Diplomarbeit, 1998
83 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Beleuchtung verschiedener Perspektiven auf das Phänomen des Stimmenhörens. Die Arbeit zielt darauf ab, die Relativität und Implikationen der unterschiedlichen Deutungen dieses Phänomens darzustellen. Hierbei wird eine psychopathologische Kategorie dekonstruiert und die gesellschaftliche und kulturelle Konstruktion der psychischen Realität untersucht.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in den Sozialen Konstruktivismus und erläutert dessen empirisches Programm in der Psychologie. Das dominante Modell der klassischen Psychiatrie zur Erklärung 'anormaler' Phänomene wie des Stimmenhörens wird kritisch beleuchtet. Im zweiten Kapitel werden Konzepte der Diskursanalyse vorgestellt und das methodische Vorgehen bei der Erhebung und Auswertung des Untersuchungsmaterials beschrieben. Das dritte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert deren Implikationen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Stimmenhörens, der Diskursanalyse, dem Sozialen Konstruktivismus, der Diskurs Psychologie, der klassischen Psychiatrie, dem Krankheitsmodell, der Relativität von psychischen Konstruktionen, der Bedeutung von Perspektiven und der gesellschaftlichen und kulturellen Konstruktion der psychischen Realität.
Dieser Ansatz besagt, dass psychische Realitäten und Krankheitsbegriffe keine objektiven Fakten sind, sondern durch soziale Diskurse und Interaktionen konstruiert werden.
Es wird analysiert, welche Begriffe Betroffene verwenden, wie sie sich zu ihren Stimmen positionieren und welche alternativen Deutungsmodelle zum biomedizinischen Modell existieren.
Die Kritik besagt, dass die rein biologische Sichtweise das subjektive Erleben ignoriert und Betroffene oft stigmatisiert, anstatt ihren individuellen Umgang mit dem Phänomen zu fördern.
Ja, die Arbeit belegt, dass der Anschluss an nicht-psychiatrische Deutungsmuster (z. B. spirituelle oder psychosoziale Erklärungen) oft zu einem besseren Umgang mit den Stimmen führt.
Es handelt sich um wiederkehrende sprachliche Bausteine und Argumentationsmuster, mit denen Menschen ihre soziale Wirklichkeit und ihre Erfahrungen (wie das Stimmenhören) erklären.
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