Seminararbeit, 2008
29 Seiten, Note: 8
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A.) Einleitung
B.) Veränderung der Interpretation und des Geltungsbereiches des § 176 I HGB aufgrund rechtshistorischer Ereignisse
I.) Die Interpretation der Norm als Haftungsverschärfung
II.) Die Interpretation der Norm als Klarstellung bis hin zur Privilegierung
III.) Der Wandel der Normsituation
1.)Die Haftungsverhältnisse vor der HGB-Reform und des BGH-Urteils
2.) Das veränderte Normverständnis nach HGB-Reform und BGH-Urteil
C.) Darstellung der Entstehung von KG und OHG im Vergleich zur GbR
D.) Untersuchung sowie Darstellung von Lösungsansätzen zur Haftungsproblematik anhand von Fallkonstellationen
I.) Vor-KG mit natürlicher Person als Komplementär
Fall 1.) Nicht kleingewerbliche Vor-KG
Abwandlung:
Lösung Fall 1:
1.)Haftung der KG
2.) Haftung des Komplementärs
3.)Haftung des Kommanditisten
Lösung Abwandlung:
1.) Haftung der KG und des Komplementärs
2.) Haftung des Kommanditisten
Fall 2.) Kleingewerbliche Vor-KG
Lösung Fall 2:
1.)Haftung der Gesellschaft
2.)Haftung des vermeintlichen Komplementärs
3.)Haftung des vermeintlichen Kommanditisten
Fall 3.) kleingewerbliche Vor Schein-KG
1.) Haftung der Gesellschaft
2.) Haftung des Komplementärs
3.)Haftung des Kommanditisten
II.)Vor-KG ausschließlich mit juristischer Person als Komplementär
1.)Allgemeines
Fall 1.) Eingetragene GmbH & nicht eingetragene Co. KG
Lösung Fall 1.)
E.) Fazit und Lösungsvorschlag
Die Arbeit untersucht die komplexen Haftungsverhältnisse in der Gründungsphase einer nicht eingetragenen Kommanditgesellschaft, insbesondere im Hinblick auf die unbeschränkte Haftung der Kommanditisten gemäß § 176 HGB sowie die Auswirkungen aktueller BGH-Rechtsprechung und gesetzlicher Reformen.
Fall 1.) Nicht kleingewerbliche Vor-KG
A und B schließen einen Gesellschaftsvertrag zur Gründung einer KG ab, an der B als Kommanditist mit einer Einlage i.H.v. 40.000,- € beteiligt werden soll. Zweck der Gesellschaft soll die Produktion und der Verkauf von 5000 Mountainbikes pro Jahr mit Hilfe von 20 Angestellten sein. Noch vor Eintragung in das Handelsregister bestellt A mit Zustimmung von B 5000 Rahmen zum Preis von 50.000,- € beim Hersteller C. C hatte keine Kenntnis davon, dass und inwiefern B an der Gesellschaft beteiligt war.
Wen kann C aus dem Kaufvertrag in Anspruch nehmen?
Abwandlung:
Die Ausgangssituation ist die gleiche wie in Fall 1. Der Unterschied ist, dass C Kenntnis von der Beteiligung des B als Kommanditisten hat.
A.) Einleitung: Darstellung der Problematik der Kommanditistenhaftung in der Gründungsphase einer nicht eingetragenen KG.
B.) Veränderung der Interpretation und des Geltungsbereiches des § 176 I HGB aufgrund rechtshistorischer Ereignisse: Analyse des Wandels von einer haftungsverschärfenden Norm hin zu einer klarstellenden Funktion unter Berücksichtigung der BGH-Rechtsprechung.
C.) Darstellung der Entstehung von KG und OHG im Vergleich zur GbR: Gegenüberstellung der Voraussetzungen zur Entstehung von Personengesellschaften und deren Wirksamkeit im Außenverhältnis.
D.) Untersuchung sowie Darstellung von Lösungsansätzen zur Haftungsproblematik anhand von Fallkonstellationen: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf verschiedene Fallbeispiele von der nicht kleingewerblichen Vor-KG bis zur GmbH & Co. KG.
E.) Fazit und Lösungsvorschlag: Kritische Würdigung der Reformbedürftigkeit der Norm und Entwicklung von Lösungsansätzen durch Vertragsgestaltung im Innenverhältnis.
Kommanditgesellschaft, Vor-KG, § 176 HGB, Haftung, Kommanditist, Handelsregistereintragung, Gründungsphase, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, BGH-Rechtsprechung, Gläubigerschutz, GmbH & Co. KG, Handelsgewerbe, Schein-KG, Akzessorietätstheorie, Haftungsbeschränkung.
Die Arbeit analysiert die Haftungssituation in der Gründungsphase von Kommanditgesellschaften, die noch nicht in das Handelsregister eingetragen sind.
Die zentralen Felder sind die Auslegung von § 176 HGB, der Vergleich zur GbR, die Haftung der Kommanditisten sowie spezielle Konstrukte wie die GmbH & Co. KG.
Die Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen Kommanditisten einer noch nicht eingetragenen KG für Gesellschaftsschulden unbeschränkt haften und wie diese Haftung ggf. beschränkt werden kann.
Der Autor nutzt eine Kombination aus historischer Interpretation der Normentwicklung, systematischer Analyse des geltenden Rechts und fallbezogener Rechtsanwendung.
Im Hauptteil werden konkrete Fallkonstellationen wie die Vor-KG, Schein-KG und die GmbH & Co. KG untersucht, um die Anwendung der Haftungsregeln zu illustrieren.
Sie zeichnet sich durch die kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen BGH-Rechtsprechung zur GbR und deren Auswirkungen auf die Haftung in der Gründungsphase der KG aus.
Die Kenntnis des Gläubigers von der Kommanditistenstellung ist zentral, da sie gemäß § 176 I S. 1 2. Hs. HGB das Haftungsprivileg des Kommanditisten auch vor Eintragung ermöglichen kann.
Bei der GmbH & Co. KG ist besonders umstritten, ob die Firmierung als solche bereits Kenntnis im Sinne des § 176 HGB begründet, was eine persönliche Haftung der Kommanditisten ausschließen würde.
Der Autor schlägt unter anderem vertragliche Regelungen im Innenverhältnis vor, um den künftigen Kommanditisten bei Inanspruchnahme durch Gläubiger über eine Freistellung oder ähnliche Konstrukte abzusichern.
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