Masterarbeit, 2023
107 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Krisen, Fake News, Clickbait: Der Medienkontext des 21. Jahrhunderts
2.2 Nachrichtennutzung im Wandel
2.2.1 Die Bedeutung von Nachrichten für Social und Digital Natives
2.2.2 Vorschlag eines neuen Nachrichtenbegriffs
2.3 ‚TikTokification of News‘: Das Potenzial der sozialen Medien beim Nachrichtenkonsum und die Sonderrolle TikToks
2.3.1 TikTok: Vom Schnellstart zum Verbot?
2.3.2 Informationsmedium TikTok: Nutzung, Chancen und Kritik
2.3.3 Trial and Error: Nachrichtenanbieter auf TikTok
2.4 Journalistische Qualität aus Nutzungsperspektive
2.4.1 Weiterentwicklung bestehender Qualitätsmodelle für digitale Formate
2.4.2 Berücksichtigung von publikumsseitigen Anforderungen
2.4.3 Herleitung plattformspezifischer Qualitätskriterien
2.5 Zwischenfazit, Forschungsfragen und Hypothesen
3. Methode
3.1 Begründung der Methodenwahl
3.2 Stichprobendesign und Samplingstrategie
3.3 Operationalisierung und Erhebungsinstrument
3.3.1 Unabhängige Variablen
3.3.2 Abhängige Variablen
3.3.3 Videostimulus
3.3.4 Fragebogendesign
3.3.5 Qualitätskontrolle und Pretest
3.4 Datenerhebung und -analyse
4. Ergebnisse
4.1 Stichprobenbeschreibung
4.2 TikTok-Nutzung und Nachrichtenkonsum (FF1)
4.3 Erwartungen an Nachrichteninhalte auf TikTok (FF2)
4.3.1 Einfluss des Alters auf die Qualitätserwartungen (H1)
4.3.2 Einfluss des Nachrichteninteresses auf die Qualitätserwartungen (H2)
4.3.3 Einfluss der Social-Media-Nutzung auf die Qualitätserwartungen (H3)
4.3.4 Einfluss der Aktivität auf die Qualitätserwartungen (H4)
4.4 Bewertungen von TikTok-Nachrichteninhalten (FF3)
4.4.1 Vergleich der Experimentalgruppen (H5–H8)
4.4.2 Einfluss von Soziodemografie, Nachrichteninteresse und Social-Media-Nutzung auf die Qualitätsbewertungen
5. Diskussion
5.1 Relevanz und Ambivalenz von TikTok beim Nachrichtenkonsum
5.2 Journalistische Qualität auf TikTok: Anspruch und Wirklichkeit
5.3 Limitationen und Empfehlungen für weiterführende Forschung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nachrichtenkonsum auf TikTok unter besonderer Berücksichtigung der Nutzerperspektive. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie Nutzende Nachrichteninhalte auf TikTok erleben und bewerten, wobei sowohl traditionelle journalistische Qualitätsstandards als auch plattformspezifische Anforderungen im Fokus stehen.
2.3 ‚TikTokification of News‘: Das Potenzial der sozialen Medien beim Nachrichtenkonsum und die Sonderrolle TikToks
Angesichts der zunehmenden Relevanz sozialer Medien beim Nachrichtenkonsum präsentieren sich inzwischen viele Nachrichtenanbieter auf Instagram, Facebook, TikTok und anderen Plattformen (Hase et al., 2022; Hölig & Wunderlich, 2022; Vázquez-Herrero, Negreira-Rey & Sixto-García, 2022). Dies erfordert allerdings ein Umdenken in den Redaktionen: Denn Inhalte, die ursprünglich für die Zeitung oder das Fernsehen produziert wurden, können nur bedingt übernommen werden, sondern sind stattdessen an die technologischen Gegebenheiten der jeweiligen Plattform anzupassen (Vázquez-Herrero, Negreira-Rey & Sixto-García, 2022). Bei der Entwicklung einer Social-Media-Strategie gilt es auch die Bedürfnisse der bestimmten Zielgruppe zu berücksichtigen (Kramp, 2018; Vázquez-Herrero, Negreira-Rey & Sixto-García, 2022, S. 3834). Viele Redaktionen zeigen sich hierbei noch unsicher oder zurückhaltend (Newman, 2022).
