Magisterarbeit, 2008
264 Seiten, Note: 2.3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Formen des Erst- und Zweitspracherwerbs
2.2 Code-Switching
2.2.1 Typen des Code-Switchings
2.2.2 Funktionen des Code-Switchings
2.2.3 Code-Mixing
2.3 Der Fremdsprachenlerner und die Lernersprache
2.4 Die Kommunikationsstrategien der Lerner
2.5 Code-Switching im immersiven Kontext - ein Forschungsüberblick
3. Der Kontext der Untersuchung - Waldsee und das Konzept der „Immersion education“ in Nordamerika
3.1 Waldsee - ein Sprachdorf mit Geschichte
3.2 Waldsee - ein Immersionsprogramm
4. Methodologie - Vorgehensweise und Zielsetzung der Fallstudie
5. Die Kategorisierung der Typen des Code-Switchings mit ihren Funktionen
5.1. Möglichkeiten des Sprachwechsels innerhalb eines Diskurses
5.1.1 Sprachwechsel zwischen den Redezügen
5.1.2 Sprachwechsel innerhalb eines Redezugs
5.1.2.1 Satzexterner Sprachwechsel
5.1.2.2 Satzinterner Sprachwechsel
5.2 Aktivitäten im Unterricht
5.2.1 Übersetzung in die Muttersprache nach Aufforderung des Lehrers
5.2.2 Erfragen einer Übersetzung für ein muttersprachliches Element
5.2.3 Die muttersprachliche Reformulierung eines Sachverhalts
5.2.4 Begleitdiskurse
5.2.5 Privatgespräche mit anderen Schülern
5.3 Pausengespräche
5.3.1 Pausengespräche mit dem Lehrer
5.3.2 Pausengespräche mit anderen Schülern
5.4 Andere Sprachwechseltypen
5.4.1 Anaphorische Sprachwechsel / Wiedergabe von Zitaten
5.4.2 Emotionale Äußerungen
5.4.3 Interferenzen
5.4.4 Sprachwechsel als kommunikative Strategie
5.4.4.1 Die Überbrückung einer lexikalischen Lücke (Einwortswitche)
5.4.4.2 Entlehnungen
5.4.4.3 Das Nennen des muttersprachlichen Wortes auf der Suche nach einem zielsprachlichen Äquivalent
5.4.4.4 Das Sprechen einer Mischsprache
5.4.4.5 Die Verwendung der Muttersprache für eine abgeschlossene Äußerung
5.4.4.6 Die muttersprachliche Reformulierung nach vorangegangener Äußerung in der Zielsprache
5.4.4.7 Das Benutzen neutraler Wörter in der Muttersprache
5.4.4.8 Der Gebrauch von Anglizismen
5.5 Weitere Typen des Code-Switchings, die in dieser Studie jedoch nicht beobachtet werden konnten
5.5.1 Vergewisserung
5.5.2 Metalinguistische Erklärungen oder Fragestellungen
5.5.3 Das Erstellen von Eselsbrücken
6. Die Analyse der Typen des Code-Switchings
6.1 Aktivitäten im Unterricht
6.1.1 Übersetzung in die Muttersprache nach Aufforderung des Lehrers
6.1.2 Erfragen einer Übersetzung für ein muttersprachliches Element
6.1.3 Die muttersprachliche Reformulierung eines Sachverhalts
6.1.4 Begleitdiskurse
6.1.5 Privatgespräche mit anderen Schülern
6.2 Pausengespräche
6.2.1 Pausengespräche mit dem Lehrer
6.2.2 Pausengespräche mit anderen Schülern
6.3 Andere Sprachwechseltypen
6.3.1 Anaphorische Sprachwechsel / Wiedergabe von Zitaten
6.3.2 Emotionale Äußerungen
6.3.3 Interferenzen
6.3.3.1 Syntaktische Interferenzen
6.3.3.2 Phonologische Interferenzen
6.3.3.3 Lexikalische Interferenzen
6.3.4 Sprachwechsel als kommunikative Strategie
6.3.4.1 Überbrückung einer lexikalischen Lücke (Einwortswitche)
6.3.4.2 Entlehnungen
6.3.4.3 Das Nennen des muttersprachlichen Wortes auf der Suche nach einem zielsprachlichen Äquivalent
6.3.4.4 Das Sprechen einer Mischsprache
6.3.4.5 Die Verwendung der Muttersprache für eine abgeschlossene Äußerung
6.3.4.6 Die muttersprachliche Reformulierung nach vorangegangener Äußerung in der Zielsprache
6.3.4.7 Das Benutzen neutraler Wörter in der Muttersprache
6.3.4.8 Der Gebrauch von Anglizismen
7. Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse
8. Zusammenfassung des Fragebogens
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Code-Switchings bei US-amerikanischen Jugendlichen in einem deutschsprachigen Sommerlager. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wann und aus welchen Gründen sowohl Schüler als auch Lehrkräfte auf die Muttersprache zurückgreifen und welche Funktionen dieses Sprachverhalten für den Spracherwerb und die Unterrichtsgestaltung hat.
