Doktorarbeit / Dissertation, 2009
338 Seiten, Note: 1
Die Dissertation befasst sich mit dem professionellen Handeln in der Sozialen Arbeit mit "Chronisch Mehrfachbeeinträchtigt Abhängigkeitskranken" (CMA) und untersucht die Entstehung und Relevanz dieses Begriffs im Kontext der Suchtkrankheitsentwicklung. Der Fokus liegt auf der Rekonstruktion des Prozesses, durch den Alkoholkonsum von einem sozialen Phänomen zu einer behandlungsbedürftigen Suchtkrankheit wurde und wie diese Entwicklung den Umgang mit CMA-Patienten beeinflusst.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die gesellschaftliche Relevanz des Themas CMA, die Forschungsfrage und die methodischen Grundlagen der Arbeit beleuchtet. Kapitel 2 erläutert das fallrekonstruktive Forschungsdesign, das sich auf die Grounded Theory und die Objektive Hermeneutik stützt. Kapitel 3 geht der Rekonstruktion der Sucht als gesellschaftliches Problem nach, wobei die historische Entwicklung des Alkoholkonsums und die Entstehung des Suchtbegriffs im Laufe der Zeit analysiert werden. Kapitel 4 befasst sich mit der Rekonstruktion des Begriffs „CMA“ und den verschiedenen Facetten seiner Definition. Kapitel 5 stellt die Ergebnisse der Fallrekonstruktionen vor, die einen detaillierten Einblick in die Lebenswelt und die Familienstrukturen von CMA-Patienten geben.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themenfeldern Soziale Arbeit, Suchtkrankheit, Chronisch Mehrfachbeeinträchtigt Abhängigkeitskrank (CMA), Fallrekonstruktion, Objektive Hermeneutik, Grounded Theory, Alkoholkonsum, Soziale Konstruktion, Lebenswelt, Familienstrukturen, Professionelles Handeln.
CMA steht für „Chronisch Mehrfachbeeinträchtigt Abhängigkeitskranke“. Es beschreibt Menschen, deren Suchterkrankung zu dauerhaften körperlichen, psychischen und sozialen Schäden geführt hat.
Die Arbeit rekonstruiert den Weg vom sozialen Trinkproblem in der Antike bis hin zur modernen Medikalisierung und Definition als anerkannte Suchtkrankheit.
Anhand von Fallrekonstruktionen wird gezeigt, wie sich „süchtige Muster“ über Generationen hinweg, oft beeinflusst durch traumatische Ereignisse wie Krieg, festigen können.
Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Lebenslage der Klienten durch einen Ansatz, der zwischen bürokratischen Regeln und individueller Fallarbeit vermittelt.
Diese Methode erlaubt es, die unbewussten Regeln und Sinnzusammenhänge in der Lebenspraxis der Betroffenen durch detaillierte Textanalysen zu entschlüsseln.
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