In diesem Zusammenhang sind gewisse Trends bezüglich der Art und Weise, wie Nachrichten in sozialen Medien präsentiert und konsumiert werden, zu beobachten (Hase et al., 2022; Kramp, 2018; Newman, 2022; Vázquez-Herrero, Negreira-Rey & Sixto-García, 2022). So werden Informationen möglichst kurz und prägnant vermittelt und durch ihre Visualisierung ansprechend gestaltet. Bei der Themensetzung wird verstärkt die Lebenswelt der Nutzenden berücksichtigt und deren Unterhaltung priorisiert. Auch die Ansprache ist zielgruppengerecht angepasst und damit informeller. Zudem werden Nutzende stärker miteinbezogen und, etwa durch eine Bewertungs- oder Kommentarfunktion, zur Diskussion untereinander angeregt. Diese Veränderungen wurden insbesondere von dem Kurzvideo-Dienst TikTok geprägt, weshalb der Begriff ‚TikTokification of News‘ verwendet wird, um die Einflüsse von Social-Media-Plattformen auf die Nachrichtenvermittlung zu beschreiben (Newman, 2022).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von TikTok als Informationsquelle für junge Menschen ein und beschreibt das Dilemma von Nachrichtenanbietern zwischen Reichweite und journalistischen Standards.
2. Theorie: Das Kapitel beleuchtet den Wandel des Nachrichtenkonsums im 21. Jahrhundert, erklärt das Phänomen der 'TikTokification of News' und herleitet Qualitätskriterien aus einer nutzungszentrierten Perspektive.
3. Methode: Hier wird das methodische Vorgehen der standardisierten Online-Befragung dargelegt, einschließlich Stichprobendesign, Operationalisierung der Variablen und dem Einsatz von Videostimuli zur experimentellen Untersuchung.
4. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Analyse der TikTok-Nutzung, der Erwartungshaltungen der Nutzer sowie die Bewertungen der im Experiment gezeigten journalistischen Videobeiträge.
5. Diskussion: Dieses Kapitel ordnet die zentralen Befunde in den Forschungsstand ein, reflektiert die Limitationen der Studie und gibt Empfehlungen für die zukünftige Forschung zum Thema Nachrichtenqualität auf sozialen Plattformen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für Nachrichtenanbieter, sowohl ihre Strategien auf TikTok zu professionalisieren als auch die Bedürfnisse der jungen Zielgruppe ernst zu nehmen.
TikTok, Nachrichtenkonsum, Journalistische Qualität, Social Media, Nachrichtenanbieter, junge Zielgruppen, Online-Befragung, Qualitätserwartungen, Mediennutzung, Plattformlogik, Digitaler Journalismus, Nachrichtenqualität, Social Natives, Kurzvideo, Journalismusforschung.
Die Studie untersucht, wie TikTok als Kanal für den Nachrichtenkonsum wahrgenommen wird, welche Erwartungen junge Nutzende an journalistische Kurzvideo-Inhalte haben und wie sie die Qualität dieser Beiträge anhand verschiedener Kriterien beurteilen.
Die zentralen Themen sind der Wandel des Nachrichtenkonsums durch soziale Medien, das Konzept der "TikTokification of News", die Definition journalistischer Qualität aus Nutzersicht sowie die erfolgreiche Vermittlung von Nachrichten unter Berücksichtigung plattformspezifischer Logiken.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: "Wie erleben und beurteilen Nutzende Nachrichteninhalte auf TikTok?" Dabei wird analysiert, in welchen Dimensionen professionell-journalistische Angebote auf der Plattform von Nutzenden als hochwertig wahrgenommen werden.
Die Arbeit basiert auf einer standardisierten quantitativen Online-Befragung von TikTok-Nutzenden (n = 137). Zudem wurde ein experimentelles Design eingesetzt, bei dem Probanden randomisiert verschiedene TikTok-Nachrichtenbeiträge (ARD Tagesschau, Funk-Format, Vice) bewerteten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Medienkontexts und der Anforderungen an Nachrichten, die methodische Fundierung der Befragung sowie eine detaillierte Ergebnispräsentation zu Nutzungsmotiven, Qualitätserwartungen und den Ergebnissen des Video-Experiments.
Die Arbeit lässt sich durch Keywords wie TikTok, Nachrichtenkonsum, Journalistische Qualität, Social Media, Platformization of News und junge Zielgruppen (Social Natives) treffend beschreiben.
TikTok-Nutzende erwarten zwar weiterhin traditionelle journalistische Standards wie Wahrheit und Neutralität, legen jedoch gleichzeitig großen Wert auf eine kurze, kompakte und ansprechende ("plattformgerechte") Art der Information, um den Inhalt in ihrem Feed konsumieren zu können.
Die Studie zeigt, dass etablierte öffentlich-rechtliche Marken wie die Tagesschau ein höheres Vertrauen genießen und bei der Qualitätsbewertung besser abschneiden als Formate, die mit einer weniger renommierten oder stärker polarisierenden Markenidentität verbunden sind.
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