6.1.1 Übersetzung in die Muttersprache nach Aufforderung des Lehrers
Die folgenden Transkriptausschnitte stellen Situationen dar, in denen die Lehrerin oder der Projektleiter das Verständnis der Schüler kontrolliert bzw. absichert, indem die Lehrerin oder der Projektleiter die Schüler nach der Bedeutung für ein bestimmtes Wort fragen. Bei diesen Wörtern handelt es sich zumeist um Substantive, bei denen die Unterrichtenden der Meinung sind, dass diese für das allgemeine Verständnis zentral sein würden.
Das erste Beispiel stellt gewissermaßen den Idealfall der Aktivität "Übersetzen" dar. Die Lehrerin hält einen Vortrag über die Schweiz und benutzt in diesem Zusammenhang das Adjektiv "unabhängig."
Ausschnitt 1:
1 Lehrerin: okay↓ --- also↓ --- die Innerschweizer haben
2 sich da getroffen↑ --- und haben gesagt
3 {klopft mit der Faust auf den Tisch} ---
4 das passt uns nicht -- wir - wollen --
5 unabhängig werden↓ - so - was heißt
6 unabhängig werden↑
7 Thomas: independent↑
8 Lehrerin: genau↓
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Code-Switchings im Fremdsprachenunterricht ein und erläutert die Zielsetzung der Studie im Umfeld des Sommerlagers "Waldsee".
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Erst- und Zweitspracherwerbs, verschiedene Formen der Bilingualität sowie die Begrifflichkeiten rund um Code-Switching und Code-Mixing.
3. Der Kontext der Untersuchung - Waldsee und das Konzept der „Immersion education“ in Nordamerika: Hier werden die Geschichte und die pädagogischen Prinzipien des Sprachdorfs Waldsee als immersives Lernumfeld vorgestellt.
4. Methodologie - Vorgehensweise und Zielsetzung der Fallstudie: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen der Untersuchung beschrieben, einschließlich der Datenerhebung durch Videoaufzeichnungen von Unterrichtsstunden und der anschließenden Befragung der Lehrkräfte.
5. Die Kategorisierung der Typen des Code-Switchings mit ihren Funktionen: Dieser Abschnitt klassifiziert die verschiedenen Sprachwechseltypen in einer detaillierten Taxonomie, unterteilt in Unterrichtsaktivitäten, Pausengespräche und andere Phänomene.
6. Die Analyse der Typen des Code-Switchings: Dieses Hauptkapitel analysiert das korpusbasierte Datenmaterial anhand der zuvor definierten Kategorien und zeigt konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis.
7. Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und im Hinblick auf ihre spracherwerbsbezogenen Funktionen für die Lernenden ausgewertet.
8. Zusammenfassung des Fragebogens: Hier werden die Antworten der befragten Lehrkräfte zum Umgang mit der Muttersprache im Unterricht zusammenfassend gegenübergestellt.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Kernerkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung eines gezielten, funktionalen Einsatzes der Muttersprache im Rahmen des immersiven Lernens.
Code-Switching, Immersion, Fremdsprachenerwerb, Muttersprache, Bilingualität, Lernersprache, Waldsee, Interferenz, Sprachwechsel, Kommunikationsstrategien, Sprachdorf, Deutsch als Fremdsprache, Classroom Discourse, Lehrer-Schüler-Interaktion, Transkriptionsanalyse.
Die Arbeit untersucht das Sprachverhalten, insbesondere den Sprachwechsel zwischen Deutsch und Englisch, von Schülern und Lehrern in einer immersiven Lernumgebung.
Zentrale Themen sind Bilingualismus, Code-Switching, Code-Mixing, die Rolle der Muttersprache im Fremdsprachenunterricht und die Wirksamkeit immersiver Konzepte in Sommerlagern.
Das Ziel ist es, die Gründe für Sprachwechsel zu identifizieren, deren Funktion für den Spracherwerb zu analysieren und Empfehlungen für den pädagogischen Umgang mit der Muttersprache im immersiven Unterricht abzuleiten.
Die Studie basiert auf einer qualitativen Analyse von Transkripten aus gefilmten Unterrichtsstunden und einer ergänzenden Befragung der beteiligten Lehrkräfte mittels Fragebogen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, eine detaillierte Kategorisierung von Code-Switching-Typen und eine empirische Analyse der erhobenen Videodaten.
Wichtige Begriffe sind Code-Switching, Immersion, Fremdsprachenerwerb, Lernersprache und Sprachalternierung im immersiven Kontext.
Waldsee dient als einzigartiger Forschungsort, an dem die Anwendung von Immersion education außerhalb eines formalen Schulsystems in einem nordamerikanischen Umfeld stattfindet.
Die Untersuchung zeigt, dass die Lehrerin einen eher strengen einsprachigen Ansatz verfolgt, während der Praktikumsleiter das Code-Switching auch als soziales Instrument zur Herstellung von Aufmerksamkeit und Sicherheit gezielter einsetzt.
Sprachwechsel erfolgen meist punktuell bei Ausdrucksnot oder zur Bewältigung komplexer Sachverhalte; ein generelles Verbot wird als hinderlich für den Lernprozess angesehen, da die Muttersprache als wertvolle Ressource fungieren kann.
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