-technische Einführung in Hörgeräte und Cochlea Implantate sowie eine detaillierte Auswertung der erhobenen Daten aus der schulpraktischen Studie.
Die zentralen Begriffe sind Hörgerät, Cochlea Implantat, Audiologie, Signalverarbeitung, Otoplastik, Hörhilfen und Schulpädagogik.
Die Arbeit betont, dass die Otoplastik einen wesentlichen Teil (geschätzt 50 %) einer erfolgreichen Hörgeräteversorgung ausmacht, da selbst das modernste Hörgerät ohne optimale Anpassung an das Ohr an Effektivität verliert.
Die Arbeit deutet an, dass ein großer Teil des Lehrpersonals nicht über alle technischen Details der Hörhilfen ihrer Schüler Bescheid weiß, was auf einen Bedarf an spezialisierten Fortbildungsangeboten hinweist.
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