Bachelorarbeit, 2009
38 Seiten, Note: 1
VORWORT
1. EINLEITUNG
2. ÖL – DAS SCHWARZE GOLD
3. DIE RESSOURCE WIRD ZUM MACHTFAKTOR
3.1. DAS KONZESSIONSSYSTEM UND DIE „SIEBEN SCHWESTERN“
3.2. DAS „50:50 - ABKOMMEN“
3.3. DIE OPEC
3.4. DER DRITTE ARABISCH-ISRAELISCHE KRIEG 1967
4. ENTSTEHUNG UND HINTERGRÜNDE ZUR ÖLKRISE 1973/74
4.1. DIE VORARBEIT
4.2. DAS MOTIV
4.2.1. Declaratory Statement der OPEC-Mitgliedsstaaten 1968
4.2.2. Mu’ammar al-Gaddhafis Machtübernahme in Lybien 1969
4.2.3. Abkommen von Teheran und Tripolis 1971
4.3. DIE VERWENDUNG VON ERDÖL ALS WAFFE
5. DIE AUSWIRKUNGEN AUF DEN DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
5.1. DIE WIRTSCHAFTLICHEN AUSWIRKUNGEN
5.1.1. Anstieg der Inflation
5.1.2. Rückwärtsbewegung von Produktion und Beschäftigung
5.1.3. Ungleichgewichte in der Handels- und Leistungsbilanz
5.2. DIE GESELLSCHAFTSPOLITISCHEN AUSWIRKUNGEN
5.2.1. Das Sonntagsfahrverbot
5.2.2. Die Sommerzeit
5.2.3. Der Begriff „Energieferien“
5.2.4. Effiziente Fortbewegung mittels energiesparender Autos
6. ZUSAMMENFASSUNG
7. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS
Die vorliegende Bakkalaureatsarbeit untersucht die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Ölpreiskrise 1973/74 auf den deutschsprachigen Raum. Die zentrale Fragestellung fokussiert sich darauf, wie der Ölpreisschock die Inflation, Produktion, Beschäftigung sowie die Handels- und Leistungsbilanz beeinflusste und welche gesellschaftlichen Anpassungsmaßnahmen, wie Sonntagsfahrverbote oder die Einführung der Sommerzeit, daraus resultierten.
3.1. DAS KONZESSIONSSYSTEM UND DIE „SIEBEN SCHWESTERN“
Die Wurzeln des Konzessionssystems beruhen auf der Tatsache, dass die Länder im Nahen Osten weder über die technischen Kenntnisse, noch über die Mittel verfügten um etwaige Erdölvorkommnisse ausfindig zu machen und zu fördern. Dadurch war es den Ölgesellschaften möglich, das alleinige Recht über die Erschließung, Produktion und den Verkauf des Erdöls zu beanspruchen und über den Bau von neuen Pipelines, Ankerplätzen und Raffinerien zu entscheiden. Die Gegenleistung der Erdölgesellschaften an die Ölförderländer für die Bewilligung der Konzessionen erfolgte vorwiegend als eine einmalige Zahlung zuzüglich einer jährlichen Gebühr, so genannten „Royalities“, an das jeweilige Ölförderland im Nahen Osten. Diese jährliche Gebühr entsprach einem fix festgelegten Anteil und war unabhängig von den Gewinnen der Erdölgesellschaften.
In den späten 1940ern waren nahezu alle Konzessionen im Nahen Osten und ebenso auch in Venezuela und Indonesien im Besitz von sieben internationalen Ölgesellschaften. Zu diesen zählten die fünf US-Gesellschaften Standard Oil, Texaco, Mobil, Gulf, Standard Oil of California sowie die Royal/Dutch Shell und die British Petroleum Company. In der Ölsprache auch kurz die „sieben Schwestern“ oder „Mayors“ genannt.
Vorrangig durch die Konzessionen aber auch durch interne Absprachen haben sich die Ölgesellschaften die Macht eines Nachfragekartells gegenüber den erdölfördernden Ländern im Nahen Osten angeeignet, sowie die Funktion eines Angebotskartells gegenüber der Weltnachfrage eingenommen.
1. EINLEITUNG: Definiert die Fragestellung zur Ölpreiskrise 1973/74 und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2. ÖL – DAS SCHWARZE GOLD: Skizziert die historische Entdeckung und den Aufstieg des Erdöls zur zentralen Ressource im 20. Jahrhundert.
3. DIE RESSOURCE WIRD ZUM MACHTFAKTOR: Analysiert die Entstehung des Konzessionssystems, der OPEC und den Einfluss des Nahostkonflikts.
4. ENTSTEHUNG UND HINTERGRÜNDE ZUR ÖLKRISE 1973/74: Beleuchtet die entscheidenden Ereignisse und Motive, die zum erstmaligen Einsatz des Öls als Waffe führten.
5. DIE AUSWIRKUNGEN AUF DEN DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM: Detaillierte Untersuchung der ökonomischen Krisenfolgen sowie der gesellschaftspolitischen Gegenmaßnahmen.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die Kausalkette der Krise zusammen und reflektiert die politische Bedeutung von Erdöl.
7. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS: Listet die verwendeten Monographien, Zeitschriften und weiteren Publikationen auf.
Ölpreiskrise, Erdöl, OPEC, OAPEC, Inflation, Stagflation, Handelsbilanz, Sonntagsfahrverbot, Sommerzeit, Energieferien, Automobilindustrie, Wirtschaftswachstum, Rohöl, Teheran, Konzessionssystem
Die Arbeit analysiert die Ölpreiskrise 1973/74 und ihre tiefgreifenden wirtschaftlichen sowie gesellschaftspolitischen Folgen im deutschsprachigen Raum.
Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehung der OPEC, das Ölembargo als politisches Machtinstrument, die wirtschaftliche Stagflation sowie die Einführung von Energiesparmaßnahmen durch die Regierungen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche konkreten Auswirkungen die Ölkrise auf die ökonomischen Kennzahlen und das soziale Leben in Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten historisch-wirtschaftsgeschichtlichen Analyse unter Verwendung zeitgenössischer Statistiken und Quellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachen der Krise (Ressourcenmacht, Embargo) und die Auswirkungen (Inflation, Handelsbilanz, Sonntagsfahrverbot, Sommerzeit, Autodesign).
Die zentralen Begriffe umfassen Ölpreiskrise, OPEC, Stagflation, Handelsbilanz, Energieeinsparung und politische Waffe.
Die Sommerzeit wurde als energiepolitische Maßnahme zur Senkung des Verbrauchs betrachtet, die nach der Krise 1973/74 erneut intensiv diskutiert und schließlich 1980 eingeführt wurde.
Es führte zu außergewöhnlichen Reaktionen der Bevölkerung, wie etwa dem Einsatz von Pferden vor Autos, was den starken Kontrast zwischen Alltag und den auferlegten Einschränkungen verdeutlichte.
Es beschreibt den Wandel im Autodesign hin zu aerodynamischeren und sparsameren Fahrzeugen, wie dem VW-Golf, und die gestiegene Beliebtheit von Dieselmotoren.
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