Diplomarbeit, 2009
65 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Cause Related Marketing Grundlagen
2.1 Definitionen und allgemeine Begriffsklärung
2.2 Verbreitung und Entwicklung
2.3 Bedeutung von Cause Related Marketing
2.3.1 Cause Related Marketing aus Sicht der kommerziellen Unternehmen
2.3.2 Cause Related Marketing aus Sicht der Non-Profit Organisationen
2.3.3 Cause Related Marketing aus Sicht der Kunden
2.4 Zusammenfassung Cause Related Marketing
3. Rechtliche Rahmenbedingungen im UWG
3.1 Grundlagen des UWG
3.2 Geschichte des UWG
3.3 Novelle 2004
3.4 Novelle 2008
4. Konsequenzen bei Verstößen gegen das UWG
4.1 Relevante Paragraphen und ihre Rechtsfolgen
4.1.1 §3 Verbot unlauterer geschäftlicher Handlungen
4.1.2 §4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen
4.1.3 §5 Irreführende geschäftliche Handlungen, §5a Irreführung durch Unterlassen
4.1.4 Rechtsfolgen
4.2 Kontrollinstanzen
4.2.1 Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V.
4.2.2 Deutscher Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V.
4.2.3 Schutzverband gegen Unwesen in der Wirtschaft
4.2.4 Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
5. Praxisbeispiel
6. Ausblick
Die Arbeit untersucht das Marketinginstrument "Cause Related Marketing" (CRM) im Hinblick auf seine theoretischen Grundlagen sowie seine Konformität mit dem deutschen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Das primäre Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen und möglichen Konsequenzen bei Verstößen aufzuzeigen, um eine rechtssichere Konzeption solcher Kampagnen zu ermöglichen.
2.3 Bedeutung von Cause Related Marketing
„People in the UK trust a baked bean manufacturer more than the police, have greater faith in the makers of cornflakes than in the Church, and more confidence in a high street retailer than in Parliament.”
Durch den globalen Rückzug staatlicher Finanzierung für gemeinnützige Zwecke entsteht eine immer größere Kluft zwischen den Bedürfnissen der Gesellschaft und der Fähigkeit des Staates, diese Bedürfnisse zu erfüllen, bzw. zu finanzieren. Aufgrund der gesellschaftspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte werden aber die sozialen Bedürfnisse der Gesellschaft nicht weniger, sondern immer umfangreicher. Dadurch werden kommerzielle Unternehmen zu einer immer stärkeren Macht innerhalb der Gesellschaft, denn sie sind als einzige gesellschaftliche Kraft in der Lage, diese Bedürfnisse zu erfüllen. Dementsprechend wird der Einfluss, den kommerzielle Unternehmen auf das Leben in der Gesellschaft haben immer größer.
Mit diesem großen Einfluss kommt gleichzeitig eine große Verantwortung auf kommerzielle Unternehmen zu, die erfolgreich auf dem Markt agieren wollen, denn sie dürfen ihre Zielgruppe nicht mehr nur als Konsument ansprechen, sondern müssen sie gleichzeitig auch als engagierter Bürger erreichen. Und dieser Konsument als Bürger hat eine Erwartungshaltung an Unternehmen, dass diese ihren gesellschaftlichen Einfluss im Sinne ihrer Kunden nutzen. Mit Cause Related Marketing können Unternehmen auf diese Erwartungen reagieren und gleichzeitig für ihr Unternehmen einen langfristigen Nutzen aufbauen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Cause Related Marketing ein, skizziert die Problematik einer fehlenden einheitlichen Definition in Deutschland und erläutert den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der rechtlichen Untersuchung.
2. Cause Related Marketing Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Cause Related Marketing, beleuchtet dessen historische Entwicklung und analysiert die Bedeutung der Strategie aus Sicht der drei Hauptakteure: kommerzielle Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Konsumenten.
3. Rechtliche Rahmenbedingungen im UWG: Es werden die theoretischen Grundlagen des Wettbewerbsrechts sowie die historische Entwicklung des UWG dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf den wesentlichen Änderungen durch die Novellen von 2004 und 2008 liegt.
4. Konsequenzen bei Verstößen gegen das UWG: Das Kapitel analysiert spezifische Paragraphen des UWG, die für CRM relevant sind, diskutiert drohende Rechtsfolgen bei Verstößen und stellt die wichtigsten Kontrollinstanzen vor.
5. Praxisbeispiel: Anhand der Trinkwasserinitiative von Volvic und UNICEF werden die theoretisch erarbeiteten rechtlichen Aspekte und potenziellen Konfliktfelder in der praktischen Anwendung veranschaulicht.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Bedeutung des strategischen Cause Related Marketing und fordert eine intensivere theoretische Auseinandersetzung sowie eine langfristige Planung im Sinne aller Beteiligten.
Cause Related Marketing, UWG, Wettbewerbsrecht, Corporate Social Responsibility, Marketing-Mix, Non-Profit-Organisationen, Lauterkeitsrecht, Verbraucherschutz, Irreführende Werbung, Unternehmensimage, Geschäftliche Handlungen, Sponsoring, Gemeinnützigkeit
Die Arbeit behandelt die Strategie des "Cause Related Marketing" (CRM), bei der ein kommerzielles Unternehmen mit einer gemeinnützigen Organisation zusammenarbeitet, um durch den Verkauf von Produkten einen sozialen Zweck zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Bedeutung von CRM, die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie die Betrachtung der Interessen von Unternehmen, NPOs und Kunden.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche rechtlichen Voraussetzungen Unternehmen beim Einsatz von CRM erfüllen müssen, um den Anforderungen des Lauterkeitsrechts zu entsprechen und unlautere Geschäftspraktiken zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der fachlichen Literatur, des UWG sowie auf einer exemplarischen Falldarstellung (Praxisbeispiel) der Trinkwasserinitiative von Volvic und UNICEF.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von CRM, eine detaillierte Erläuterung der UWG-Novellen, die Analyse relevanter Paragraphen zur Unlauterkeit und irreführenden Werbung sowie die Vorstellung wichtiger Kontrollinstanzen.
Die wichtigsten Begriffe sind Cause Related Marketing, UWG, Lauterkeitsrecht, Corporate Social Responsibility, Wettbewerbsverstöße und Verbraucherschutz.
Das Projekt verdeutlichte die Problematik der "unlauteren Werbung" und führte zur Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern emotionale Werbung ohne klaren sachlichen Zusammenhang zwischen Produkt und Zweck zulässig ist.
Es dient dazu, die abstrakten rechtlichen Tatbestände wie §4 (unangemessener unsachlicher Einfluss) und §5/§5a (Irreführung durch Unterlassung) an einem realen, bekannten Fall auf ihre Rechtskonformität hin zu prüfen.
NPOs werden durch das novellierte UWG als "Unternehmer" eingestuft, wenn sie in CRM-Kampagnen involviert sind, wodurch sie ebenfalls den strengen Auflagen des Lauterkeitsrechts unterliegen.
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