Bachelorarbeit, 2022
40 Seiten, Note: 1,3
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1. Einleitung
2. Der Begriff der Identität
3. Hybride Identität
3.1 Definition hybride Identität
3.2 Merkmale hybrider Identitäten
3.3 Abgrenzung gegenüber Transkulturalität und Interkulturalität
4. Hybride Identitäten im Schulunterricht
4.1 Erscheinungsformen in der Schule
4.2 Chancen und Herausforderungen der hybriden Identitäten
5. Hybride Identitäten in dem Roman „Golem und Dschinn“ von Helene Wecker
5.1 Hybride Identität in Bezug auf die Figur Chava
5.2 Hybride Identität in Bezug auf die Figur Ahmad
6. Hybride Identitäten in dem Roman „Tschick" von Wolfgang Herrndorf
6.1 Hybride Identität in Bezug auf die Figur Andrej Tschichatschow
7. Vergleich der Romane unter besonderer Berücksichtigung der hybriden Identitäten
8. Umsetzung im Deutschunterricht
8.1 Bezug zum Bildungsplan
8.2 Bezug zu den Bildungsstandards
8.3 Dialogisches Lernmodell
9. Fazit
Die Arbeit untersucht das Konzept der hybriden Identität und erörtert, inwiefern dieses Thema im Deutschunterricht der Sekundarstufe I behandelt werden sollte. Ziel ist es, anhand der literarischen Analyse der Romane „Golem und Dschinn“ von Helene Wecker und „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf aufzuzeigen, wie hybride Identitäten in der Schule als Chance für Empathie und gesellschaftliche Integration genutzt werden können.
3.1 Definition hybride Identität
Die Überschreitung der politischen Grenzen und die daraus folgende Kulturvielfalt der modernen Welt führten dazu, dass die eigene Identität zunehmend hinterfragt wurde. Die Kulturgrenzen wurden weiter aufgelöst, sodass Menschen in Kontakt mit fremden Kulturen traten. Dieser Wandel fand auch in Deutschland statt. Die Eindeutige Bezeichnung der Identität und der Zugehörigkeit erschwerte sich. Durch transnationale Migration formten sich neue Elemente erneut zu etwas Eigenem und Neuen (vgl. Fürstenau / Niedrig 2007, 248).
Mit der Ankunft der ersten Gastarbeiterinnen und -arbeitern aus den Ländern wie Italien, Griechenland und der Türkei entstand eine Vielfalt an Kulturen, die noch ziemlich fremd war. Während die erste Generation der Gastarbeitenden noch enorme Schwierigkeiten mit der neuen Sprache und Kultur hatte, passte sich die zweite und dritte Generation besser an das Leben in Deutschland an.
1. Einleitung: Theoretische Hinführung zur Bedeutung von Identität in einer globalisierten Welt und Vorstellung der Forschungsabsicht.
2. Der Begriff der Identität: Darstellung psychologischer Konzepte der Persönlichkeitsentwicklung von Descartes über Freud bis hin zur psychosozialen Entwicklungstheorie nach Erikson.
3. Hybride Identität: Theoretische Definition und Verortung der Hybridität sowie deren Abgrenzung zu Transkulturalität und Interkulturalität.
4. Hybride Identitäten im Schulunterricht: Untersuchung der Erscheinungsformen sowie der pädagogischen Chancen und gesellschaftlichen Herausforderungen für Lernende mit hybriden Identitäten.
5. Hybride Identitäten in dem Roman „Golem und Dschinn“ von Helene Wecker: Analyse der Identitätsentwicklung der Charaktere Chava und Ahmad.
6. Hybride Identitäten in dem Roman „Tschick" von Wolfgang Herrndorf: Untersuchung der Identitätsmerkmale der Figur Andrej Tschichatschow.
7. Vergleich der Romane unter besonderer Berücksichtigung der hybriden Identitäten: Synoptische Gegenüberstellung, wie die drei Romanfiguren mit ihrer hybriden Identität umgehen.
8. Umsetzung im Deutschunterricht: Didaktische Aufarbeitung der Thematik durch Bezugnahme auf Bildungspläne, Standards und das dialogische Lernmodell.
9. Fazit: Zusammenführende Reflexion der Ergebnisse und Plädoyer für die Thematisierung hybrider Identitäten im Literaturunterricht.
Hybride Identität, Identitätsfindung, Identitätskonflikt, Globalisierung, Transkulturalität, Literaturunterricht, Golem und Dschinn, Tschick, Psychosoziale Entwicklung, Alterität, Migration, Interkulturalität, Bildungsplan, Dialogisches Lernmodell, Integration.
Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der hybriden Identität und analysiert, wie dieses Phänomen in den Romanen „Golem und Dschinn“ und „Tschick“ dargestellt wird und warum es für den Deutschunterricht von hoher Bedeutung ist.
Die Themenfelder umfassen die psychologische Identitätsforschung, die Theorie hybrider Identitäten nach Bhabha, die Herausforderungen für junge Menschen in multikulturellen Gesellschaften sowie die didaktische Umsetzung dieser Themen in der Schule.
Das Ziel ist es, zu erörtern, ob und wie identitätsbezogene Fragestellungen im Deutschunterricht effektiv behandelt werden können, um bei Schülern Toleranz und Empathie zu fördern.
Es handelt sich primär um eine literaturbasierte Analyse: Zunächst werden einschlägige theoretische Grundlagen zusammengetragen und anschließend exemplarisch an literarischen Figuren in zwei ausgewählten Jugendromanen angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Identitätsbegriffs, die Erläuterung hybrider Identität, deren Analyse in den genannten Romanen sowie einen abschließenden didaktisch-methodischen Teil für den Deutschunterricht.
Die zentralen Schlagworte sind hybride Identität, Migration, Identitätsfindung, interkulturelles Lernen, Literaturdidaktik, Alterität und gesellschaftliche Integration.
Während Chava als Golem durch ihre erschaffene Natur und die strikten Vorgaben ihres Meisters psychisch stark belastet ist und ihre hybride Existenz eher verbergen möchte, sucht Ahmad trotz kultureller Zerrissenheit und Sehnsucht nach seiner ursprünglichen Vergangenheit aktiv seinen Platz in der modernen menschlichen Gesellschaft.
Das dialogische Lernmodell fungiert als konkrete Fördermethode im Deutschunterricht. Es soll Schülern ermöglichen, durch eine singuläre Arbeit, Divergenz in Partnerarbeit und anschließende Plenumdiskussionen ihr eigenes Identitätsbewusstsein zu schärfen und die Identitäten anderer respektvoll zu reflektieren.
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