Diplomarbeit, 2003
123 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Regionale Wirtschaftsförderung
2.1 Allgemeine Aspekte der regionalen Wirtschaftsförderung
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Notwendigkeit der regionalen Wirtschaftsförderung
2.1.3 Ziele, Instrumente und Träger der Regionalpolitik
2.2 Umsetzung der regionalen Wirtschaftsförderung
2.2.1 Regionalpolitik der EU
2.2.2 Regionale Wirtschaftsförderung in Deutschland
2.2.3 Regionale Wirtschaftsförderung in Thüringen
3 GA-Investitionszuschuss für einzelbetriebliche Investitionen
3.1 Ziele des GA-Investitionszuschusses
3.2 Art der Förderung
3.3 Voraussetzung für die Gewährung des einzelbetrieblichen Investitionszuschusses
3.3.1 Primäreffekt
3.3.2 Arbeitsplatzziel und Förderschwellen
3.3.3 Weitere Voraussetzungen für eine Förderung aus Mitteln der GA
3.4 Ausschluss und Einschränkungen von der GA-Förderung
3.4.1 Ausgeschlossene Wirtschaftsbereiche
3.4.2 Eingeschränkte Wirtschaftsbereiche
3.5 Förderfähige Kosten des Investitionszuschusses
3.5.1 Lohnkostenbezogene Zuschüsse
3.5.2 Sachkapitalbezogene Zuschüsse
3.6 Höhe der Förderung und Kumulierungsmöglichkeiten
3.6.1 Räumliche Differenzierung der Förderhöhe
3.6.2 Weitere Kriterien für die Festlegung der Förderhöchstsätze
3.6.3 Kumulierungsmöglichkeiten
4 Inanspruchnahme und Evaluierung des GA-Zuschusses
4.1 Inanspruchnahme und Arbeitsplatzwirkung des GA-Investitionszuschusses in Thüringen
4.1.1 Zahlen der Bewilligungsstatistik
4.1.2 Aussagefähigkeit der Zahlen der Bewilligungsstatistik
4.2 Unternehmensbefragung zum GA-Investitionszuschuss
4.2.1 Durchführung der Unternehmensbefragung
4.2.2 Inanspruchnahme der GA-Fördermittel
4.2.3 Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme von GA-Fördermitteln
4.2.4 Wirkung der Förderung
4.2.5 Veränderungsvorschläge
4.2.6 Abschlussbetrachtung
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität des Investitionszuschusses für einzelbetriebliche Investitionen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Thüringen. Ziel ist es zu analysieren, ob dieses Förderinstrument geeignet ist, substanzielle Investitions- und Arbeitsplatzeffekte auszulösen, und ob die bestehenden Regelungen einer kritischen Überprüfung standhalten.
3.1 Ziele des GA-Investitionszuschusses
Bevor die Zielstellungen des Investitionszuschusses aus Mitteln der GA erläutert werden, ist es zweckmäßig zunächst erst einmal die allgemeinen Ziele der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ vorzustellen. Die Ziele der GA sind im ersten Teil des Rahmenplans geregelt. Danach ist die Hauptaufgabe der Gemeinschaftsaufgabe Standortnachteile strukturschwacher Gebiete auszugleichen, damit diese Anschluss an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung halten können. Gleichzeitig sollen durch den Ausgleich der Standortnachteile die Entwicklungsunterschiede der einzelnen Regionen verringert werden.
Neben dem Hauptziel verfolgt die GA noch zahlreiche nachgeordnete Ziele. So kann sie die global ausgerichtete Wachstums- und Beschäftigungspolitik ergänzen. Außerdem soll die GA durch Regionalbeihilfen zur Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen und zum Aufbau neuer, wettbewerbsfähiger Strukturen helfen, den Strukturwandel zu erleichtern. Zudem strebt sie in strukturschwachen Gebieten an, die Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen zu festigen, um so die Standorte der Unternehmen zu erhalten.
Das spezielle Ziel des Investitionszuschusses für einzelbetriebliche Investitionen aus Mitteln der GA ist, gemäß § 1 Nr. 1 GRWG zusätzliche Errichtungs-, Erweiterungs-, Umstellungs- und Rationalisierungsinvestitionen in den jeweiligen Fördergebieten auszulösen. Durch den Investitionszuschuss sollen die Kapitalkosten eines Vorhabens gesenkt und somit dessen Rentabilität erhöht werden. Mit diesem Effekt sollen die rentabilitätsmindernd wirkenden Standortnachteile des Fördergebietes ausgeglichen werden. In Thüringen werden GA-Zuschüsse nur für gewerbliche Investitionsvorhaben gewährt, an denen das Land ein „erhebliches regional- und strukturpolitisches Interesse“ hat.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der regionalen Wirtschaftsförderung in Thüringen sowie Darstellung der Problemstellung und des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Regionale Wirtschaftsförderung: Erläuterung theoretischer Grundlagen der Regionalpolitik und Beschreibung der Umsetzung auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene in Thüringen.
3 GA-Investitionszuschuss für einzelbetriebliche Investitionen: Detaillierte Vorstellung der Zielsetzungen, Voraussetzungen, förderfähigen Kosten und der Höhe des Investitionszuschusses inklusive kritischer Hinterfragung der Regelungen.
4 Inanspruchnahme und Evaluierung des GA-Zuschusses: Analyse der tatsächlichen Nutzung der Fördermittel anhand von Statistiken sowie Auswertung einer in der Arbeit durchgeführten Unternehmensbefragung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Schlussfolgerungen bezüglich der Effektivität und Verbesserungsmöglichkeiten des Förderinstruments.
Regionale Wirtschaftsförderung, Gemeinschaftsaufgabe, Investitionszuschuss, Thüringen, Arbeitsplatzeffekte, Strukturwandel, Fördergebiete, Unternehmensbefragung, Fördermittel, Investitionsvolumen, Standortnachteile, Exportbasistheorie, Wettbewerbsfähigkeit, Evaluierung, Wirtschaftsstruktur.
Die Arbeit analysiert die regionale Wirtschaftsförderung in Thüringen, speziell den GA-Investitionszuschuss für einzelbetriebliche Investitionen, und bewertet dessen Effektivität.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Regionalpolitik, das Regelwerk des GA-Zuschusses, die statistische Erfassung der Inanspruchnahme sowie die subjektive Bewertung durch Thüringer Unternehmen.
Es soll untersucht werden, ob der Investitionszuschuss geeignet ist, Investitionsanreize zu schaffen und Arbeitsplätze in Thüringen zu sichern bzw. neu zu generieren.
Neben einer Literatur- und Dokumentenanalyse wird eine eigene empirische Unternehmensbefragung durchgeführt, um die Wirksamkeit aus der Sicht der geförderten Betriebe zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des Förderregelwerks sowie eine umfassende Evaluierung der Inanspruchnahme und der tatsächlichen Förderwirkung.
Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Regionale Wirtschaftsförderung, Investitionszuschuss, Arbeitsplatzeffekte und Standortnachteile.
Der Autor nutzt diese Theorie, um die ökonomische Begründung des GA-Zuschusses kritisch zu hinterfragen, da sie zu stark auf den Export fokussiert und andere wichtige Sektoren vernachlässigt.
Die Mehrheit der befragten Unternehmen empfindet das Antrags- und Nachweisverfahren als aufwendig, kostenintensiv und langwierig, was den Fördereffekt in der Praxis mindert.
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